[Sonntagsleserei]: Jahresrückblick Teil 3 – Das Beste der Sonntagsleser 2015 (inklusive Dezember)

Das Jahr 2015 ist nun vorbei und auch die Sonntagsleser verabschieden sich in das schon angebrochene 2016 und blicken wehmütig und auch mit strahlenden Augen auf ein intensives Bloggerjahr zurück. Ursprünglich von der Bücherphilosophin Katarina ins Leben gerufen, habe ich mir Anfang 2015 die Sonntagsleser für mich wiederbelebt und ein paar wackere Mitstreiter gefunden. Der Rhythmus der Veröffentlichungen im monatllichen Turnus hat sich als zweckmäßig erwiesen, da man so genug Stoff für einen Beitrag zusammen bekommt. Für den Jahresrückblick bin ich nochmal durch das 2015er Archiv gegangen und habe die 10 besten Beiträge des Jahres gesammelt. Dabei hat es eine Besprechung aus dem Dezember auf Anhieb auf den 1.Platz geschafft und die in meinen Augen beste Rezension in den Literaturblogs abgeliefert. Doch vorher gibt es noch ein paar der Beiträge, die mir im Dezember gefallen haben.

Weihnachtsgeschichte
Auch wenn Weihnachten vorbei ist, so sind Geschichten darüber zeitlos. Frank Duwald von dandelion hat so eine Geschichte in Eigenregie veröffentlicht. Es handelt sich dabei um die Novelle „So dunkel die Nacht“ von Richard Lorenz. Das ganze dürft ihr euch sogar in einem lesegerätfreundlichen pdf-Format herunterladen. Illustriert wurde das Buch von Alexandra F., mit der Frank ein Interview geführt hat.

Der Tod
Der Kaffeehaussitzer hat das Buch „Sophia, der Tod und ich“ von Thees Uhlmann vorgestellt, von dem er sagt, dass es „eine vollkommen aberwitzige Story, voller Wortwitz, Ernsthaftigkeit, Situationskomik, wahnsinnigen Dialogen und voller Melancholie“ ist.

„„Sophia, der Tod und ich“ ist ein wunderbares Buch über die Vergänglichkeit.
Über das Glück des Alltags.
Und über das Leben.

Weil jeder Tag zählt.“

Orientierungslos
Sophie von Literaturen stellte im Dezember „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Joachim Meyerhoff vor, welches „trotz aller Skurillitäten des Alters ein liebenswürdiges, ein von aufrichtigen Gefühlen geleitetes Bild seiner Großeltern“ zeichnet. Das Buch präsentiert einen humoristischen Blick auf die Vergangenheit des Autors und seiner Ausbildungszeit.

Starker Tobak in Mexiko
Jochen Kienbaum von Lustauflesen.de stellt uns das Buch „Die Verbrannten“ von Antonio Ortuño vor. Ein Buch, welches Spuren in einem hinterlässt und zeigt, mit welchen harten Bandagen das Schleppergeschäft in Richtung USA geführt wird.

„Ein beklemmend-großartiger Roman.“

Verbrechen lohnt sich – in Verlagsform
Die Bloggergemeinschaft von We read Indie stellte im Dezember im Rahmen der diesjährigen Hotlist den Verbrecherverlag in einem Kurzinterview mit dem Verleger Jörg Sundermeier vor.

Klassiker
Tobi von Lesestunden fragt ob das Lesen von Klassikern noch aktuell ist, da es sehr wenige Beiträge dazu gibt oder er sie nicht findet. Vielleicht könnt ihr noch etwas dazu beitragen, dass das Lesen von Klassikern populärer wird. Bei mir war ein Klassiker unter den Geschenken (Die Schatzinsel in der Neuübersetzung erschienen bei Hanser) und bin gespannt darauf.

Topbücher des Jahres bei Mara von buzzaldrins
Eine Top15 der Bücher zu erstellen, die man 2015 gelesen hat ist eine Ansage, die ich bei weitem nicht toppen kann und froh bin, diese Anzahl an Büchern überhaupt über das Jahr verteilt gelesen zu haben. Diese Topliste gibt in meinen Augen einen recht guten Querschnitt über das vergangene Jahr und ein paar Empfehlungen landeten auch auf meinem Wunschzettel.

Nun aber zu meinen Favoriten der Blogbeiträge über Literatur aus 2015. Natürlich ist das eine sehr subjektive Liste, aber ich finde, dass zwar die Bücher gut in Bestenlisten vertreten sind, aber die Rezensionen zu den Büchern zu wenig am Ende des Jahres gewürdigt werden. Das möchte ich nun mit meiner Liste tun. Bis auf die ersten 3 werde ich nicht näher auf die Platzierung eingehen.

Platz 10
Auf diesem Platz landet Sophie von Literaturen mit ihrem Beitrag zu Linda Lés „Flutwelle“.

Platz 9
Auch hierhin hat es Sophie verschlagen, die sich Anfang 2015 mit dem Medium eBook auseinander gesetzt hat und alternativen Formen nachging, wie man dieses Medium nutzen kann.

