[Notiz]: Das Lesen der Longlist – Die Vorbereitungen

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Sieben Sprünge vom Rand der Welt – Im aufgeklapptem Zustand

Lasst uns den Lesereigen beginnen – Vorbereitungen zur Aktion Longlistlesen 2014

An dieser Stelle möchte ich als erstes ein Dankeschön an die Bücherliebhaberin Vera setzen, die es mir ermöglichte an der Aktion Longlistlesen 2014 teilzunehmen, welche im Zuge der Verleihung des Deutschen Buchpreises von Bloggern für Blogger (und natürlich andere Buchbegeisterte) von den folgenden Menschen initiiert wurde (Mara von buzzaldrins, Vera von Glasperlenspiel13 und Claudia vom Grauen Sofa) und in Kooperation mit dem Deutschen Buchpreis bis zur Verleihung des Preises in die heiße Phase geht.

Auf dem Weg bis zur Verleihung des Deutschen Buchpreises am 06.10. in Frankfurt werde ich euch mit Beiträgen zu dem Buch „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“ von Ulrike Draesner erfreuen (hoffentlich) und werde mir in den nächsten Tagen ein paar Dinge ausdenken, wie ich euch dieses Buch präsentieren werde. Abhängig davon, wie die Shortlist aussehen wird, werde ich noch eine Aktion mit dranhängen, die aber von gewissen Randbedingungen abhängig ist, weshalb ich an dieser Stelle noch nichts verraten möchte. Es ist eine Idee, die in meinem Kopf herumspukt und bin schon ganz aufgeregt, falls das klappen sollte.

Der Deutsche Buchpreis oder Die unendliche Diskussion (auf die ich an dieser Stelle nicht eingehen möchte, zu gegebenem Zeitpunkt allerdings schon)

Im Zuge der Nominierung der Longlist für den diesjährigen Deutschen Buchpreis sind heftigste Diskussionen entbrannt. Vor allem ging es um Bücher und Autoren, die nicht auf der Liste auftauchten. Dafür wurde die Jury von vielen Seiten (Feuilleton und Bloggerszene gleichermaßen) kritisiert. Ob gerechtfertigt oder nicht mag ich an dieser Stelle nicht beurteilen und habe schon in meinem Beitrag (siehe hier) versucht zu verdeutlichen, dass mir der ganze Bohei um die Nominierungen zwar nicht gänzlich unegal ist. Doch sollte man sich einfach mal darüber freuen, dass es zusammen mit dem Preis zur Leipziger Buchmesse mindestens zweimal im Jahr Diskussionen um das gute alte Buch gibt, die den Zirkel der Literturkenner und –kritiker verlässt und auf die große Bühne der öffentlichen Aufmerksamkeit gehoben wird. Und wie schon in einem Kommentar in einem der unzähligen Blogbeiträge gesagt wurde, sollten wir dankbar sein ob der vielen großartigen Literatur in unserem Land, dass es uns überhaupt möglich ist darüber zu diskutieren, welche Bücher denn auf einer Nominiertenliste fehlen. Dafür ein ganz großer Danke an all die fleißigen Autorinnen und Autoren in unserem Land, die mit ihren vielfältigen Stimmen und Geschichten unzählige Menschen unzählige Male einfach nur glücklich gemacht haben und immer wieder glücklich machen werden (ich gehöre auf alle Fälle dazu).

Bei aller Kritisiererei oder Huldigungshymnen dem Buchpreis gegenüber möchte ich natürlich auch auf meinen ganz speziellen, persönlichen Beitrag eingehen. Eingangs erwähnte ich schon, dass mir über die Aktion longlistlesen die Ehre zuteil wird, dass Buch „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“ von Ulrike Draesner zu lesen, zu besprechen und euch durch diverse Beiträge auf meinem Blog näher zu bringen, was mich quasi zum Buchpaten für genau dieses Buch macht. Eine Ehre und Bürde zugleich, der ich hoffentlich gerecht werden kann. Ich werde verschiedene Ideen einfließen lassen, um euch Ulrike Draesners Werk näher zu bringen und euch vielleicht dafür zu begeistern. Ich bin gespannt ob mir das gelingt und hoffe, dass sich angeregte Diskussionen aus den Beiträgen entwickeln werden, auf die ich mich schon jetzt freue.

Die ersten Eindrücke

IMAG1728Als mir Vera letzte Woche mitteilte, dass das Buch auf die Reise geht, war ich seit Montag ganz hibbelig und bin bei jedem Gang, der mich am Briefkasten vorbei führte, kurz stehen geblieben und hab geschaut, ob schon ein Päckchen angekommen ist. Dienstagvormittag stand noch etwas an und ich bin relativ zeitig los, so dass ich die Post leider verpasste, doch als ich nachmittags wieder zu Hause eintrudelte stand auf dem Briefkasten ein dickes Päckchen mit schwerem Inhalt und von weitem sah ich schon auf dem Adressfeld das Wörtchen Longlistlesen groß drauf geschrieben.

