[Sonntagsleserei]: Februar 2016 oder wie läuft das mit dem Bloggen?

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Diskussionswürdiger Februar

Der Februar war aus Sicht der Literaturblogger und Bücherliebhaber wieder sehr interessant. Darauf möchte ich aber diesmal gar nicht eingehen. Aus eher privaten Gründen bin ich diesmal nicht dazu gekommen, die diversen Buchbesprechungen, Diskussionen und Meinungsbildungen zu sichten und einzuordnen. Ich bin vielmals eher über die Texte geflogen, mal hier einen Schnipsel aufgenommen und mal da ein Informationshäppchen aufgesaugt. Doch in der Summe blieb im Februar die Linksammlung eher auf der Strecke. Deshalb möchte ich an dieser Stelle an die anderen Monatsrückblicker verweisen, die die aufregenden Themen des zurückliegenden Monats sehr gut zusammengefasst haben.
Da wären einmal Caterina von Schöne Seiten, die in ihrer Netzrundschau einen sehr schönen Überblick über den Februar liefert, der an seiner Gesamtheit fast nichts zu wünschen übrig lässt. Auch Anna von Buchpost (Blogbummel) und Norman von Notizhefte (Netzalmanach) richten ihren Blick auf einen Monat, der wieder umfangreiche Beiträge und Diskussionen beinhaltet hat. Kathrin von Phantasienreisen möchte ich mit ihrem Sonntagsleserbeitrag ebenfalls nicht unerwähnt lassen und an dieser Stelle schonmal Danke sagen für die liebe Erwähnung.

Wie läuft das mit dem Bücherbloggen?

Diese Frage stellte der umtriebige Tobi von Lesestunden in seinem gleichlautenden Beitrag. Seinem Aufruf, die Fragen, die er in diesem Beitrag stellt, möchte ich als Hobbyliteraturblogger gerne nachkommen und meinen Sonntagsleserbeitrag für den Februar genau diesem Thema widmen. Was macht das Bloggen aus? Was bedeutet es für mich? Spannende Fragen, denen man sich ab und zu stellen sollte.

Wie entscheidest du, ob du über ein Buch bloggst oder nicht?

Seit ich den Blog führe entscheide ich meistens gar nicht mehr darüber, ob ich über ein Buch blogge oder nicht. Da es für mich ein Hobby ist und es Spaß macht, sich durch den Blog nochmals mit dem Buch zu beschäftigen, stelle ich mir die Frage ganz selten, ob ich über ein gelesenes Buch auch blogge.

Woher nimmst du deine Inspiration für neue Beiträge?

Bei Rezensionen versuche ich meine eigene Inspiration zu sein und versuche den Beitrag so zu halten, dass ich meinen eigenen Stil einbringe.Es bleibt dabei natürlich nicht aus, dass man sich mit seiner Schreibe bei anderen Bloggern orientiert.
Für Beiträge die das Thema Buch im Allgemeinen betreffen bin ich relativ inspirationslos. Ich habe versucht, in den letzten Wochen ein paar Beiträge einzuflechten (elektronisch Lesen und Lesetagebuch), die keine Rezensionen sind und dabei meine Sicht der Dinge, diese Themen betreffend einzubringen. Diese zwei Punkte versuche ich in den nächsten Wochen und Monaten weiter zu verfolgen.

Was willst du mit deinem Blog erreichen?

Leute außerhalb der Literaturbloggerei zu erreichen, um meine Begeisterung auf andere Leute zu übertragen. Mit der Zeit werden es immer mehr, die außerhalb der Literaturbloggerei auf meine Beiträge aufmerksam werden und ich hoffe, dass ich dem einen oder der anderen ein Buch schmackhaft machen konnte und es weiterhin tun werde.
Wenn man es auf Zahlen übertragen möchte kann man auch sagen, dass ich soviele wie mir persönlich möglich mit meinem Blog erreichen möchte, aber nicht um jeden Preis.

Wie viel Zeit nimmst du dir für das Verfassen eines neuen Beitrags?

Unterschiedlich. Wenn mir das Buch richtig gut gefallen hat, dann sind es mehrere Stunden, die ich in einen Beitrag stecke (Schreiben, Berichtigen, Umformulieren, Gestaltung, Bild des Buches) und lasse ihn auch ein paar Tage ruhen. Allgemein bin ich aber eher spontan. Buch ausgelesen, Besprechung schreiben, drüber schauen wegen Rechtschreibung und Grammatik, Foto machen und dann den Beitrag hochladen.

