[Notiz]: Neue Rubrik – Elektronisch Lesen

9 Gedanken zu “[Notiz]: Neue Rubrik – Elektronisch Lesen”

  1. Hallo Marc,

    eigentlich kann ich alles, was du schilderst, genauso unterschreiben. Gelegentlich lese ich auch mal ein E-Book, aber bevorzuge das gedruckte Buch. Beides hat seine Vorteile. Im Printbereich erscheinen einfach immer mehr Titel, die wirklich gut aufgemacht sind. Im E-Book-Bereich ist dafür anderes möglich, z.B. zwischen E-Book und Hörbuch zu wechseln, wie sie Amazon und Audible anbieten (bei aller berechtigten Kritik an Amazon bleibe ich meinem Kindle doch treu, da ich hier einfach ein größeres Angebot vorfinde und bspw. durch die Kooperation mit Audible ein Angebot gegeben ist, das ich so bei anderen Systemen noch nicht finden konnte). Vor allem bevorzuge ich E-Books aber im Bereich der Kurzgeschichten und Novellen oder eben wie du bei Titeln, von denen ich von Anfang an weiß, dass ich sie nicht als gedrucktes Exemplar im Schrank haben muss.

    Preislich sind mir die meisten E-Books aber auch noch zu teuer. Natürlich muss und soll man jetzt nicht alle Titel für 1 oder 2 € verschleudern, aber zum Teil werden 15 € für ein E-Book verlangt und das finde ich arg übertrieben. Klar, es entstehen auch beim E-Book Kosten für Lektorat, Übersetzung, etc., dafür entfallen aber Druck-, Liefer- und Lagerungskosten. Hinzu kommt der von dir bereits erwähnte Punkt, dass mir ein E-Book nicht gehört. Ein richtiges Buch kann ich verleihen, verschenken, vertauschen, in offenen Bücherschränken oder per Book Crossing anderen Menschen mit weniger finanziellen Mitteln zugänglich machen. Mit einem E-Book klappt das alles nicht. Und – zumindest bei Amazon – kann ein E-Book maximal auf 5 Endgeräte aufgespielt werden. Mit Kindle und Smartphone sind zwei Lizenzen weg, es bleiben drei – wird das Smartphone irgendwann einmal komplett neu aufgesetzt oder gegen ein neues Gerät getauscht, geht wieder eine Lizenz drauf. Andere haben vielleicht zusätzlich noch eine App auf dem Tablet. Und schon ist da nicht mehr viel Spielraum. Ein gedrucktes Buch dagegen kann mich mein Leben lang begleiten. Warum soll ich dann also für ein E-Book (fast) genauso viel zahlen, wenn ich bei der Nutzung so stark eingeschränkt bin?!

    Aber diese Diskussionen gibt es schon so lange und ich fürchte, allzu bald wird sich da leider wenig verändern :-/

    Liebe Grüße
    Kathrin

    1. Hallo Kathrin,
      ich denke, es geht vielen so, wie uns. Beide Welten zu nutzen liegt einfach auf der Hand.
      Amazon verteufele ich ja nicht von grundauf, stehe der aggressiv billigen Preispolitik aber skeptisch gegenüber. Nutzen tue ich es zwar auch (Filme/Serien über Prime), jedoch warte ich darauf, dass es irgendwann mit dem immer mehr zum selben Preis nicht mehr funktionieren kanm. Audible habe ich auch schon ausprobiert, aber die Nutzung noch nicht intensiviert. Wie funktioniert die Verbindung auf dem Kindle zum Ebook? Bekommst du einfach beides?

      Liebe Grüße
      Marc

  2. Lieber Marc,
    auch ich freunde mich gerade mit dem elektronischen Lesen an – auf einem Tablet, das ich mir aus beruflichen Gründen zugelegt habe. Vorher hatte ich einen E-Reader von Sony, aber darauf zu lesen machte schlichtweg keinen Spaß, der Bildschirm war zu dunkel, die Formatierungen vollkommen zerschossen und PDFs gar nicht erst lesbar (etwas, das immer noch gegen die meisten E-Reader spricht, selbst die neuen Modelle).

