[Challenge]: Gesammelte Schätze 2015 – Januar

Nun mache ich auch bei der Zitatechallenge mit, die ich letztes Jahr so ein bisschen im Augenwinkel registriert und für mitmachenswert abgespeichert hatte. Das ich dann auch noch der Hahn im Korb bin, macht die Geschichte sogar noch interessanter :-) Mal sehen, ob ich buchtechnisch eine andere Note einbringen kann. Ich bin gespannt, wohin die Reise mit diesem Zitatesammeln gehen wird. Soviel sei gesagt, dass ich diese Art der Bücherbewerbung von anderen Bloggern neben den normalen Besprechungen gut finde, vor allem, da man über die Zitate den Ton des jeweiligen Buches schon mal kennen lernt.

Im Januar sind mir insgesamt 4 Bücher unter die Nägel gekommen. 2 davon habe ich noch im alten Jahr begonnen und an 2en bin ich aktuell noch dabei sie zu lesen. Aus 1 dieser 4 Werke möchte ich die Januarzitate kondensiert wiedergeben.

David Wonschewski
Schwarzer Frost
1.Auflage, 2012
ISBN: 978-3 940767 97-4
Edition Periplaneta
Link zur Besprechung
In der angegebenen Verlinkung findet ihr die Inhaltsangabe und meine Meinung dazu. Das Buch hat mich jedenfalls nachhaltig beeindruckt, weshalb ich aus diesem Buch gleich 2 Zitate vorstellen möchte. Beide bringen die Hilflosigkeit des Erzählers, die Welt zu verstehen und sich auf sie einzulassen, sehr gut an den Leser. Ein Buch, dass man nicht in einem Rutsch durchlesen kann, für das ich aber eine volle Leseempfehlung ausspreche.

„Denn, dass es so überhaupt nichts zu lachen gibt, dass wir immer wieder wehrlos und zappelnd in Sachverhalte und Situationen gezogen werden, die gänzlich frei von Humor und Ironie sind – und gerade das mich immer wieder zum Lachen bringt, das habe ich ihr gegenüber nie formuliert bekommen. Ja, verdammt: Ich lache, weil es nichts zu lachen gibt. […] Ich muss also nicht über nichts lachen, sondern über das Nichts. Ich lache über dieses unberechenbare und mir dennoch irgendwie immer vertrauter werdende Nichts.“

(Seite 88)

„Natürlich hat es wenig mit Schizophrenie zu tun, wenn sich ein gebeutelter Charakter ausmalt, wie es wäre in einer heilen Welt zu leben. Das ist keine Schizophrenie, das ist blühende Fantasie. Und es ist vor allem Realitätsverweigerung. […] Heile Welten sind schließlich immer nur solange heile Welten, wie man sie nicht betritt und auch nur aus der Ferne ab und an verstohlen hinüberglotzt.“

(Seite 164)

2 Kommentare zu „[Challenge]: Gesammelte Schätze 2015 – Januar

Gib deinen ab

  1. Ein schöner Beitrag! Mir gefällt die Idee, zu jedem Zitat noch ein paar Worte zu sagen :) Von den zitierten Stellen hat mich gerade besonders die letzte sehr angesprochen, die ja (leider?) sehr viel Wahres enthält.

    Dass du „nur“ aus einem Buch Zitate geteilt hast, ist übrigens völlig in Ordnung. Manchmal könnte man Seiten mit Textstellen aus einem einzigen Buch füllen, manchmal findet man in fünf Büchern keine einzige Passage, die einem besonders ins Auge sticht. Ich bin und bleibe gespannt, was du im Laufe des Jahres noch präsentieren wirst und freue mich wirklich, dass es einmal keine reine Frauenrunde geworden ist! In dem Zusammenhang bin ich auch sicher, dass die erwähnten Bücher in unserer Runde noch vielfältiger werden.

    Liebe Grüße aus Erfurt
    Kathrin

    Liken

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