Platz 8
Hierhin setze ich Caterinas Beitrag zu „Königreich der Dämmerung“ von Steven Uhly, der auf Schöne Seiten erschienen ist. Gestalterisch eine Augenweide, inhaltlich eher nicht.

Platz 7
Hier landet Jochen mit seinem Beitrag zu Jürgen Bauers „Was wir fürchten“, erschienen auf lustauflesen.de.

Platz 6
Noch einmal Jochen von Lustauflesen.de und diesmal nicht mit einer Rezension, sondern einer „Kritik an der Kritik und das Bloggen“, die dem Thema Feuilleton vs Literaturblogs 7 Thesen entgegenstellt, warum sich ein Blogger mehr Freiheiten heraus nehmen kann als ein Journalist in der Literaturabteilung der Printmedien. Sehr lesenswert.

Platz 5
Tilmann von 54books hat sich mit seinem Beitrag über das Buchdesign der Büchergilde auf Platz 5 geschlichen. Etwas polemisch formuliert bringt er auf den Punkt, was ihn an der Büchergilde und dem Aussehen derer Bücher stört. Unterhaltsam geschrieben und ebenso lesenswert.

Platz 4
Dorthin hat es Mara von buzzaldrins verschlagen mit ihren Leseempfehlungen zu dem Autor James Salter, den sie immer wieder gern gelesen hat und der 2015 leider verstorben ist. Durch ihre Empfehlungen ist er auch bei mir in den Fokus gerückt.

Platz 3
Diese Platzierung teilen sich Mara und Tobi, die beide das Buch „Horcynus Orca“ von Stefano D’Arrigo gelesen haben. Mara im Rahmen der Bloggerpaten zur Leipziger Buchmesse und Tobi aus freien Stücken. Beide hatten mit dem Werk zu kämpfen und auch relativ unterschiedliche Leseeindrücke. Während Mara es bis zum anberaumten Termin nicht durchlesen konnte, berichtet Tobi über zwar anstrengende, aber auch bereichernde Lesemomente. Beide Besprechungen haben es mir auf ihre Art angetan und hinterließen bleibenden Eindruck.

Platz 2
Auch hier ein geteilter Platz diesmal zu dem Buch „Die Erfindung der roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager“ von Frank Witzel. Dieses Buch stellten uns Jochen von Lustauflesen.de (schon im Frühjahr, als der Gewinn des Deutschen Buchpreises noch nicht abzusehen war) und der Kaffeehaussitzer Uwe vor. Jochen legte dabei eine klassische Rezension vor, die mich sofort neugierig auf das Buch machte, dass ich es so vehement beim Weihnachtsmann bestellte und nun auch unter dem Weihnachtsbaum lag. Uwe dagegen machte ein Lesetagebuch, um seine Eindrücke während der Lektüre festzuhalten. Leider hat er es vorerst nicht weiter geführt, aber teilweise decken sich die Eindrücke von ihm und Jochen. Ich freue mich auf das Buch und bin gespannt, welche Wundertüte mich erwartet.

Platz 1
Trommelwirbel und Tusch.
Den in meinen Augen besten Beitrag für 2015 hat das Bücherwurmloch Mareike verfasst beziehungsweise klassisch zu Papier gebracht. Inspieriert durch die Art, wie das besprochene Buch aufgebautist, hat sie ihre Rezension ausgearbeitet. Da steckt viel Arbeit dahinter, auch wenn die Idee einleuchtend und einfach erscheinen mag und das muss einfach etwas ausdauernder gewürdigt werden als nur die 2 Wochen nach Erscheinen des Beitrages. Das Buch, um welches es sich dreht ist „Das Schiff des Theseus“, dass derzeit und seit Herbst in aller Munde ist.
Danke für diese wunderbare Rezension im Stile des Buches, welche ich noch lange in Erinnerung behalten werde.

Das war sie auch schon wieder, die Sonntagsleserrückschau auf das Jahr 2015. Auch wenn ich einiges ausgeblendet habe, so waren die 10 vorgestellten Plätze die Beiträge, die bei mir am meisten Eindruck hinterlassen haben und nachhaltiger im Gedächtnis haften geblieben sind.

In diesem Sinne, euch allen ein gesundes Neues und einen angenehmen Sonntag, bevor der Alltag wieder herein bricht.

Euer Marc

Weitere Sonntagsleser im Dezember:
Kathrin von Phantasienreisen
Norman mit seinen Notizheften

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3 Kommentare zu „[Sonntagsleserei]: Jahresrückblick Teil 3 – Das Beste der Sonntagsleser 2015 (inklusive Dezember)

Gib deinen ab

  1. Hallo Marc,

    schöne Idee, noch einmal deine Jahreshighlights zu teilen. Ich selbst könnte mich wohl nicht auf 10 oder auch 15 Artikel festlegen bzw. falls doch, könnte ich sie zumindest nicht in eine Reihenfolge bringen – dafür sind die Beiträge alle zu unterschiedlich.

    Dir und deinen Lieben ein wunderbares 2016!

    Liebe Grüße
    Kathrin

    Liken

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