[Notiz]: Neue Rubrik – Elektronisch Lesen

wp-1454758947887.jpgUnter dieser Rubrik möchte ich demnächst Texte, Meinungen und Tests veröffentlichen, die das Publizieren im elektonischen Format betreffen. Hierzu mein erster Text. Viel Spaß damit

Elektronisches Lesen oder wie es in mein Leben trat

Bisher war es in meinem Leseleben so, dass ich mir nichts schöneres vorstellen konnte, als rein auf Papier meine Bücher zu verschlingen. Die Argumente, um diese Art des Lesens zu verteidigen, waren die selben, wie bei allen anderen. Ich will in dem Buch blättern, den Geruch des Papiers einatmen, will wissen, wo genau im Buch stehe und so weiter. Diese Argumente gelten nach wie vor, wenn ich zum altmodischen gedruckten Buch greife. Das wird auch so bleiben, denn ich liebe Bücher in ihrer althergebrachten Form, besonders, wenn sie gut aufgemacht sind. Doch es gibt einen ganz einfachen, pragmatischen Grund, warum ich das elektronische Lesen in mein Leben gelassen habe – Platzmangel. In einer Mietwohnung ist nie genug Platz da, noch dazu, wenn man 2 Kinder hat, um seine Bücherstapel irgendwo hin zu stellen. In irgendwelchen versteckten Ecken, wo die Kinder nicht so schnell hinkommen (sie sind noch zu klein für diese Art von Lektüre) stehen diese Stapel natürlich immer noch rum, doch es hat ein Umdenken eingesetzt. Muss ich mir wirklich jedes Buch, was ich vielleicht einmal aus Interesse lesen möchte und danach wieder, besitzen? Ich habe für mich beschlossen, dass das nicht mehr sein muss. So kam das elektronische Lesen in mein Leben.

Smartphone, Tablet oder eBook- Reader?

Diese spannende Frage stellen sich sicher viele, die mit dem Lesen elektronischer Bücher anfangen. Manche kaufen sich gleich einen eBook-Reader, wo gleich die nächste Grundsatzfrage lauert (Kindle oder kein Amazon?) oder fangen, so wie ich, erstmal mit Smartphone und Tablet an. Das Smartphone hat den Vorteil, dass man es ständig bei sich hat und sofort, falls eine Wartesituation entsteht, zum Telefon greifen, eBook-App starten und losenlesen kann. Ich empfand das als recht bequem. Es hat aber den Nacheil, dass es den Akku des Telefons leer saugt und man hat ständig das Gefühl, ein Buch vor dem Computer zu lesen. Das war auch einer der Gründe, warum ich mich einem eBook- Reader bisher immer verweigert hatte. Auch ein paar Probelesungen im Geschäft konnten mich nicht recht überzeugen. Doch ich wurde einfach überzeugt, indem ich Weihnachten einen eBook- Reader geschenkt bekam- einen Tolino Shine 2 HD.

Shine,Baby, Shine.

Diesen Tolino möchte ich seitdem nicht mehr her geben. Es liest sich wunderbar auf diesem Gerät, das Gefühl, ein Buch im Computer zu lesen ist nicht mehr präsent. Es fühlt sich eher an, wie richtiges Lesen, einzig das Blättern und der Geruch fehlen noch. Ich habe die letzten 1,5 Monate das Gerät ein wenig angetestet, aber noch nicht soviel, dass ich einen richtig guten Erfahrungsbericht über diesen eBook- Reader abgeben kann. Ich empfinde es als ein angenehmes Lesen und die Handhabung ist recht einfach gehalten. Einzig manche Funktion innerhalb des Systems ist ein wenig hakelig (zum Beispiel das Umblättern der Seiten), aber da nehme ich an, dass mir das Gefühl für den richtigen „Touch“ noch ein wenig fehlt. In der Summe bin ich bisher richtiggehend begeistert und werde mein Leseverhalten nach und nach Richtung eBook- Reader umstellen und nur noch die besonderen Bücher in Papierform in mein Regal lassen. Ich werde euch auf jeden Fall in den nächsten Monaten einen Erfahrungsbericht zum Tolino Shine 2 HD zukommen lassen, wenn ich ihn etwas öfter in Benutzung hatte und seinen kompletten Funkionsumfang erfasst habe.

