[Notiz]: Beeinflussen Blogs (auch der selbst geführte) die Lesegewohnheiten oder welches Buch lese ich als nächstes?

Diese Frage stelle ich mir schon seit einiger Zeit. Sie kam auf, als ich die ersten Rezensionsexemplare selbst angefordert habe und drängte sich immer mehr auf, seit es das neue Bloggerortal von Randomhouse gibt, welches ich auch schon für zwei Buchbestellungen bei dem Luchterhandverlag genutzt habe. Wenn ich diese Bücher vorstelle, gehe ich auch näher auf das Bloggerportal ein. Bisher lief jedenfalls alles reibungslos und ich kann es wirklich jedem Blogger empfehlen, der entweder neu im Geschäft ist oder sich nicht traut, diverse Verlage direkt anzuschreiben.
Zurück zu der ursprünglichen Frage und dafür muss ich einen Sprung in die Vergangenheit machen, quasi in die Zeit bevor ich mit dem Literaturbloggen angefangen habe. In dieser Zeit war ich ein sprunghafter Gewohnheitsleser, was bedeuten soll, dass ich in eine Buchhandlung gegangen bin, mich quasi von der Vielfalt habe erschlagen lassen und letztendlich immer in derselben Sparte (meist Krimi, Horror- oder Science- Fiction) wiederfand. An zeitgenössischer Literatur habe ich mich nie herangetraut, wahrscheinlich traumatisiert durch meine Erlebnisse mit dem krassen Grass (siehe den Beitrag bei Sätze&Schätze ) oder weil ich mich einfach von der Vielzahl an Möglichkeiten, was ich als nächstes lesen könnte, erschlagen fühlte. Das sprunghafte an der Gewohnheit war eigentlich nur, dass ich mich einfach von den Klappentexten habe leiten lassen. Außer bei einigen Autoren, die ich immer gerne gelesen habe und bei denen ich immer blind zugegriffen habe (z.B. Frederik Forsyth, Stephen King oder in jungen Jahren auch Wolfgang Hohlbein). Was mir da alles an großartigen Stoffen entgangen ist, merke ich erst jetzt, seitdem ich mit dem Bloggen begonnen habe und mich in der Art, was und wie ich auswähle, breiter aufgestellt habe. Selbst während dieser mittlerweilefast zwei Jahren habe ich einen Entwicklungsprozess durchgemacht.
Am Anfang stand die einfach die Idee, wie sicherlich bei vielen, über das was man gerne liest eine Art digitales Tagebuch zu führen. Doch schnell stellte ich auch fest, dass es dabei nicht bleibt, denn die Lesegewohnheiten veränderten sich durch zwei Dinge. Einmal wird man durch sein eigenes Lesen und darüber schreiben beeinflusst. Denn wer will denn in jeder zweiten Rezension etws über Stephen King lesen? Der zweite Aspekt ist der, dass ich mir früher Literaturtipps meist nur aus dem Feuilleton der Zeitungen holte und diese meist als elitär und herablassend gegenüber dem Leser empfand. Wohl auch deshalb schreckte mich immer das Lesen zeitgenössicher Literatur ab, weil es alles so hochgestochen klang und nicht wie für mich als Ottonormalleser gedacht. Nun wollte ich es nicht unbedingt besser machen, aber ich wollte mich an diese Literatur herantasten. Und dabei half die langsam einsetzende Vernetzung mit anderen Blogs. Denn wer einen eigenen Blog betreibt, der verlinkt sich auch automatisch mit anderen, sonst macht ja die ganze Arbeit keinen Sinn. Den Beiträgen aus den Blogs habe ich es zu verdanken, dass ich meine Scheu vor den zeitgenössischen Sachen abgelegen konnte. Wie hat sich mein Lesen und das Auswählen nun verändert? Am Anfang bin ich ein sprunghafter Leser geblieben, nur die Gewohnheit habe ich abgelegt, denn ich habe einfach nach allem geschnappt, was mir so vor die Nase kam und mir vom Stoff her zusagte. Das man dabei auch mal daneben greift, ist ja auch selbstverständlich. Dabei entwickelt man aber nach und nach ein Gespür dafür, was man lesen möchte und welcher Stoff einem passen könnte und welcher nicht. Mittlerweile habe ich halbwegs meinen eigenen Kanon gefunden und dabei die Liste meiner Autoren, von denen ich gerne noch ein Buch lesen möchte etwas erweitern können.
Leider hat sich aber auch ein Effekt eingeschlichen, den ich mit gemischten Gefühlen sehe. Die Amzshl der noch nicht gelesenen Bücher wächst beständig. Hatte ich mir anfangs geschworen nie mehr als 10 ungelesene Bücher zu Hause zu haben, sind es wohl mittlerweile über 20. Ich weiß, dass das für andere eine sehr geringe Zahl darstellt, aber für mich persönlich ist diese Anzahl eine große. Auf jeden Fall erwarten euch dieses Jahr noch ein paar tolle Besprechungen von neuen und etwas älteren Büchern. Und wenn ich es schaffe sind vielleicht auch ein paar Stephen King- Bücher dabei.
Wie ist es euch so ergangen? Am besten Erfahrungen vor/nach Bloggründung. Über ein paar Kommentare dazu würde ich mich freuen.

