[Elektronisch Lesen]: Blogparade Mein erstes Ebook oder Wie man dem Bücherchaos Herr wird

image

Blogparade: Mein erstes eBook


Auf der Seite zum E-Book Festival wurde eine Blogparade ausgeschrieben, bei der man über sein erstes elektronisches Leseerlebnis berichten kann, wie man überhaupt zum elektronischen Lesen gekommen ist und was es am Leseverhalten geändert hat. Da mich das elektronische Lesen mittlerweile auch mehr als nur fasziniert, möchte auch ich über mein erstes eBook-Leseerlebnis schreiben und dazu noch einen kleinen Einblick geben, wie es überhaupt dazu kam.

Ausflug in die Vergangenheit


Mein erstes elektronisches Leseerlebnis hat mit Literatur erst einmal nichts am Hut. Zu damaligen Uni- Zeiten Mitte der 2000er Jahre machten gescannte Fachbücher die Runde (Anmerkung: Fachrichtung Maschinenbau). Besonders die alten Bücher, die es zwar in der Uni- Bibliothek gab, diese jedoch in rarer Stückzahl vorhanden, immer ausgeliehen waren. Also griff man zu der Methode, dass einer, der sich dieser 20 Exemplare ergattern konnte, in den Copy- Shop seines Vertrauens ging und dieses oder jenes Buch einscannte (was waren das noch für Zeiten). Dieses in mühevoller Arbeit erstellte pdf wurde dann in der jeweiligen Lerngruppe verteilt.
Das Lesen dieser Dateien war in der genannten Zeit etwas sehr umständliches. Smartphones und Tablets waren Dinge, von denen man noch nicht einmal träumte, geschweige denn eBook- Reader. Das Motorolla Razr war das Schärfste, was es damals als Handy gab (wie cool war man doch, als man sich mit diesem Klapphandy von den Schiebehandytypen abgrenzen konnte – unglaublich, dass das gerade mal 10 Jahre her ist). Also musste man die Datei am PC lesen und, wenn man Glück hatte, an einem Flachbildschirm. Das war anstrengend und legte nicht gerade positive Emotionen im Gehirn an. So wurden das elektronische Lesen und ich nicht die besten Freunde.

Über Stephen King zum Nachdenken angeregt oder Warum der Platzmangel ein schlagendes Argument für elektronisches Lesen ist


Zeitsprung ins Jetzt. Klapp- und Schiebehandys sind längst Vergangenheit. Smartphones, Tablets und eBook- Reader an der Tagesordnung. An Ersteres tastete ich mich irgendwann heran und auch ein Tablet fand nach langen Überlegungen Einzug in den Haushalt. Doch ein eBook- Reader beziehungsweise Bücher auf elektronischem Weg lesen? Aus den vorher beschriebenen Erfahrungen gab es keinen Weg, der mich dahin führen sollte. Doch meistens braucht es nur einen kleinen Anlass, um seine bisherigen Gewohnheiten zu überdenken. So kam es, dass ich eine Kurzgeschichte von Stephen King mit dem Titel „Böser kleiner Junge“ nur elektronisch veröffentlicht wurde. Da ich ein Fan seiner Bücher bin und auch diese Geschichte unbedingt lesen wollte, gab es kein Weg daran vorbei, das eBook zu kaufen und auf dem Smartphone beziehungsweise Tablet zu lesen. Es ist zwar ein anderes Lesen als auf dem eBook- Reader (dazu komme ich gleich noch), aber immerhin weniger anstrengend als zu damaligen Uni-Zeiten. Von nun an war ich Fan des elektronischen Lesens und ein kleiner Umdenkprozess kam in Gang. Das heißt jetzt nicht, dass ich den Büchern aus Papier den Rücken zukehre und nur noch elektronisch lese, aber gerade in einer normal ausgestatteten Wohnung, in der auch noch zwei Kinder umhertollen, ist Platz das Gut, welches am wenigsten vorhanden ist. Oftmals ist es doch so, und viele bibliophile Leser werden das sicher bestätigen, dass die meisten Werke einmal gelesen werden und wieder in den Untiefen des Regals verschwinden. Ich gehe sogar soweit, dass es gerade mal 1-5% des Gelesenem schafft, sich dauerhaft im Gedächtnis zu verankern. Nimmt man dann noch dieses Phänomen dazu, dass man sich als bücherliebender Mensch diverse Geschichten auf Vorrat holt, wird das Problem offensichtlich – kein Platz. In diese Kerbe schlägt bei mir das elektronische Lesen und dessen Vorteile. Ich muss von nun an nicht mehr jedes Buch in gedruckter Form besitzen, da ich die meisten nur einmal lese und nie wieder anschaue. Es kommen nur noch die ganz besonderen Bücher in Papierform in mein Regal und dürfen bei Gefallen zum wiederholten Blättern und darin schmökern dort verweilen. Sicher gibt es auch andere gute Gründe, das elektronische Lesen für sich zu gewinnen, aber der angesprochene Punkt des Platzmangels war für mich der ausschlaggebende.