Was für Möglichkeiten

Wie ihr seht, habe ich nun neben dem klassischen Buch konsumiere ich mittlerweile auch elektronische Bücher. Wie steht es bei euch? Seid ihr noch die Verfechter der klassichen Bücher oder schwenkt ihr auch ab und zu auf das eBook um? Ich empfinde das als angenehme Abwechslung zum Lesen eines klassischen Buches, was ich aber keineswegs abstellen werde, soviel kann ich versichern. Die Möglichkeiten des elektronischen Lesens erweitern eher die Möglichkeiten, wenn man sie geschickt zu nutzen weiß. So gibt es zum Beispiel einig Verlage, die rein elektronisch veröffentlichen. Bisher habe ich nur den Verlag edel&electric ausgetestet und die Hanser Box, welche ich aber nicht als reinen elektronischen Verlag sehe, sondern als erweitertes Angebot des Hanser Verlages (aber deswegen nicht schlechter). Ebenso bin ich gerade dabei, die App „A story a day“ des Verlages Voland&Quist aus Dresden zu testen (bis jetzt, nach einem knappen Monat, bin ich sehr angetan). Zu allen diesen genannen Beispielen werde ich demnächs ein paar Worte verlieren, denn ich finde es spannend, was man im elektronischen Bereich zusätzlich alles machen kann, außer dem klassichen Verlegen von Büchen. Diese Nische muss erweitert und mit Ideen gefüttert werden. Ich bin da auch immer noch auf der Suche nach spannenden Verlagsprojekten (zum Beispiel finde ich das Romanprojekt von Tilmann Rammstedt „Morgen Mehr“ sehr spannend, bin aber zu spät eingestiegen, um das noch ernsthaft zu verfolgen). Wer kann mir denn noch ein paar Verlage nennen, die rein elektronisch publizieren beziehungsweise kann mir jemand noch etwaige Abo- Angebote nennen, die es zu testen lohnt? Ich würde mich über ein paar Anregungen freuen, bei denen ich mal stöbern kann.

Verschwindet das klassische Buch? Hat das gedruckte Exemplar ausgesorgt?

Diese Frage treibt seit dem Erscheinen des ersten Lesegerätes die Buchbranche und auch die Konsumenten, also die Leserschaft, um. Wird das klassische Buch verschwinden? Werden wir bald nur noch elektronisch Lesen? Diese Frage kann man sich ganz einfach beantworten, indem man einfach in einen Buchladen spaziert und den Blick schweifen lässt. Das gedruckte Buch wird mitnichten verschwinden und es wird sich auf lange Sicht gesehen daran nichts ändern. Eher empfinde ich es aus meiner persönlichen Sicht, dass das klassische Buch und der ebook- Markt, jedenfalls hier in Deutschland, in einer halbwegs friedlichen Koexistenz leben. Es scheint eher so, dass die klassichen Verlage sagen: „Wenn wir die Möglichkeit schonmal haben, bieten wir es halt auch noch elektronisch an.“ Es erscheint mir eher stiefmütterlich behandelt und man wird auch das Gefühl nicht los, dass man im elektronischen Sektor versucht finanziell noch ein bisschen mehr aus einem Manuskript herauszuholen. Die Preise sind, verglichen mit dem Printbuch, zwar günstiger, aber meist nur zwei bis drei Euro und mit 15 bis 20,-€ immer noch recht teuer. Sind diese Preise fair? Das kann ich nicht richtig beurteilen, bevor mir jemand die Kosten vorrechnet, die das Veröffentlichen eines ebooks verursacht. Persönlich gesehen empfinde ich es als teuer, da man diese Datei rein rechtlich gesehen nicht einmal richtig besitzt sondern nur das Recht erwirbt, diese zu nutzen. Leider wird sich hinsichtlich des Preises für die eBooks wahrscheinlich nichts ändern, da die Buchpreisbindung diese leider nach unten abbremst. Eigentlich finde ich die Regelung der Buchpreisbindung ein gutes Instrument, aber man sollte Augenmaß bewahren und Regeln für die unterschiedlichen Formen der Veröffentlichung schaffen und ich sehe ein eBook eher auf der Stufe mit dem Taschenbuch als mit dem Hardcover. Und den Preis des eBooks am Hardcover auszurichten, bei dem weitaus mehr investiert werden muss, empfinde ich als unangemessen (Diskussion eröffnet). Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Regelung der Buchpreisbindung zu eBooks, die demnächst ansteht, ausfallen wird (siehe Link). Da ich gerade dabei bin, mein Leseverhalten ein wenig umzustellen (wie oben angerissen) und eine Mischung zwischen eBook und klassischem Buch herstellen möchte, überlege ich es mir dreimal, ob ich nicht lieber doch warte, bis ein elektronisches Buch günstiger angeboten wird. Ich muss mir nicht gleich bei Erscheinen eines Buches, welches mich interessiert, dieses erwerben (ein paar Ausnahmen sind erlaub) und doch stört mich die Preispolitik beim eBook enorm. Wie ist eure Meinung dazu? Geht es euch ähnich, dass die elektronischen Bücher, besonders die Neuerscheinungen zu teuer sind? Geht ihr dann doch lieber wieder zum gedruckten Buch über? Ich bin gespannt, was sich für Diskussionen entspinnen und würde mich freuen, wenn ihr zahlreich kommentiert.

