[Sonntagsleserei]: KW#11 – März 2014

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Ein frühlingshaftes Guten Morgen an alle Mitleserinnen und Mitleser,

wieder ist eine Woche ins Land gegangen und die Zeit gekommen, die Beiträge einzusammeln und zu verdichten, die mir im Laufe der Woche unter die Augen kamen. Eingeführt wurde die Sonntagsleserei von der Bücherphilosophin und jeder, der möchte kann an dieser Aktion teilnehmen. Ich finde es mittlerweile richtig spannend, wie das Auge im Laufe der Woche mitwandert und die Beiträge vorsortiert, die am Sonntag dann an dieser Stelle präsentiert werden. Alle, die gerne auf meinem bescheidenen Blog vorbeischauen brauchen sich auch keine Sorgen machen, dass ich vor lauter sichten von Blogbeiträgen nicht mehr zum Buch lesen komme, aber ich stecke aktuell in einem Buch fest, welches ich zwar interessant finde, aber inhaltlich, sprachlich und vor allem vom Textsatz her sehr (sehr sehr sehr) anspruchsvoll ist (die Rede ist von „Der Kindheitserfinder“ von David Grossmann).

Diese Woche war, auch aufgrund der Leipziger Buchmesse, pickepackevoll mit tollen Beiträgen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Einige werden die meisten Beiträge sicher schon kennen, aber ich versuche trotzdem, euch zu überraschen. Vielleicht findet der eine oder die andere noch manchen Artikel, der noch gelesen werden will. Also fangen wir an und legen gleich mit den Artikeln los, die Impressionen von der Leipziger Buchmesse einfangen. Da ich vor ein paar Jahren auch schon einmal da war (ich glaub das war 2005), kann ich manche Behauptung, dass einen das überfordert und erschlägt, sofort unterschreiben. Die Massen, das Gedränge, die vielen Bücher – man weiß gar nicht wo man hinschauen soll. Eines habe ich daraus jedenfalls gelernt, sollte ich jemals wieder eine Buchmesse besuchen, wobei mich Leipzig als die kleinere gegenüber Frankfurt mehr reizt, wird vorher ein Schlachtplan ausgearbeitet, um das besser zu bewältigen und ich  glaube, dass selbst dann einen die Überforderung immer noch übermannen wird. Hier sind die Impressionen von den genannten Seiten:
Bücherstadtkurier
Literaturen
Buzzaldin

Caterina von schöneseiten berichtete die letzten Wochen von einem Mannheimer Lesefestival, dem lesen.hören. Dazu gab es noch eine, von ihr wunderbare empfunden Abschlussveranstaltung, die ihr hier nachlesen könnt. Sehr witzig geschrieben und detailreich zusammengefasst.

Buchrezensionen gab es diese Woche natürlich auch. Dabei gab es einiges wieder zu entdecken und einiges, was schon sanft aus meinem Gedächtnis verschwinden wollte und nun aufgefrischt wurde, um es doch noch zu lesen, was aber angesichts der zu lesenden Bücher, die in meinem Regal vor sich hin darben erst einmal warten muss – jedenfalls wächst die Wunschliste von Woche zu Woche.
Als erstes möchte ich euch ein Buch vorstellen, was kein Roman, sondern eine Reportage beziehungsweise ein Interview darstellt, ein Interview mit einem Auftragsmörder. „Der Pistoleiro“ steht bei mir schon länger auf der Wunschliste und durch diese Besprechung ist der Drang nicht weniger geworden, es zu lesen. Als erstes habe ich in der faz davon gelesen und kurz darauf bei ausgelesen und nun bei danares. Dieses Buch von Kleser Cavalcanti zeichnet die Geschichte von Julio nach, der mit 17 Jahren seinen ersten Auftragsmord für seinen Onkel ausführt und von diesem Höllenjob nicht mehr loskommt. Gedeckt von Polizei und beauftragt von Politik und Machthungrigen, geht er diesem Job jahrelang nach. Dieses Buch erscheint dabei wie eine Beichte. Ich bin gespannt, wie es auf mich wirken wird.
Das zweite Buch, dessen Besprechung mir gefallen hat, ist fast schon ein alter Hut, aber wird sicher noch einige Monate seine Runden machen und irgendwann auch bei mir Einzug halten. Die Rede ist von Dennis Lehanes „In der Nacht“, welches uns muromez vorstellt und das mich schon allein durch den Gangsterstil der Geschichte anspricht und ich in der Blogwelt schon einige sehr wohlwollende Besprechungen dazu gelesen habe.
Das dritte Buch ist eine Besprechung zu einem Klassiker der Kriminalliteratur, welches neu übersetzt im Kein&Aber – Verlag heraus gebracht wurde. Es handelt sich um „Der Hund der Baskervilles“ von Sir Arthur Conan Doyle und hat als Hauptfiguren Sherlock Holmes und Watson zu bieten. Die wunderbare Besprechung dazu liefert uns die Seite buecherrezension.
Auf der Seite von der Bibliophilin gibt es noch eine unbedingte Kauf- , Lese- und Verschenkeempfehlung mit dem Buch „Der Tag an dem ein Wal durch London schwamm“ von Selja Ahava.