    Ich befasse mich schon seit einiger Zeit mit reinen Digitalverlagen, ihre Herangehensweise finde ich sehr spannend. Tatsächlich kaufen und lesen tue ich ihre Bücher aber erst seit ein paar Monaten – im Grunde seitdem ich selbst ein E-Book mitherausgegeben habe. Allerdings lese ich die Bücher aus den traditionellen Printverlagen weiterhin in gedruckter Form; elektronisch wird nur das gelesen, was es auch nur elektronisch gibt (»digital only«).

    Neben der Hanser Box, die du ja schon für dich entdeckt hast, sind das in allererster Linie die Bücher aus den Berliner Ein-Frau-Verlagen mikrotext und Frohmann, aber zum Beispiel auch die von CulturBooks. Gerade die ersten beiden öffnen sich für neue Textsorten, die im Gedruckten womöglich nicht funktionieren. Chatprotokolle und Statusmeldungen aus Facebook & Twitter beispielsweise, stetig aktualisierte Anthologien, schnelle, kurze Essays zu hochaktuellen Themen (siehe auch Hanser Box). Genau das macht diese Verlage so interessant für mich.

    Vielleicht hast du ja mal Lust, dir die Programme anzusehen. Und generell empfehle ich dir – falls du es nicht schon kennst -, einen Blick in die unabhängige E-Book-Boutique minimore.de zu werfen, dort gibt es auch immer wieder Empfehlungen.

    Viel Freude beim Entdecken des digitalen Buches und liebe Grüße,
    caterina

    1. Hallo Caterina,
      vielen Dank für die zusätzlichen Tipps. Vom mikrotext-Verlag hatte ich durch die Aktion Blogger für Flüchtlinge schon gehört, mich aber noch nicht näher damit befasst (die liebe Zeit).
      Was das Lesegerät anbelangt bin ich mit dem Tolino vollauf zufrieden, habe aber den Stresstest mit den PDF-Dateien noch nicht gemacht. Mit einem Tablet habe ich auch schon gelesen und empfand es als angenehm, aber in der Seitenwiedergabe ist ein Vergleich zwischen Tablet und eBook-Reader sowieso kaum möglich.

      Liebe Grüße
      Marc

  3. Lieber Marc,
    ich schaue mir immer mal bei meiner Schwester den tolino an und finde sehr putzig, wenn auf seiner Titelseite steht: „tolino schläft“. Wenn ich viel reisen müsste oder viel Zeit in Hotels mit meistens völlig unzureichender Lesebeleuchtung verbringen würde (Fernsehen geht immer, mittlerweile ist auch W-Lan Standard, aber Leselampen…?) , hätte ich möglicherweise auch solch ein Gerät.
    Da ich mich aber nur dort aufhalte, wo ich beste Leselampen anbringen kann, da ich meine Zeit nicht in fremden Umgebungen verbringen und stöhnend und schwitzernd viel Gepäck durch die Gegend schleppen muss, lese ich nach wie vor Bücher auf Papier. Mir reicht irgendwann einfach das Geblitze eines Bildschirm, auch wenn, das gebe ich zu, ein gutes ebook vom Schriftbild her keinen Unterschied mehr macht zu einem Buch. Ich will aber einfach irgendwann am Tag einfach keinen Bildschirm und keine Elektronik mehr sehen.
    Trotzdem: das Buch, das physisch in meinem Regal steht – und ich miste da gnadenlos von Zeit zu Zeit aus und bringe Bücher in die netten Telefonhäuschen – das gehört mir, mit allen Rechten, die sich aus diesem Kauf ergeben. Mit dem Buch kann ich machen, was ich will. Ich kann darin herummalen, ich kann so viele Eselsohren hineinknicken wie ich will, ich kann daraus schöne Papierblumen falten, wenn ich mag, ich kann die alten Bücher wieder lesen und meine damilgen Notizen bestaunen, ich kann sie verleihen, verschenken, in Kartons verpacken und staunen, was sich dort angesammelt hat. Niemand wird sie mir aus dem Regal nehmen, weil sich Zugangsrechte, Besitz- oder Eigentumsverhältnisse geändert haben, keiner kann sie mir löschen, weil ihr Inhalt irgend jemanden unlieb ist. Und ich möchte auch nicht, dass Big Data immer weiß, wo ich was und wieviel lese…
    Ich hoffe und setze also darauf, dass es noch möglichst lange Bücher aus Papier geben wird. Mich ärgern sogar die Verlage, die nur auf die elektronische Distribution setzen, aber dann werde ich eben ihre Veröffentlichungen nicht lesen. Da bin ich einfach völlig altmodisch – und habe ein bisschen in den AGB gelesen. Vielleicht ändert sich hier aber auch rechtlich noch ganz viel.
    Ganz skeptische Grüße, Claudia

