[Sonntagsleserei]: KW7/2015 (Literatur aus oder über die Zone, Leipzig bloggt und Charlie dämmerts schwankend)

Die Zeit, die rennt unnachgiebig und mittlerweile haben wir schon die 7.Woche in diesem Jahr gemeistert und auch diese Woche war mit wunderbaren Buchempfehlungen und Beiträgen gefüllt, von denen ich euch im Rahmen der Sonntagslesersammelwut ein paar vorstellen möchte. Viel Spaß beim durchstöbern :-)

Wisst ihr, wo ich wohne? Ich wohnte in der Zone
Diese Woche stand wohl unter dem Stern der Literatur über die DDR. Sowohl Seitengeraschel als auch Mara von buzzaldrins stellten Bücher vor, die die DDR zum Thema hatten und von Autorinnen geschrieben wurden, deren Lebensgeschichten jeweils durch die Republik geprägt sind, aber unterschiedlicher nicht sein könnten. Seitengeraschel stellt uns „Zonenkinder“ von Jana Hensel vor. In diesem Buch geht es vordergründig um die Kindheit/Jugend in der DDR und was sich erinnerungstechnisch davon festgesetzt. Da ich ebenfalls ein Zonenkind bin und 8 Jahre im Staat der Planerfüllung miterleben durfte steht das Buch schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste. Die Leseeindrücke haben es nicht unwahrscheinlicher gemacht, dass ich es lesen möchte.
Demgegenüber stellt uns Mara mit „Machandel“ ein eher ernsteres, aber nicht mit minder lesenswertes Buch vor. Es

„erzählt von der Kraft der Erinnerung und der Einsamkeit im Exil des Vergessens. Von geplatzten Träumen, zerstörten Hoffnungen, von politischen Gräueltaten und schweren Schicksalsschlägen. Der Roman erzählt aber auch von drei starken Frauen, von Liebe und von grenzenloser Hilfsbereitschaft.
Machandel ist ein großartiges und wichtiges Buch, dem ich so viele Leser und Leserinnen wie möglich wünsche.

Leipzig bloggt
Die Bücherliebhaberin bringt uns die Aktion der Leipziger Buchmesse näher, für jedes der nominierten Bücher einen Blogbuchpaten zu nominieren . In meinen Augen eine sehr schöne Aktion, bei der sich jeder der Nominierten näher mit dem ihm anvertrauten Buch beschäftigt. Ich bin gespannt, was die jeweiligen Blogs dabei so unternehmen, um ihren Paten ins rechte Licht zu rücken. Vielleicht berwerbe ich mich nächstes Jahr auch dafür, sofern es die Zeit zulässt nach Leipzig zu fahren und die Aktion keine einmalige ist.
Charlies Beginning
Mareike vom Bücherwurmloch stellt uns mit Fabio Stassis „Ein Pakt fürs Leben“ ein Buch vor, welches Charlie Chaplins Anfänge als Künstler über fiktive Briefe an seinen jüngsten Sohn näher beleuchtet. Dabei findet Mareike:

„Ein Pakt fürs Leben ist ein wehmütiges, sentimentales Buch, das ich euch unbedingt empfehlen will. Je mehr ich vom Kein & Aber Verlag lese, umso begeisterter bin ich. Schöner Verlag, grandioses Buch!“

Den Verlag kenne ich schon und werde mich ihm auch mal näher widmen und auch dieses Buch spricht mich auf eine geheimnisvolle Art und Weise an.

Es dämmert
Caterina von Schöne Seiten bringt uns Steven Uhlys „Königreich der Dämmerung“ näher. Es ist in ihren Augen gestaltungstechnisch „eines der schönsten Bücher, die vergangenes Jahr auf den Markt gekommen sind“, jedoch vermochte es sie nicht vollends zu überzeugen. Sie schlussfolgert:

Die Aufgabe, den Leser über 650 Seiten hinweg zu verführen und zu berauschen, könnte freilich auch der Sprache zukommen, doch gibt es hier zu wenige Überraschungsmomente. Am stärksten ist Steven Uhly dort, wo er heraustritt aus dem Erzählfluss und mit Form und Sprache experimentiert.

Was vielversprechend beginnt, büßt jedoch bald an Kraft ein, die Lektüre gestaltet sich ab dem zweiten Drittel immer zäher, sodass unterwegs das Interesse an den Figuren und ihren Geschichten abhandenkommt. Es fehlt dem Roman etwas – im besten Sinne – Schmökerhaftes, etwas, das den Leser über lange Strecken in seinen Bann zu ziehen vermag…

Da mir solche Nachkriegsgeschichten und die Figuren darin zusagen und auch dieses Buch schon seit Erscheinen bei mir auf der Wunschliste steht, macht es mir diese Besprechung trotz der etwas negativen Meinung nicht leichter, dieses Buch nicht lesen zu wollen. Allein gestalterisch macht es sich bestimmt gut im Regal.

Einer geht noch aber dann ist Schluss
Xeniana gibt uns Ihren Leseeindruck von „Der Schluckspecht“ wieder. Ein Buch, dass auch schon bei mir Einzug gehalten hat und sicher im Lauf des Jahres gelesen wird.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Start in die neue Woche und danke allen für eure wunderbaren Beiträge. Euer MacG.

Weitere Sonntagsleser:
Anna von Buchpost

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