[Sonntagsleserei]: April 2016 oder Gedanken zum Lesefreude schenken

8 Gedanken zu “[Sonntagsleserei]: April 2016 oder Gedanken zum Lesefreude schenken”

  1. Welch wunderbare Aktion! Sie erinnert mich an den Protagonisten aus „Die Sehnsucht des Vorlesers“. Ich ziehe meinen Hut vor dir, dass du das so tapfer entgegen erster doofer Blicke, Lacher und Sprüche durchgezogen hast! Mir würde dazu wirklich der Mumm fehlen. Begrüßen würde ich solche Vorleser in den öffentlichen Verkehrsmitteln aber sehr – vor allem, da man hier unterschiedliche Bevölkerungsgruppen erreicht.

    Im Job haben wir auch Aktionen zur Leseförderung, wie Lesungen an Schulen, Bilderbuchkinoveranstaltungen für Kitas und einen Lesewettbewerb. Bei letzterem erreicht man zwar nur die Kinder, die eh schon viel lesen, doch hat sich der Wettbewerb über das letzte Jahrzehnt hinweg so in Schulen etabliert, dass die Schulen intensiv ihre Klassej darauf vorbereiten und Lesen einen höheren Stellenwert bekommen hat. Die Lehrkräfte erzählen uns von den positiven Langzeiteffekten was die Lesekompetenz und Lesefreude an ihren Schulen betrifft und auch die langjährigen Jurymitglieder sehen eine Verbesserung in der Lesekompetenz der Kinder.

    Vor dem Hintergrund kann ich auch gut deine Freude nachvollziehen, wenn du siehst, wie deine Kinder Bücher für sich entdecken. Mein Herz macht auch immer einen Freudensprung, wenn ich an einer Schule bin und in 10 Minuten mehrere Kinder zur Schulbücherei wollen, obwohl diese an dem Tag geschlossen ist. Oder wenn wir eine Autorenlesung an einer Schule veranstalten und eines der anwesenden Kinder ein halbes Jahr später beim Lesewettbewerb teilnimmt und aus dem Buch liest, zu dem es die Lesung erlebt hat. Es ist erfüllend, zu sehen, dass Projekte und Aktionen auch wirklich Früchte tragen. Und an deinem Beispiel sieht man, wie leicht sich Menschen zum Buch führen lassen, selbst wenn sie sonst weniger mit Literatur anfangen konnten. Ich wünsche dir weiterhin so begeisterte Zuhörer!

    1. Hallo Kathrin,

      ich sollte vielleicht anmerken, dass die Geschichte fiktiv ist 😉 So mutig bin ich dann doch nicht 😀 Lust hätte ich auf solch eine Aktion schon, aber nicht gerade in den öffentlichen. Inspiriert hat mich aber das Vorlesen bei den eigenen Kids.

      Allgemein finde ich solche Vorleseaktionen sehr schön und nachahmenswert.

      Dir noch einen schönen Sonntag.

      1. Ach, also bist du doch nicht so abgebrüht 😉 Aber die Geschichte liest sich wirklich so authentisch, dass sie wahr sein könnte. Ich habe sie gern gelesen und sie hat mein Leserherz erfreut. Das ist doch was 🙂

      2. Die Authentizität kommt wohl durch mein jahrelanges Pendeln mit den öffentlichen zur Uni und in den Anfangsjahren zur Arbeit, da ist es manchmal haarsträubend, was man hört, sieht und erlebt. Freut mich, dass du es so empfunden hast.

        Liebe Grüße
        Marc

  2. Hallo Marc,
    ein wirklich schöner Beitrag, kompliment! Und auch ich dachte, dass Du tatsächlich in der Bahn vorliest, hatte schon meinem imaginären Hut vor Dir gezogen, denn ich würde mich das definitiv nicht trauen. Mir ging in der Uni schon der Stift, wenn ich vor 30 Leuten ein Referat halten sollte. Zumal ich mich frage, wie die Leute denn wirklich reagieren würden, wenn man ihnen in der Bahn vorliest.

    Wünsche Dir noch einen schönen Sonntag.

    Liebe Grüße
    Julia

    1. Schön zu lesen, dass du mir das auch zugetraut hättest. In der Uni hatte ich mal eine zeitlang Seminare gehalten, teilweise sogar vor über 50 Leuten, aber da kamen alle wegen einem Thema und man lernte sich über die Zeit besser kennen, wobei ich anmerken muss, dass ich beim ersten Mal auch Muffensausen hatte.

      Liebe Grüße
      Marc

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