[Rezension]: Erich Kästner – Das doppelte Lottchen

Da es bei mir immer wieder Bücher geben wird zu denen mir partout nichts einfallen möchte, führe ich mit diesem Beitrag eine neue Rubrik ein, der ich den Namen „Kurz und Knapp“ geben möchte. Unter dieser Rubrik findet ihr ab sofort Buchbesprechungen, die ich eben unter diesem Motto halten möchte. Das soll kein Kriterium sein, ob ich diese Bücher schlecht fand, denn manchmal sind unter den gelesenen Büchern welche dabei, zu denen sich meine zusammenfassenden Gedanken nur im Kreise drehen und die Artikel unnötig aufblähen. Das möchte ich euch nicht zumuten.
Den Anfang dazu macht heute Erich Kästners „Das doppelte Lottchen“, was sicher ein Buch ist, zu dem manch anderer ganze Abhandlungen schreiben könnte. Bei mir dümpelte der Beitrag aber seit ein paar Wochen auf der Festplatte vor sich hin und entwickelte sich auch in meinen Gedanken nicht weiter und deshalb gibt es diesen Beitrag, wie schon gesagt, in einer Fassung „Kurz und Knapp“.

Eine Geschichte von Zwillingen, die auch heute immer wieder aktuell ist

Worum geht es?

Die Geschwister Lotte und Luise leben in unterschiedlichen Städten (München und Wien) und jeweils bei Mama oder Papa und wissen nichts voneinander. Doch bei einem Ferienheimbesuch zu dem die sie ihre Eltern nach Seebühl am Bühlsee schicken, lernen sie sich kennen. Nach anfänglicher Abneigung gegen- finden sie nach und nach zueinander und lösen das Geheimnis, dass sie Geschwister sind, in Windeseile. Die beiden schmieden den tollkühnen Plan, ihren Eltern etwas vorzuspielen und tauschen ihrer jeweiliger Leben. Allem Unbill zum Trotz schaffen sie es, ihre Eltern und auch ihre Freunde und Bekannte eine zeitlang zu täuschen und nur der Zufall will es, dass Luiselotte Körner, die Mama der beiden, das Spielchen aufdeckt und somit merkt, dass sie seit den Sommerferien die andere Tochter im Hause hat. Als Luise ihr alles beichtet und sagt, dass Lotte gegen ihrer Gewohnheit nicht mehr schreibt, sind beide Feuer und Flamme, um nach Wien zum Vater, den Herrn Kapellmeister Ludwig Palfy, und Lotte zu fahren, um zu erfahren, was ihr zugestoßen ist, weshalb sie ihrer Schwester Luise nicht mehr schreibt.

„Zwei Erwachsene sind ratlos. Ihre Herzen und Zungen sind gelähmt. Und ihre Gehirne, scheint es, ihre Gehirne auch.“

Wie hat es mir gefallen und kann ich es weiter empfehlen?

Eine der bekanntesten Kindergeschichten von Erich Kästner, vielfach verfilmt und ein Klassiker unter den Kinderbüchern. Diese Geschichte befindet sich unter vielen, die ich in einem Sammelband mit Erich Kästners Kindergeschichten vorliegen habe. Sie befasst sich mit einer eher traurigen Thematik, die sich um die Trennung und das wieder Zusammenfinden der Erwachsenen dreht und welche Rolle die eigenen Kinder dabei einnehmen können. Doch Erich Kästner versteht es, die eher traurige Seite dieses Themas, dass auch heute noch so aktuell wie damals ist, als er das Buch geschrieben hat, so zu behandeln, dass man mehr darüber staunen kann, wie die Kinder die Situation meistern und darüber schmunzeln muss, wie die Erwachsenen damit umgehen. Es ist eine sehr lockere (aber nicht immer heitere) Geschichte, die Kindern und auch Erwachsenen sehr gut gefallen sollte und, auch wenn sie schon ein paar Jahre auf den Buckel hat, immer wieder aktuell ist.
In diesem Sinne ist dieses Buch sehr zu empfehlen und eignet sich auch hervorragend zum allabendlichen Vorlesen am Kinderbett.

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12 Kommentare zu „[Rezension]: Erich Kästner – Das doppelte Lottchen

Gib deinen ab

    1. Danke für den Besuch und Kommentar. Da ich mich nicht gerade als Legastheniker sehe und bei dem Wort Katastrophe in Verbindung mit Grammatik und Orthografie aufhorche, wäre es hilfreich, welche Dinge sauer aufstoßen. Hinsichtlich des enormen Zulaufs, den dieser Artikel verzeichnet (ich nehme an, dass einige Schüler diesen Artikel zu Recherchezwecken finden) und um meinen eigenen Ansprüchen zu genügen, möchte in Angemahntes gerne korrigieren.
      Viele Grüße

      Gefällt mir

  1. Guten Morgen,
    Danke für das Vorstellen dieses Buches, das wirklich ein Klassiker ist, der ja auch heute noch gerne gelesen und neu verfilmt wird. Ich liebe nach wie vor am meisten die Verfilmung in schwarz/weiß, ich weiß gar nicht, aus welchem Jahr die ist, irgendwie aus den 50er, glaube ich. Aber auch das Buch hat mir damals sehr gefallen.
    Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende!
    LG
    Yvonne

    Gefällt 1 Person

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