    1. Hallo Claudia,

      deine Bedenken zur Kontrolle und den Punkt der Gemütlichkeit mit einem richtigen Buch Teile ich und verstehe sie auch. Ich bin eigentlich auch ein Verfechter des klassischen Buches und lese, trotz des Besitzes eines Tolino, mehr auf Papier als elektronisch. Was ich aber als Vorteil empfinde ist, dass ich den EBook-Reader mit ins Wsrtezimmer beim Arzt nehmen kann oder allgemein wenn ich unterwegs bin und weiß, ich muss irgendwo warten. Auch bei der großen Reise, die dieses Jahr geplant ist, wird mir das Gerät sicher gute Dienste leisten.
      Aber ich verstehe dich und würde, wenn es so wäre wie bei dir und ich nicht darauf angewiesen bin, ähnlich denken und Handeln.
      Achja, ausmisten – gut das du mich daran erinnerst.

      Liebe Grüße
      Marc

  4. Lieber Marc!
    Diese Geschichte hätte auch meine sein können.
    Ich habe derzeit 4 Regale, die zweireihig bestückt sind, dazu vier Buchboards und zwei Schränke, auf welchen Bücher stehen. In jedem Raum liegt darüber hinaus ein Stapel… und ich weiß nicht mehr wohin.

    Ich liebe das gedruckte Buch, die Bücherei ist aber nur bedingt eine Alternative, weil ich gerne sage „Mein Schatzzzz“ 😉 Die kann ich doch dann nicht einfach wieder hergeben, nie und nimmer!

    Mit dem Reader wurde ich zwangsbeglückt, weil auch andere mein Platzproblem sahen, ich selber hätte mir nie so ein Teil gekauft. ABER: Ich will ihn nicht mehr missen.
    Tja, warum ist das so? Ich bin recht viel bei Ärzten, Sportveranstaltungen etc. unterwegs, nicht immer wegen mir, sondern auch ich habe Kinder. Die zocken im Wartezimmer am Handy oder traben über die Laufbahn, und ich wuchte 900Seiten aus der Tasche, ärgere mich über eine angeschlagene Ecke und mosere herum, weil nach einer Stunde zwar das Buch zu Ende, aber immer noch Wartezeit übrig ist.
    Das passiert mir mit Reader nun nicht mehr. Buch zu Ende? Welches der 20 anderen lese ich denn jetzt?
    Trotzdem möchte ich das gedruckte Buch nicht missen, denn shoppen in der Buchhandlung ist ungleich befriedigender, als der Einkauf am Rechner, wenn „das Ding“ sofort auf dem Reader verschwindet.
    Steht zwar das Gleiche drin, ist aber nicht das Selbe 🙂
    In diesem Sinne schöne Grüße
    Tanja

    1. Hallo Tanja,
      so schlimm sind die Platzprobleme bei mir zum Glück noch nicht, ansonsten wäre mir von meiner Frau längst der Kopf abgerissen worden.
      Die Vorteile des Readers möchte ich auch nicht mehr missen. Klein, handlich und immer etwas zum Lesen dabei. Seltsamerweise habe ich aber trotzdem immer noch ein klassisches Buch dabei. Das wirkt wahrscheinlich besser nach außen.

      Liebe Grüße
      Marc

      1. Haha, ja, die Außenwirkung ^.^
        Ich lese unterwegs auch oft auf dem Handy. Anfangs habe ich mich immer gefragt „Denken die jetzt ich spiele oder surfe?“
        Mitlerweile ist es mir egal 😉

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