Was für ein Gerät darf es denn nun sein?


Im ersten Abschnitt erwähnte ich die damals aufkommenden Flachbildschirme, die das Lesen am PC erheblich erleichterten. Es war zwar immer noch anstrengend, aber für eine Recherche in einem Fachbuch war es allemal besser als diese Röhrenkisten oder Mäusekinos. Mittlerweile gibt es wieder Mäusekinos, mit dem Unterschied, dass wir sie nun mit uns herumtragen und darauf herum wischen. Auch empfinde ich das Leseverhalten auf einem Smartphone gegenüber einer 14 Zoll- Röhre als weitaus angenehmer. Darauf habe ich in der neuesten Zeit meine ersten Erfahrungen mit einem digitalen Lesegerät sammeln dürfen. Doch das Gelbe vom Ei war auch das nicht. Also stieg ich zum Buchlesen auf ein Tablet um, lud mir ein Programm zum Lesen von eBooks herunter und war relativ zufrieden. Das einzige Manko war, dass einem das Lesen vorkam, als würde man immer noch am Computer sitzen und länger als eine halbe Stunde war auch hier nicht drin. Glücklicherweise lag 2015 ein Tolino unter demWeihnachtsbaum, den ich seitdem nicht mehr missen möchte. Mit aktiver Beleuchtung ausgestattet, kann ich dieses Teil tagsüber und auch abends vor dem Schlafen gehen benutzen. Und was soll ich sagen: Es fühlt sich großartig an, darauf zu lesen. Kein Gefühl mehr als würde ich am PC oder Notebook sitzen, sondern echtes Lesegefühl ohne Reue. Seit einem halben Jahr mein treuer Begleiter und, um auf den Ursprungsgedanken dieser Blogparade zurück zu kommen, inklusive dem eBook von Stephen King.

Werbeanzeigen

Ein Kommentar zu „[Elektronisch Lesen]: Blogparade Mein erstes Ebook oder Wie man dem Bücherchaos Herr wird

Gib deinen ab

  1. Ich bin Büchernarr und Printbuchfan, möchte aber trotzdem auf meinen eBook-Reader nicht mehr verzichten. War erst kürzlich mit dem Auto in der Werkstatt, wo ich länger warten musste als erhofft und war froh, dass ich den Reader in der Jacke stecken hatte.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen - Mit dem Absenden des Kommentars geben Sie gleichzeitig ihr Einverständnis zur Datenschutzerklärung auf dieser Seite

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑

Gassenhauer

Literaturblog

Bookster HRO

unabhängig | subjektiv | ehrlich

glasperlenspiel13

bücher / libros / livres

The Blog Cinematic

Film als emotionalisierende Kunstform

MonerlS-bunte-Welt

(zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie beim Buchhändler Ihres Vertrauens)

Der Leiermann

(zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie beim Buchhändler Ihres Vertrauens)

Der Schneemann

Blog zur Krimi-Radiosendung

Sören Heim - Lyrik und Prosa

Website des Schriftstellers Sören Heim

Der Hotlistblog

UNABHÄNGIGE BÜCHER – UNABHÄNGIGE VERLAGE

Literatur.denken

von Samuel Hamen

mscaulfield

gib mir kaffee und bücher und ich bin friedlich.

Angelika liest

Ein Leben ohne Bücher ist wie ein Garten ohne Rosen

the lost art of keeping secrets

Ich will keine Schokolade, ich les' lieber Thomas Mann! (frei nach der Stunksitzung 2014)

Die dunklen Felle

Krimis, Thriller und Science Fiction

Anonyme Köche

(zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie beim Buchhändler Ihres Vertrauens)

Leckere Kekse & mehr

Kekse backen, Bücher lesen und mehr

%d Bloggern gefällt das: