[Rezension]: Jules Verne – Reise um die Erde in 80 Tagen

Abenteuerreise aus einer anderen Zeit

Jules Verne, der erste Autor auf meinem Blog, der eine „Schallmauer“ durchbrochen hat, indem ich von ihm nun den dritten Roman gelesen habe (Erich Kästner wird bald folgen). Diesmal ist es das Werk „Reise um die Erde in 80 Tagen“, welches immer noch zu seinen Frühwerken zu zählen ist, mir aber von den bisher von ihm gelesenen Werken am besten gefallen hat, da es nicht so abgehobene Techniken enthält und auch sympathischere Charaktere aufweist, die einem, insbesondere bei Passepartout, schnell ans Herz wachsen, ob ihrer treuen Seele.

Worum geht es?
Der Gentlement Phileas Fogg geht in einem Londoner Club eine Wette mit seinen Freunden ein, dass er es schafft, mit den technisch vorhandenen Mitteln eine Reise um die Erde in 80 Tagen zu bewältigen. Gesagt, getan, kaum war die Wette, bei der es um 20.000 Pfund geht, beschlossene Sache, geht Fogg ans Werk und beginnt mit seinem treuen Diener Passepartout dieses waghalsige Unternehmen. Phileas Fogg und seine Wette ist in aller Munde und ganz London ist elektrisiert und gespannt darauf, ob Fogg diese ehrgeizige Reise tatsächlich in 80 Tagen schafft. Doch die Stimmung gegen ihn ändert sich, als das Gerücht aufkommt, dass Fogg diese Wette nur initiierte, um zu flüchten. Ein paar Tage vor der Wette wurde eine Bank überfallen und die Täterbeschreibung passt zu Phileas Fogg. Ein Privatdetektiv namens Fix heftet sich an die Fersen von Fogg, um ihn, sobald der Haftbefehl gegen ihn vorliegt, festnehmen zu können.

Wie hat es gefallen?
Entgegen den zwei anderen Romanen, die ich bisher von Jules Verne gelesen habe, ausgenommen gut. Es ist zwar einfache Abenteuerliteratur ohne große Ansprüche und trotz dessen, dass man von vorher schon weiß, wie es ausgeht, da man von dieser Geschichte schon öfter gehört hat, bleibt die Spannung nicht auf der Strecke. Die einzelnen Episoden der Reise wissen zu begeistern und bilden ab, wie man zu der Zeit, als dieses Buch geschrieben wurde, reisen konnte und mit welchen Hindernissen man mitunter rechnen musste. Manches kann auch unter der Schublade Fantasie des Autors ablegen (z.B. die Fahrt mit dem Schlittengleiter oder das ein Schiff an sich selbst verfeuert wird, um voran zu kommen) und wirkt ein wenig der Wirklichkeit entrückt, womit man aber bei Jules Verne rechnet und was in dieser Geschichte fast nicht ins Gewicht fällt. Außerdem bilden die zwei Hauptprotagonisten Phileas Fogg und Passepartout ein sympathisches Gespann ab, das man nur liebhaben kann, auch wenn Fogg manchmal etwas zu sehr auf die Sache konzentriert wirkt. Ein schönes Gegengewicht bildet dazu der Detektiv Fix. Alles in Allem eine schöne klassische Abenteuergeschichte, die man seinen Kindern vorlesen kann und die auch den einen oder anderen Erwachsenen immer wieder begeistern kann. Mit diesem Werk hat mir Jules Verne das erste Mal richtig gut gefallen und vielleicht werde ich mich demnächst auch mit den weniger bekannten Werken von ihm beschäftigen.

2 Kommentare zu „[Rezension]: Jules Verne – Reise um die Erde in 80 Tagen

Gib deinen ab

  1. Du machst mich gerade wirklich neugierig – Jules Verne wartet schon lange in meinem SUB-Regal, nur bisher hatten andere Bücher immer Priorität, aber jetzt bin ich wirklich versucht, mal hineinzulesen :)

    Liebe Grüße
    Smarty

    Liken

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