Als das Buch dann in meinen Händen liegt und ich den ersten Eindruck sacken lassen konnte habe ich das Buch von innen inspiziert. Die Aufmachung des Einbandes gefiel mir sehr gut. Vor allem, dass die wahrscheinlich essentiellsten Wörter und Begriffe in dem Einband abgedruckt waren hob das Buch für mich schon an diesem Punkt über die Standardware. Das Cover, welches den griffigen Schutzumschlag ziert soll wahrscheinlich eine Vorahnung dessen geben, was einen dann als Inhalt präsentiert wird. Auch wenn man durch Klappentexte und diverse Inhaltsangaben weiß, um was es geht, halte ich mich mit Interpretationsversuchen an dieser Stelle zurück und versuche nach der Lektüre Cover und Gelesenes in Verbindung zu bringen. Eines weiß man beim Betrachten des Umschlages auf alle Fälle – ein fröhliches oder gar heiteres Buch wird das nicht.

Meine Erwartungen

Die will ich an dieser Stelle mal nicht so hoch stecken oder überhaupt in eine Formulierung packen. Dieses Buch kam in mein Bewusstsein als es von Sophie auf ihrer Seite Literaturen besprochen (siehe hier) wurde und ich von ihrem positiven Eindruck, den sie da präsentierte, so eingenommen wurde, dass Ulrike Draesners Werk zumindest in meinem Hinterkopf abgespeichert wurde. Ich hoffe darin eine Vertreibungsgeschichte zu finden, wie sie es zu abertausenden während des Zweiten Weltkrieges getroffen hat und über die nie oder selten gesprochen wurde, dass mir die Folgen der Entwurzelung näher gebracht werden und wie die Kinder der Vertriebenen, die die Vertreibung nur über das Verhalten ihrer Eltern erfahren, genau diese Entwurzelung und die Art und Weise wie sie geschehen ist unbewusst in ihr Leben integrieren. Ich bin richtiggehend gespannt auf das Buch und welchen Weg Ulrike Draesner gewählt hat, dem Leser ihre Version deutscher Geschichte näher zu bringen. Dabei möchte ich auch der Frage nachspüren, ob es ein (in meinen Augen) buchpreistauglicher Text wäre und ob das Buch im Kontext des verkaufsförderndem Arguments Chancen beim Massenpublikum hätte.

In diesem Sinne wünsche ich allen die mitmachen oder mitlesen viel Spaß an der Aktion LonglistLesen 2014. Ich bin gespannt, wie sich alles entwickeln wird und welche Diskussionen daraus entstehen werden.

Bis bald
Eurer MacG

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5 Kommentare zu „[Notiz]: Das Lesen der Longlist – Die Vorbereitungen

Gib deinen ab

  1. Ich wünsche Dir ganz viel Lese-Freude mit den “Sieben Sprüngen” und bin gespannt, wie der Roman Dir gefällt. Mir hat der Roman vor allem ganz viele (vertreibungs-)geschichtliche Aspekte über die Biographien der Figuren so anschaulich nahegebracht, dass sie mir noch unheimlich präsent sind.
    Viele Grüße, Claudia

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    1. Hallo Claudia,
      vielen Dank für deinen Kommentar, über den ich mich sehr gefreut habe. Die ersten Leseeindrücke wird es spätestens nach dem Wochenende geben. Habe die ersten Seiten angelesen. Es ist zwar stellenweise anstrengend, aber vom Inhalt und der Stimmung, die dem Leser präsentiert wird, gefällt es mir ungemein.
      Liebe Grüße,
      MacG

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  2. Hallo, Hallo,

    ich habe wohl ein wenig geschlafen aber nun ENDLICH gelange ich zu deinem Artikel! Wie schön er geworden ist und wie viele Ideen du hast. Toll! Es ist ebenso schön zu sehen, wie viel Freude Buchpost doch macht. Mir geht es immer ähnlich. Mein Sohn verbindet mit der Post schon Bücher ;). Nun aber erst mal zum Lesen…

    Liebe Grüße von Vera

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    1. Hallo Vera,

      danke für die liebe Rückmeldung. Seit ich den Blog führe und mir auch manchmal Buchpost ins Haus flattert, klopft mein Herz in Erwartung des Inhalts immer ein klein wenig schneller. Immer wieder schön :-)
      Ein bis zwei Ideen habe ich noch im Köcher für die Buchpräsentation (hoffe, dass das zeitlich alles klappt). Es freut mich aber, dass die Umsetzung bisher gut gefällt.
      Liebe Grüße
      Marc

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