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9 Kommentare zu „[Notiz]: Neue Rubrik – Elektronisch Lesen

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  1. Lieber Marc!
    Diese Geschichte hätte auch meine sein können.
    Ich habe derzeit 4 Regale, die zweireihig bestückt sind, dazu vier Buchboards und zwei Schränke, auf welchen Bücher stehen. In jedem Raum liegt darüber hinaus ein Stapel… und ich weiß nicht mehr wohin.

    Ich liebe das gedruckte Buch, die Bücherei ist aber nur bedingt eine Alternative, weil ich gerne sage „Mein Schatzzzz“ ;-) Die kann ich doch dann nicht einfach wieder hergeben, nie und nimmer!

    Mit dem Reader wurde ich zwangsbeglückt, weil auch andere mein Platzproblem sahen, ich selber hätte mir nie so ein Teil gekauft. ABER: Ich will ihn nicht mehr missen.
    Tja, warum ist das so? Ich bin recht viel bei Ärzten, Sportveranstaltungen etc. unterwegs, nicht immer wegen mir, sondern auch ich habe Kinder. Die zocken im Wartezimmer am Handy oder traben über die Laufbahn, und ich wuchte 900Seiten aus der Tasche, ärgere mich über eine angeschlagene Ecke und mosere herum, weil nach einer Stunde zwar das Buch zu Ende, aber immer noch Wartezeit übrig ist.
    Das passiert mir mit Reader nun nicht mehr. Buch zu Ende? Welches der 20 anderen lese ich denn jetzt?
    Trotzdem möchte ich das gedruckte Buch nicht missen, denn shoppen in der Buchhandlung ist ungleich befriedigender, als der Einkauf am Rechner, wenn „das Ding“ sofort auf dem Reader verschwindet.
    Steht zwar das Gleiche drin, ist aber nicht das Selbe :-)
    In diesem Sinne schöne Grüße
    Tanja

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    1. Hallo Tanja,
      so schlimm sind die Platzprobleme bei mir zum Glück noch nicht, ansonsten wäre mir von meiner Frau längst der Kopf abgerissen worden.
      Die Vorteile des Readers möchte ich auch nicht mehr missen. Klein, handlich und immer etwas zum Lesen dabei. Seltsamerweise habe ich aber trotzdem immer noch ein klassisches Buch dabei. Das wirkt wahrscheinlich besser nach außen.

      Liebe Grüße
      Marc

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      1. Haha, ja, die Außenwirkung ^.^
        Ich lese unterwegs auch oft auf dem Handy. Anfangs habe ich mich immer gefragt „Denken die jetzt ich spiele oder surfe?“
        Mitlerweile ist es mir egal ;-)