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23 Kommentare zu „[Notiz]: Beeinflussen Blogs (auch der selbst geführte) die Lesegewohnheiten oder welches Buch lese ich als nächstes?

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  1. Eine gute Beobachtung – und man muss sich da sicher auch immer selbst im Auge behalten und genau fragen „Warum möchte ich dieses Buch jetzt gerade lesen?“. Ich selbst habe bemerkt, dass ich manchmal auch Bücher kaufe und lese, nur um dann im Blog darüber schreiben zu können! Aber so lange man dafür dann andere Bücher nicht mehr liest, finde ich das in Ordnung. Liebe Grüße, Marlene

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    1. Hallo Marlene,
      mit der Frage, was ich als nächstes lesen möchte, hatte ich mich gerade zu Beginn meines Blogs schwer getan. Mittlerweile geht es besser und ich habe meinen Geschmack nach dem ausgerichtet, was ich wirklich lesen will und nicht weil es auf dem Blog gut aussieht. Danke für deinen Beitrag und ich wünsche dir ein schönes. Wochenende.
      Liebe Grüße
      Marc

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  2. Eine Zeitlang habe ich wieder mehr Neuerscheinungen gelesen, weil auf vielen Blogs ja auch Neuerscheinungen besprochen werden. Dies hat dazu geführt, dass mein Stapel ungelesener Bücher wieder anwuchs. Ich lese die Neuerscheinungs-Rezis auf den Blogs, denen ich vertraue, zwar immer noch und merke mir einiges vor, bin aber wieder zurück zu meinem eigenen Leserhythmus gekommen und lasse mich nicht mehr so sehr von Neuheiten hetzen.

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    1. Hallo Birgit,
      ich habe da für mich mittlerweile eine gute Mischung gefunden. Gerade mit 2 Kindern zu Hause muss ich nicht jeder Neuerscheinung hinterherjagen. Dafür ist mir die Zeit mit Frau und Kids wichtiger. Ich glaube die Gelassenheit muss man auch erst einmal antrainieren. Die Bewerbung von Neuerscheinungen bei manchen und vor allem in welcher Menge, lassen einen doch manchmal zucken, aber dafür gibt es dann die lubdiglm (Liste ungelesener Bücher die ich gern lesen möchte).
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.
      Marc

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  3. »Eine Bibliothek besteht nicht notwendig aus Büchern, die man gelesen hat oder auch nur eines Tages lesen wird, das sollte man unbedingt betonen. Das sind Bücher, die wir lesen können. Oder die wir lesen könnten; selbst wenn wir sie nie lesen werden.« Das hat Jean-Claude Carrière im Gespräch mit Umberto Eco gesagt.
    http://lustauflesen.de/es-wird-ueberleben-ein-gespraech-ueber-die-zukunft-des-buches/
    Insofern schrecken mich persönlich hohe Stapel ungelesener Bücher wenig.
    Je intensiver ich meinen Blog füttere, desto intensiver verfolge ich, was andere schreiben. Hinzu kommen das klassische Feuilleton und eigene Entdeckungen in Buchhandlungen (ich kann an keiner einfach so vorbeigehen). Blogs beeinflussen mein Leseverhalten, meine Aufmerksamkeit für bestimmte Autoren oder Verlage, die ich sonst nie entdeckt hätte. Auf meinen eigenen Blog färbt das ab, wie ein kritischer Blick auf die zurückliegenden Beiträge beweist. Das ist schön. Lesen und schreiben wandeln sich permanent. So muss es sein.
    lg_jochen

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    1. Hallo Jochen,
      deinen Ansatz würde ich auch gern verfolgen, nur leider fehlen dazu die Zeit (siehe Antwort auf Birgits Kommentar) und leider auch der Platz. Ich ärgere mich jedenfalls nicht über einen Stapel von ungelesenen Büchern, sichern die mir doch zu jeder gegebenen Zeit ein Buch, welches ich gerade in diesem Moment lesen möchte. Mich ärgert eher der wenige Platz. Ein Bücherzimmer vollgestopft mit Büchern, darin ein schöner Ledersessel zum Schmökern, das wäre ein Traum. In ein paar Jahren vielleicht ;-)
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.
      Marc