Wie oft erscheint in deinem Blog ein Beitrag?

Ich versuche, jede Woche einen Beitrag zu veröffentlichen. Im Schnitt sollte das auch passen.

Bloggst du regelmäßig und hast feste Tage bzw. Abstände in denen Beiträge erscheinen?

Regelmäßig ja, aber ich halte mich nicht an feste Zeiten, was dann doch zu sehr in Stress ausarten würde.

Hast du einen festen Tag, an dem du Blogbeiträge schreibst und dich um deinen Blog kümmerst?

Ja, meistens am Sonntag.

Hast du mehrere Beiträge fertig verfasst als Entwurf, oder veröffentlichst du jeden Beitrag sofort?

Ich schreibe meine Beiträge meist nachdem ich ein Buch beendet habe. Also fast nie existieren zwei Entwürfe gleichzeitig. Sofort veröffentliche derzeit fast nicht mehr, um nach ein bis zwei Tagen den Beitrag noch einmal quer zu lesen. Meist fallen einem noch ein paar Fehler auf, die man dann noch berichtigen kann.

Hast du Hilfsmittel, wie einen Planer, eine App oder irgendein Gadget?

Nein. Alles im Kopf.

Schreibst du deine Beiträge direkt in WordPress bzw. der Blogsoftware, oder zuerst auf Papier oder in anderer Software?

Ich schreibe mit OpenOffice, da ich das Handling bei WordPress manchmal schrecklich unübersichtlich finde, vor allem, wenn die Beiträg länger werden. In Open Office schreibe ich vor, kopiere den Text in WordPress ein und bearbeite den Text in seinem Aussehen nach meinen Vorgaben via html.

Schreibt du die Beiträge auf einmal, oder in mehreren Schritten?

In mehreren Etappen. Gerade um Fehler auszumerzen ist das Grundvoraussetzung. Zu Beginn meiner Bloggertätigkeit habe ich das nicht gemacht und merke jetzt, dass es da an der Qualität manchmal mangelt. Aber ich stehe dazu und lasse die Beiträge so, wie sie sind. Man soll ja auch den Qualitätszuwachs sehen können (ich hoffe, es existiert einer).

Hast du schon einmal einen Beitrag komplett verworfen, weil du mit der Qualität nicht zufrieden warst?

Ja, mehrmals.

Wo schreibst du deine Beiträge (z.B. immer auf dem iPad Pro in der Badewanne)? Gibt es ein Bild von deinem „Blogarbeitsplatz“?

„DEN“ Arbeitsplatz gibt es nicht. Meist aber am Esstisch (Foto reiche ich nach).

Bloggst du alleine oder mit anderen zusammen?

Derzeit noch alleine, aber wenn alles klappt bin ich bald in einem Bloggerprojekt involviert. Dazu aber mehr, wenn es spruchreif wird.

Machst du für deine Beiträge eigene Fotos? Wenn ja, welche Rolle spielen sie für dich und wie bereitest du sie auf? Wie viel Zeit investierst du für deine Fotos?

Ja, ich mache eigene Fotos und ich achte schon darauf, dass man darauf das Buch gut präsentiert. Ich bearbeite es meist noch mit dem Smartphone, da es praktisch ist und schnell geht. Mehr als 10 Minuten investiere ich insgesamt aber auch nicht. Meistens fotografiere ich nur das Cover, manchmal versuche ich auch mit Unschärfe im Hintergrund zu spielen, was ich im Sommer versuchen werde, zu intensivieren.

Besprichst du auch Rezensionsexemplare und wie gehst du damit um?

In letzter Zeit nicht mehr, da zu zeitaufwändig. Wenn ich mal eines bespreche, dann versuche ich das Buch so schnell wie möglich zu lesen und ebenso die Besprechung einzupflegen. Da es aber sehr zeitintensiv war, werde ich von Rezensionsexemplaren in nächster Zeit absehen.

Wie wichtig sind für dich Social Media Kanäle und wie viel Zeit und Aufwand verbringst du, sie zu pflegen?

Weniger wichtig. Ich pflege meine Links zwar bei facebook in diversen Gruppen und in meinen persönlichen Kanälen ein, aber mehr als 10min Zeit verwende ich darauf nicht.

