[Sonntagsleserei]: März 2016

3 Gedanken zu “[Sonntagsleserei]: März 2016”

  1. Danke für die Links, von denen mir einige noch unbekannt waren!

    Was diese ganze Professionalisierungsdebatte angeht, seh ich es wie du und Tobi. Wir alle haben mit dem Bloggen als Hobby begonnen. Das jetzt plötzlich entgeltlich zu machen, widersetzt sich dem doch. Bzw. verstehe ich nicht, warum die Monetarisierung von manchen so zwanghaft angestrebt wird. Natürlich wäre es ein schöner Nebeneffekt, ein paar Euros einzufahren, aber zu welchem Preis? Für mich bedeutet Monetarisierung vor allem mehr Stress: Finanzamt-Bürokratie; Druck, den sich der Blogger selbst macht, den er aber über kurz oder lang auch durch Verlage oder im Vergleich mit anderen Bloggern erfahren würde… Wer damit kein Problem hat, kann natürlich gerne ökonomische Erfolge anstreben. Ich persönlich habe – wie du – aber nicht die Zeit und Lust, um mich so unter Druck zu setzen. Ich will bloggen, wann und worüber ich möchte und nicht jedem Hype nachjagen – das habe ich in meinen ersten Bloggerjahren probiert und war irgendwann genervt, weil sich auf allen Blogs die gleichen Bücher und Themen fanden (und fehlende individuelle Inhalte sind für mich das Gegenteil von Professionalität).
    Abgesehen davon: Wenn jetzt jeder mit seinem Hobby Geld verdienen würde, würde wohl niemand mehr einem Beruf nachgehen und Freizeit im eigentlichen Sinne würde ad absurdum geführt.

    Doch genug davon… Ich mehr ich darüber nachdenke, lese und schreibe, desto mehr fällt mir ein, das mich an dieser Debatte stört. Ich bin froh, dass es doch mehr als genug Blogger gibt, die völlig autark bleiben wollen und sich bewusst sind, dass Monetarisierung auch Stress bedeutet, sofern man nicht full-time für den Blog arbeiten kann.

  2. Hallo Marc,
    ich konnte dieser Debatte „Raus aus der Flauschzone“ auch nichts abgewinnen. Natürlich wäre es schick, wenn man mit seinem Hobby noch richtig gut Geld verdienen würde – auch einen Mäzen würde ich nicht vor der Haustür stehen lassen 🙂 -, aber das ist doch dermaßen unrealistisch. Da wäre zunächst der Zeitdruck, der Konkurrenzdruck, warum sollte ich mir das antun? (Mal abgesehen davon, dass ich diese Zeit auch gar nicht habe.) Natürlich freue ich mich über jeden Kommentar, jedes Like und jeden neuen Follower, aber – und manchmal muss ich mir das auch wieder kräftig vor Augen führen: Mein Blog begann als Lesetagebuch und das ist er – trotz aller Erweiterungen – auch immer noch. Und was in dieser sonnigen Debatte gern vergessen wird: Wer sollte denn die Blogger bezahlen, die jetzt alle raus aus der bösen Flauschzone wollen? Die Leser? Nee, die können sich doch in Prospekten, Vorschauen und kostenlosen Blogs etc. Ideen holen.
    Die Verlage? Na, dann wäre man als Blogger doch ziemlich gebunden, oder?
    Ich jedenfalls würde auch kein Geld für einen Literaturblog bezahlen. Wozu auch?
    Dir und deiner Familie einen ganz entspannten Sonntag. LG, Anna

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