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  4. Seit ich selbst blogge, treffe ich eine bewusstere Auswahl im Hinblick auf das, was ich dort vorstellen möchte. Leider schrecke ich deshalb oft vor umfangreicheren Büchern zurück, die mich zu viel Lesezeit kosten könnten. Vor längerer Zeit habe ich diese Gedanken auch in einem Blogbeitrag zum Thema gemacht: https://elementareslesen.wordpress.com/2013/11/17/die-qual-der-wahl-luxusprobleme-beim-bloggen/
    Bei der Literatur, die ich nicht für das Blog lese, hat sich auch einiges geändert. Ich habe viele Blogs mit einem ähnlichen Lesegeschmack entdeckt, so dass ein gewaltiger Bedarf an Büchern entstanden ist, auf die ich sonst nie gekommen wäre. Das empfinde ich als große Bereicherung! Mein Stapel ungelesener Bücher ist recht hoch, aber ich brauchte schon immer das Gefühl, für jede Stimmung das richtige Buch in Reichweite zu haben.

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    1. Hallo Petra,
      eine bewusste Auswahl gibt es auch bei mir, inklusive umfangreicheren Büchern. Wobei ich mir bei den Sachbüchern so dicke Wälzer und unterhaltsam als nicht zusammengehörig vorstellen kann.
      Dem zweiten Absatz von dir stimme ich in dem Sinne zu, dass es ohne Blogs nur einen Bruchteil der Bücher im Haushalt geben würde, die ich derzeit habe. Manche wären komplett an mir vorbei gezogen.
      Liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende.
      Marc

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  5. Ich würde mich selbst belügen, wenn ich behaupten würde, dass das Schreiben über Literatur (erst amazon-Rezensionen und jetzt eigener Blog) mich nicht in meiner Auswahl beeinflussen würde. Doch es gibt zuvorderst Autoren, die ich ohne abzuwägen sicher lese, weil ich mich auf deren neues Werk freue. Über sie zu schreiben, entscheide ich aber erst beim Lesen.

    Ob ich über meinen Leseeindruck schreibe, hängt davon ab, ob mir das Gelesene einen generelleren thematischen Anlass gibt bzw. mich zu einem weiterführenden Gedanken inspiriert. Ich bezeichne ja meine Beiträge auch bevorzugt als Resümees und nicht als Rezensionen. So lese ich in einer Denkflaute gerne mal Krimis und Thriller. Doch selten geben sie mir einen Anlass zu schreiben, auch wenn ich sie richtig gut finde. Beispiele wären Zoe Beck oder Joakim Zander mit „Der Schwimmer“. Einzig über die Thriller von Tom Hillebrand und Marc Elsberg hab ich mal eine zusammenfassende Betrachtung unter „Achtung, Paranoia.“ geschrieben.

    Der Umfang eines Buches war bei mir schon immer ein kritisches Auswahlkriterium. Nur in ganz seltenen Fällen greife ich zu Büchern, die mehr als 400 Seiten haben. Da halte ich es wie MRR, der mehr als 300 Seiten immer für suspekt hielt. Für den Blog bevorzuge ich dann auch (brand)aktuelle Bücher und warte nicht, bis ich erste Empfehlungen lese. Zudem spielt die Verlagsherkunft auch eine Rolle, zumindest dann, wenn ich den Autor noch nicht kenne. Hier bin ich dann aufgeschlossener gegenüber Büchern von Hanser, Fischer, Suhrkamp & Co. als gegenüber allen Verlagen unter dem Dach von Bertelsmann. Da muss ich den Autor schon kennen oder durch Hymnen eingefangen werden, wie z. B, bei Donna Tartts „Distelfink“. Über dieses Buch, das ich herausragend fand, konnte ich übrigens nicht schreiben.

    Letztendlich ist der Einfluss des Bloggens auf meine Buchwahl dann doch noch gering. Bislang sicher auch, da ich keine Rezensionsexemplare erhalte bzw. gewünscht habe (bis auf aktuell einem, dass ich jedoch noch nicht gelesen habe). Mal sehen, was die Zeit bringt.