Wie viel Zeit investierst du in technische Anpassungen und Pflege deines Blogs?

Viel zu wenig, aber neben Arbeit und Familie ist der Blog ein Hobby, welches ich manchmal etwas stiefmüttlerlich behandele. Ab und zu kümmere ich mich aber um das Aussehen des Blogs und miste auch ein wenig aus. Nennen wir es mal Quartalsputz.

Was recherchierst du, bevor du ein Buch rezensierst?

Meistens recherchiere ich nach weiteren Rezensionen zu diesem Buch. Autoreninfos und weitere Bücher zu diesem Thema suche ich zum Zeitpunkt des Verfassens eines Beitrages nicht heraus, um meinen Blick auf das Buch an sich nicht zu verstellen.

Machst du auch einmal eine längere Pause vom Bloggen?

Ein paar Mal hatte ich daran gedacht, aber nicht umgesetzt. Letztes Jahr hatte ich wieder so eine Phase, als es mit dem Lesen nicht so recht geklappt hat und andere geschrieben haben wie am Fließband während bei mir Ebbe war. Von solchen Ansprüchen an mich selbst habe ich mich gelöst und sage mir, dass es kein Beinbruch ist, wenn ich mal zwei oder mehr Wochen für ein Buch brauche oder ich in so einer Zeitspanne mal nichts in den Blog schreibe. Das macht das Leben um einiges entspannter.

Beeinflussen dich andere Blogger oder Verlage über Themen oder Bücher zu schreiben? Wie groß ist dieser Einfluss?

Das schwankt immer mal wieder. Meist gibt es eine Beeinflussung dieses oder jenes Thema anzukratzen. Dabei sage ich mir aber immer wieder, warum ich einen alten Hut nochmal aufwärmen müsste (siehe den Punkt Inspiration). Für eigene Ideen, etwas anzustoßen fehlen mir schlicht die Zeit und auch die Ideen.
Was konkrete Bücher angeht, hole ich mir die Tipps fast ausschließlich über Blogs.

Wie entscheidend ist für die die Aktualität eines Buches? Schreibst du lieber über aktuelle Bücher oder ist der Erscheinungszeitpunkt egal?

Das ist ein Punkt, der mich in den letzten zwei Jahren umgetrieben hat. Mit Neuerscheinungen kann man zwar Aufmerksamkeit generieren, bringt sich jedoch damit in ein Rennen ein, welches man nicht gewinnen kann. Das Rad der Neurscheinungen dreht sich immer schneller und auf diesen Zug wollte ich nicht mehr aufspringen. Ich sage mir seit diesem Jahr, dass es auch mal eine Neuerscheinung sein kann, aber es ist kein Muss mehr. Da bei mir auf dem Lesestapel noch Bücher warten, die ich mir 2013 gekauft habe, wird es höchste Zeit, diese mal anzugehen, da ich immer noch heiß darauf bin, diese zu lesen.
Ich streube mich nicht gegen Neuerscheinungen, aber es muss nicht in Massen sein.

Vielen Dank an Tobi für die interessanten Fragen und euch allen einen schönen Sonntag.

3 Kommentare zu „[Sonntagsleserei]: Februar 2016 oder wie läuft das mit dem Bloggen?

Gib deinen ab

  1. Danke für die Verlinkung! Bei Norman und Caterina schaue ich auch gleich vorbei.

    Schade, dass es heute keine Empfehlungen deinerseits gibt,aber ich verstehe dich! Für mich war der Februar auch sehr turbulent, weshalb ich noch 3 Entwürfe für Artikel habe, die eigentlich schon Mitte Februar veröffentlicht werden sollten. Das Lesen anderer Blogs klappte aber zum Glück noch (da gab es allerdings auch schon andere Phasen). Dir drücke ich die Daumen, dass du bald wieder mehr Luft zum Lesen und Bloggen hast und ich bin sehr gespannt, an was für einer Art Blogprojekt du dich demnächst wohl beteiligen wirst!

    Liken

    1. Hallo Kathrin,
      die Ablenkungen sind nicht so schlimm und was das Wenige Lesen angeht habe ich mich mittlerweile entspannt und genieße jede Zeile, die ich lesen kann :-)
      Im März wird der Sonntagsleser wieder so wie gewohnt

      Liebe Grüße
      Marc

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