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  2. Lieber Marc,
    ich schaue mir immer mal bei meiner Schwester den tolino an und finde sehr putzig, wenn auf seiner Titelseite steht: „tolino schläft“. Wenn ich viel reisen müsste oder viel Zeit in Hotels mit meistens völlig unzureichender Lesebeleuchtung verbringen würde (Fernsehen geht immer, mittlerweile ist auch W-Lan Standard, aber Leselampen…?) , hätte ich möglicherweise auch solch ein Gerät.
    Da ich mich aber nur dort aufhalte, wo ich beste Leselampen anbringen kann, da ich meine Zeit nicht in fremden Umgebungen verbringen und stöhnend und schwitzernd viel Gepäck durch die Gegend schleppen muss, lese ich nach wie vor Bücher auf Papier. Mir reicht irgendwann einfach das Geblitze eines Bildschirm, auch wenn, das gebe ich zu, ein gutes ebook vom Schriftbild her keinen Unterschied mehr macht zu einem Buch. Ich will aber einfach irgendwann am Tag einfach keinen Bildschirm und keine Elektronik mehr sehen.
    Trotzdem: das Buch, das physisch in meinem Regal steht – und ich miste da gnadenlos von Zeit zu Zeit aus und bringe Bücher in die netten Telefonhäuschen – das gehört mir, mit allen Rechten, die sich aus diesem Kauf ergeben. Mit dem Buch kann ich machen, was ich will. Ich kann darin herummalen, ich kann so viele Eselsohren hineinknicken wie ich will, ich kann daraus schöne Papierblumen falten, wenn ich mag, ich kann die alten Bücher wieder lesen und meine damilgen Notizen bestaunen, ich kann sie verleihen, verschenken, in Kartons verpacken und staunen, was sich dort angesammelt hat. Niemand wird sie mir aus dem Regal nehmen, weil sich Zugangsrechte, Besitz- oder Eigentumsverhältnisse geändert haben, keiner kann sie mir löschen, weil ihr Inhalt irgend jemanden unlieb ist. Und ich möchte auch nicht, dass Big Data immer weiß, wo ich was und wieviel lese…
    Ich hoffe und setze also darauf, dass es noch möglichst lange Bücher aus Papier geben wird. Mich ärgern sogar die Verlage, die nur auf die elektronische Distribution setzen, aber dann werde ich eben ihre Veröffentlichungen nicht lesen. Da bin ich einfach völlig altmodisch – und habe ein bisschen in den AGB gelesen. Vielleicht ändert sich hier aber auch rechtlich noch ganz viel.
    Ganz skeptische Grüße, Claudia

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Claudia,

      deine Bedenken zur Kontrolle und den Punkt der Gemütlichkeit mit einem richtigen Buch Teile ich und verstehe sie auch. Ich bin eigentlich auch ein Verfechter des klassischen Buches und lese, trotz des Besitzes eines Tolino, mehr auf Papier als elektronisch. Was ich aber als Vorteil empfinde ist, dass ich den EBook-Reader mit ins Wsrtezimmer beim Arzt nehmen kann oder allgemein wenn ich unterwegs bin und weiß, ich muss irgendwo warten. Auch bei der großen Reise, die dieses Jahr geplant ist, wird mir das Gerät sicher gute Dienste leisten.
      Aber ich verstehe dich und würde, wenn es so wäre wie bei dir und ich nicht darauf angewiesen bin, ähnlich denken und Handeln.
      Achja, ausmisten – gut das du mich daran erinnerst.

      Liebe Grüße
      Marc

      Gefällt 1 Person

  3. Lieber Marc,
    auch ich freunde mich gerade mit dem elektronischen Lesen an – auf einem Tablet, das ich mir aus beruflichen Gründen zugelegt habe. Vorher hatte ich einen E-Reader von Sony, aber darauf zu lesen machte schlichtweg keinen Spaß, der Bildschirm war zu dunkel, die Formatierungen vollkommen zerschossen und PDFs gar nicht erst lesbar (etwas, das immer noch gegen die meisten E-Reader spricht, selbst die neuen Modelle).

    Ich befasse mich schon seit einiger Zeit mit reinen Digitalverlagen, ihre Herangehensweise finde ich sehr spannend. Tatsächlich kaufen und lesen tue ich ihre Bücher aber erst seit ein paar Monaten – im Grunde seitdem ich selbst ein E-Book mitherausgegeben habe. Allerdings lese ich die Bücher aus den traditionellen Printverlagen weiterhin in gedruckter Form; elektronisch wird nur das gelesen, was es auch nur elektronisch gibt (»digital only«).

    Neben der Hanser Box, die du ja schon für dich entdeckt hast, sind das in allererster Linie die Bücher aus den Berliner Ein-Frau-Verlagen mikrotext und Frohmann, aber zum Beispiel auch die von CulturBooks. Gerade die ersten beiden öffnen sich für neue Textsorten, die im Gedruckten womöglich nicht funktionieren. Chatprotokolle und Statusmeldungen aus Facebook & Twitter beispielsweise, stetig aktualisierte Anthologien, schnelle, kurze Essays zu hochaktuellen Themen (siehe auch Hanser Box). Genau das macht diese Verlage so interessant für mich.