Abseits der Buchbesprechungen gefielen mir folgende Beiträge:
Mara von buzzaldrin hat wieder Schreibblock und Aufnahmegerät eingepackt und hat die Stammübersetzerin der Werke von Haruki Murakami, Ursula Gräfe, interviewt. Das Ergebnis findet ihr hier. Sehr schön finde ich, dass Mara in diesem Interview nicht mit einem Autor sondern mit einem Menschen dahinter beschäftigt hat, denn gerade die sind es, ohne die wir manches Buch gar nicht lesen könnten, da wir die Sprache nicht beherrschen.
We talk indie geht in die zweite Runde und damit der Indiebookday mit immer größeren Schritten auf uns zu. Diesmal wird uns der Verlag Voland&Quist mit interessanten Einblicken in das Kleinverlagswesen vorgestellt und mit welchen Tücken man gerade da zu kämpfen hat, wo nicht Milch&Honig fließen.
Für alle Stephen King – Fans, zu denen ich mich auch zähle, hat die Seite Phantasiereisen eine Neuigkeit parat. Denn der große Meister des Horror war bei unserem Besuch in Deutschland letzten November so angetan von der Begeisterung, die ihm entgegenschlug, dass er sich gleich hingesetzt und eine Kurzgeschichte exklusiv nur für den deutsch- und französischsprachigen Leser verfasst hat. Mehr findet ihr hier dazu. Man kann geteilter Meinung sein, ob das sein muss, aber ich finde, dass gerade Stephen King ein schönes Dankeschön an seine Fans weitergibt, dass nicht allzu teuer ist und einen Hauch von Exklusivität mit sich bringt.
Als letzten Beitrag habe ich mir „Das schlechte Buch und das schlechte Gewissen“ von der Initiatorin der Sonntagsleseaktion aufgehoben. In diesem gibt sie ihre Gründe zum Besten, wann für sie genug ist und ein Buch abbrechenswert erscheint. Im Anhang finden sich dann interessante Antworten, ob man überhaupt ein Buch abbrechen sollte und wenn ja, aus welchen Gründen. Meine Antwort findet man ebenfalls dort ;-)

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar interessante Beiträge zusammenstellen und euren Sonntag ein wenig lesereich gestalten. In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Sonntag, mit frischem Kaffee, leckeren Brötchen und hoffentlich gutem Wetter.

P.S.: Ein bisschen geschummelt habe ich bei meiner Sammlung, da ich schon gestern alles zusammengetragen habe. Also die Artikel, die heute noch kommen und mir gefallen, finden sicher nächste Woche Eingang in meine Sonntagsumschau.

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12 Kommentare zu „[Sonntagsleserei]: KW#11 – März 2014

Gib deinen ab

      1. Natürlich – bisher habe ich in jedem Artikel der Sonntagsleser etwas spannendes gefunden, darunter einige der Buchbesprechungen.
        Ich bin auch schon sehr neugierig auf deine kommende Rezension zu “Der Kindheitserfinder”, auf das ich zwar schon öfters stieß, aber mit dem ich mich selbst noch nicht näher beschäftigen konnte.

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  1. Schön, dass Du wieder mitmachst :) Und danke für das Verlinken meines Beitrags übers Bücher abbrechen.
    Die Beiträge, die sonntags veröffentlicht werden übersehe ich in meiner Sammlung auch oft, da mein Beitrag immer schon um 8 Uhr online geht und da trag im Endeffekt nichts mehr nach, auch wenn es noch interessante Artikel geben sollte. Dafür gibt’s andere Sonntagsleser, die erst gegen Abend posten und die frühen Sonntagsbeiträge mit einbeziehen.
    So ergänzen wir Sonntagsleser uns gegenseitig – also mach Dir wegen der Vorbereitung Deines Beitrags kein schlechtes Gewissen ;)

    Hab einen schönen Sonntag,
    Katarina :)

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  2. Vielen Dank für die Erwähnung! Deinen Eindruck, dass die Buchmesse einen überfordern kann, können wir bestätigen. Es gibt so vieles zu entdecken, dass man nicht weiß, wohin man zuerst schauen soll. Umso schöner ist es, wenn mehrere Teammitglieder losziehen, sich aufteilen und für sich Schwerpunkte setzen. Das haben wir dieses Jahr getan und dadurch viel mehr für uns mitgenommen – und für unsere Leser.

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