[Rezension]: Thees Uhlmann – Sophia, der Tod und Ich (Hörbuch, ungekürzte Version)

4 Gedanken zu “[Rezension]: Thees Uhlmann – Sophia, der Tod und Ich (Hörbuch, ungekürzte Version)”

  1. „Eines der amüsantesten und zugleich klügsten deutschen Bücher des Herbstes.“, soll Denis Scheck in Druckfrisch am 29.11.2015 zu dem Roman gesagt haben.

    Nun ja, die Story ist hanebüchen, die Komik darin finde ich ziemlich platt, was wohl auch an dem Plapperjargon liegt, in dem sie verfasst wurde und der mir nach etwa 50 Seiten zunehmend „auf den Senkel“ geht. Aber so empfiehlt sich der Roman sicher als Drehbuch-Vorlage für eine Til-Schweiger-Verfilmung im Stile von „Knockin´ on Heaven´s Door.“ Es gibt eine Stelle, anhand derer man meines Erachtens ein gutes Gefühl dafür bekommt, ob dies ein geeignetes Buch für einen ist:

    „Als ich einmal mit ihr in einem Supermarkt gegangen war, sagte sie an dem Fahrradständer davor: „Wie viel Zeit meines Lebens ich dafür verschwende, mein Fahrrad an- und abzuketten. Was man in dieser Zeit alles tun könnte. Wie kann man nur ein Fahrrad klauen? Wie niederträchtig in jeder Faser seiner Existenz der Fahrradklau ist. Alle Leute, die von Anarchie reden, was für Arschlöcher! Ich sage es dir. Anarchie? Anarchie ist der Zustand, in der die Schlossindustrie vor die Hunde geht. Diese Arschlöscher! Da braucht keiner ankommen und mir was von Anarchie erzählen, solange es noch eine Fahrradschlossindustrie gibt und ich mich am Tag neunmal bücken muss, um mein Rad abzuschließen.“

    Ich liebte es, dass Sophia es irgendwie schaffte, ganze politische Systeme anhand von Fahrradschlosstheorien zum Einsturz zu bringen.“

    Wer so was mag, dem sei es damit empfohlen. Meins war es nicht.

    1. Das Zitat von Scheck kam mir auch schon unter die Augen – schlimmster Werbesprech für ein Buch, was diese Worte nicht mal im Ansatz erfüllt. Mag meine Besprechung etwas euphorisch klingen, so bin ich mit den Adjektiven hanebüchen und platt ganz bei dir – wenn ich es normal gelesen hätte. Durch die Hörbuchversion saust der Plot doch ein wenig höher in meiner Gunst, auch weil ich für die Art Humor in diesem Buch und wie sie stimmlich präsentiert wird, offen bin.
      Allzuviel wollte ich in den Stoff nicht hinein interpretieren. