[Sonntagsleserei]: KW 09/2015 (Acht Leben für die Schuld der Anderen, lieber Mr.Salinger)

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Ist echt schon wieder eine Woche um? Und ist echt schon März, der Monat des Frühlingsanfang? Die Zeit rennt und mit ihr schreitet die Reihe der Sonntagsleserei voran. Letzte Woche gesundheitlich verhindert bin ich diese Woche mit ein paar Highlights aus der Welt der Literaturbloggerei wieder bei euch. Alles weitere, sprich allgemeine Infos zur Sonntagsleserei findet ihr ab sofort hier . In einem Unterlink bei dieser Seite namens 2015 sind alle bisherigen Sonntagsleserbeiträge aufgelistet und mit dem jeweiligen Blognamen verlinkt.

Muromez stellte diese Woche einen im doppelten Wortsinne gewichtigen Roman taufrisch ausgelesen vor – Nino Haratischwilis „Das achte Leben“. Dieses Buch steht auch bei mir seit Erscheinen auf der Merkliste, doch da es zu Weihnachten einen anderen dicken Wälzer gab („Unendlicher Spaß“) muss dieses Werk noch warten. Dabei wächst die Vorfreude auf dieses Buch immer mehr, denn Muromez reiht sich ein in den Reigen der euphorischen Stimmen, die diesen Roman zur Weltliteratur zählen. Er schlussfolgert

„Dennoch, es ist ein unbezahlbarer Zustand, wenn man ein Buch beendet hat. Eine Viertelstunde regungslos danach verharrt. Sich von den Charakteren verabschiedet. Die Geschichte noch mal vorbeiziehen lässt. Und am Ende ein Lächeln auf dem Gesicht auftaucht, das nicht zu erklären ist. Selten gelingt das der Literatur, Nino Haratischwili ist es gelungen. Dafür möchte ich danken.“

Und weiter:

„Nino Haratischwilis monumentales, fast 1300 Seiten umfassendes Werk »Das achte Leben (Für Brilka)« erschien im September 2014. Von Weltliteratur war sogar die Rede, ebenso vom besten Roman des Jahres. Die Lobeshymnen überschlugen sich, wurden zwar schon gesungen, trotzdem möchte ich in die gleiche Kerbe schlagen – weil der Roman groß ist.“

Die Bücherliebhaberin Vera will sich demnächst Literaturklassikern zum Thema Widerstand widmen. Ich bin gespannt, wie weit sie dieses Vorhaben bringen und was sie uns alles vorstellen wird.

In den letzten Wochen ist mir immer mal wieder, sei es in Blogs oder sozialen Netzwerken, ein Buch unter die Augen gekommen, welches mich schon allein vom Cover angezogen hat. Es ist zwar nichts abgedrehtes, eher sogar normal, aber die Perspektive in der das Bild darauf aufgenommen ist und die Verbindung zum Titel lässt spannendes vermuten. Mareike vom Bücherwurmloch stellt uns mit „Die Schuld der anderen“ dieses Buch vor. Es ist in ihren Augen „ein gut lesbares, flüssig geschriebenes und trotz der komplizierten Story auch schlüssiges Buch“. Sie räumt aber auch ein, dass „das Buch aber einfach zu überladen, voller Baustellen, roter Fäden und Spekulationen“ war. Insgesamt beschließt sie das Fazit mit einem positiven Gesamteindruck der mit kleinen Mängeln versehen ist. Trotz der Mängel werde ich mir das Buch ersteinmal vormerken.

Als letzten Tipp bringe ich heute Mara von buzzaldrins ins Spiel, die „Lieber Mr.Salinger“ von Joanna Rakoff vorstellt. Eine interesante und wahre Geschichte von und über die Autorin die 1996 in einer Literaturagentur arbeitet und über diese Arbeit mit dem Autor Salinger in Kontakt kommt, indem sie z.B. seine Fanpost beantwortet. Für Mara ist “ Lieber Mr. Salinger ist ein wunderbares Buch, voller altmodischer Begeisterung für Literatur. Es ist ein großartiges Buch über Salinger und die Arbeit in einer Literaturagentur. Am Ende ist es aber vor allen Dingen auch ein bewegendes Buch darüber, wie eng die Literatur manchmal mit dem eigenen Leben verknüpft sein kann. Was bleibt mir anderes übrig, als eine nachdrückliche Leseempfehlung auszusprechen“.
Merke ich mir auf jeden Fall vor.

Euch allen einen schönen Start in die neue Woche.
P.S.: Nun ist es doch ein Montagsleser geworden ;-)
P.P.S.: Nicht wundern, wenn keine Besprechungen kommen. Ich lese derzeit die David Hunter-Reihe von Simon Beckett und die bespreche ich bald geschlossen.

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