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    1. Hallo Thomas, die 300-Seiten-Regel hat MRR bei seinem Liebling Thomas Mann aber nicht angewendet, denn dann wären ihm die großen Meisterwerke Dr. Faustus, Zauberberg, Joseph etc. entgangen.
      Seitenzahl und Umfang eines Buches werden von mir völlig vernachlässigt bei der Auswahl.
      Interessant dagegen ist, dass ich persönlich in jüngster Vergangenheit durch Blogartikel und -empfehlungen die kurze Form (wieder) für mich entdeckt habe, also Erzählungen, Kurzgeschichten und Lyrik. lg_jochen

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    2. Hallo Thomas,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ich sehe schon, dass du da an den aktuellen Sachen nah dran bist, sozusagen einer der Blogger bist, über die man sich Empfehlungen holen kann. Das nicht zu jedem Buch ein Resümee herausspringt war auch bei mir schon einige Male vorgekommen. Da kamen einfach nicht die richtigen Gedanken zusammen?
      Warum sind eigentlich dickere Bücher suspekt? Man kann da mehr in die Geschichte eintauchen und mit den Figuren mitfiebern. Eher ein Zeitaspekt?
      Danke nochmal für die interessanten Einblicke.
      Liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende.
      Marc

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  6. Auch meine Lesegewohnheiten haben sich durch das Bloggen stark verändert. Ich greife jetzt meist sehr gezielt nach einem Buch, profitiere sehr von den Besprechungen und Rezensionen auf einigen Blogs.

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  7. Ich denke schon, dass sich mein Leseverhalten durch das Lesen anderer Blogs insofern verändert, weil ich einfach mehr Bücher kennenlerne, von denen ich dann wiederum auch einige selbst lesen möchte. Das Bloggen ist dem Stapelabbau sicherlich nicht förderlich, zumal auch eine Menge Zeit dabei ins Land geht. Doch missen möchte ich das nicht mehr. Höchstens mich strenger befragen, ob ich dieses oder jene Buch jetzt wirklich kaufen und lesen will. Ein Stück weit geht es mir wie Birgit, dass ich nicht mehr den vielen Neuerscheinungen, die ja alle um unsere Aufmerksamkeit buhlen und hochgehypt werden, hinterherlaufen möchte, meist bin ich dann enttäuscht. Insofern tummele ich mich auch wieder mehr in älteren Gefilden. Dir ein schönes Wochenende, das Wetter soll ja sehr leserfreundlich werden. LG, Anna

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    1. Hallo Anna,
      danke auch für deinen Kommentar. Wesentliche Antworten auf deinen Beitrag habe ich bei den anderen verstreut schon gegeben. Ich finde, jeder muss die richtige Mischung für sich finden, um zufrieden mit seinem Leseverhalten zu sein. Dass das Bloggen dem Stapelaubbau nicht zuträglich ist, kann man wohl fast als Normalzustand ansehen, wenn man ‚ernsthaft‘ bloggt und liest.
      Dir auch ein schönes Wochenende und viele lesereiche Stunden. Bei mir nur abends. Tagsüber sind die Kids dran.
      Liebe Grüße
      Marc

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  8. Da ich (fast) nur das lese, was ich lesen mag und das Bloggen über Bücher nur Ausfluss des Lesens ist, beeinflusst das Bloggen umgekehrt meine Lesegewohnheiten praktisch gar nicht. Ich lese bzw. nehme auch keine Reziexemplare, daher fällt dieser Einfluss, der für viele Blogger vermutlich besteht, weg.

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    1. Hallo Christian,
      vielen Dank für deinen Besuch und deine persönliche Sicht. Liest du dann Beiträge zu einem Buch nach der Lektüren, um es mit deinem Meinungsbild abzugleichen?
      LG Marc

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      1. Zu meinem Kommentar muss ich präzisierend hinzufügen, dass mein eigenes Bloggen keinen oder kaum Einfluss auf mein Leseverhalten hat – andere Blogs, die ich verfolge, beeinflussen es sehr wohl, vor allem dann, wenn ich den Geschmack eines Bloggers einigermaßen einschätzen kann und weiß, ob sich dessen Lesegeschmack in etwa mit meinem deckt.

        Bevor ich einen Blogbeitrag zu einem Buch verfasse, lese ich andere Beiträge zu diesem Buch höchstens im Ausnahmefall, da ich mich nicht von anderen Meinungen leiten lassen möchte (irgendwie spuken einem Rezensionen anderer sonst zwangsläufig im Kopf herum, das lässt sich schwer ausblenden – jedenfalls geht es mir so). Wenn ich dann später auf Meinungen anderer zu dem Buch stoße, lese ich die schon mit Interesse und vergleiche zwangsläufig mit meiner Meinung. So kann ich mir auch ein Bild über den Lesegeschmack anderer machen und Blogs, aus denen ich mir Tipps für „meinen“ Lesestoff holen kann, weiter verfolgen.

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