    Vielleicht hast du ja mal Lust, dir die Programme anzusehen. Und generell empfehle ich dir – falls du es nicht schon kennst -, einen Blick in die unabhängige E-Book-Boutique minimore.de zu werfen, dort gibt es auch immer wieder Empfehlungen.

    Viel Freude beim Entdecken des digitalen Buches und liebe Grüße,
    caterina

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Caterina,
      vielen Dank für die zusätzlichen Tipps. Vom mikrotext-Verlag hatte ich durch die Aktion Blogger für Flüchtlinge schon gehört, mich aber noch nicht näher damit befasst (die liebe Zeit).
      Was das Lesegerät anbelangt bin ich mit dem Tolino vollauf zufrieden, habe aber den Stresstest mit den PDF-Dateien noch nicht gemacht. Mit einem Tablet habe ich auch schon gelesen und empfand es als angenehm, aber in der Seitenwiedergabe ist ein Vergleich zwischen Tablet und eBook-Reader sowieso kaum möglich.

      Liebe Grüße
      Marc

      Gefällt mir

  4. Hallo Marc,

    eigentlich kann ich alles, was du schilderst, genauso unterschreiben. Gelegentlich lese ich auch mal ein E-Book, aber bevorzuge das gedruckte Buch. Beides hat seine Vorteile. Im Printbereich erscheinen einfach immer mehr Titel, die wirklich gut aufgemacht sind. Im E-Book-Bereich ist dafür anderes möglich, z.B. zwischen E-Book und Hörbuch zu wechseln, wie sie Amazon und Audible anbieten (bei aller berechtigten Kritik an Amazon bleibe ich meinem Kindle doch treu, da ich hier einfach ein größeres Angebot vorfinde und bspw. durch die Kooperation mit Audible ein Angebot gegeben ist, das ich so bei anderen Systemen noch nicht finden konnte). Vor allem bevorzuge ich E-Books aber im Bereich der Kurzgeschichten und Novellen oder eben wie du bei Titeln, von denen ich von Anfang an weiß, dass ich sie nicht als gedrucktes Exemplar im Schrank haben muss.

    Preislich sind mir die meisten E-Books aber auch noch zu teuer. Natürlich muss und soll man jetzt nicht alle Titel für 1 oder 2 € verschleudern, aber zum Teil werden 15 € für ein E-Book verlangt und das finde ich arg übertrieben. Klar, es entstehen auch beim E-Book Kosten für Lektorat, Übersetzung, etc., dafür entfallen aber Druck-, Liefer- und Lagerungskosten. Hinzu kommt der von dir bereits erwähnte Punkt, dass mir ein E-Book nicht gehört. Ein richtiges Buch kann ich verleihen, verschenken, vertauschen, in offenen Bücherschränken oder per Book Crossing anderen Menschen mit weniger finanziellen Mitteln zugänglich machen. Mit einem E-Book klappt das alles nicht. Und – zumindest bei Amazon – kann ein E-Book maximal auf 5 Endgeräte aufgespielt werden. Mit Kindle und Smartphone sind zwei Lizenzen weg, es bleiben drei – wird das Smartphone irgendwann einmal komplett neu aufgesetzt oder gegen ein neues Gerät getauscht, geht wieder eine Lizenz drauf. Andere haben vielleicht zusätzlich noch eine App auf dem Tablet. Und schon ist da nicht mehr viel Spielraum. Ein gedrucktes Buch dagegen kann mich mein Leben lang begleiten. Warum soll ich dann also für ein E-Book (fast) genauso viel zahlen, wenn ich bei der Nutzung so stark eingeschränkt bin?!

    Aber diese Diskussionen gibt es schon so lange und ich fürchte, allzu bald wird sich da leider wenig verändern :-/

    Liebe Grüße
    Kathrin

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Kathrin,
      ich denke, es geht vielen so, wie uns. Beide Welten zu nutzen liegt einfach auf der Hand.
      Amazon verteufele ich ja nicht von grundauf, stehe der aggressiv billigen Preispolitik aber skeptisch gegenüber. Nutzen tue ich es zwar auch (Filme/Serien über Prime), jedoch warte ich darauf, dass es irgendwann mit dem immer mehr zum selben Preis nicht mehr funktionieren kanm. Audible habe ich auch schon ausprobiert, aber die Nutzung noch nicht intensiviert. Wie funktioniert die Verbindung auf dem Kindle zum Ebook? Bekommst du einfach beides?

      Liebe Grüße
      Marc

      Gefällt mir

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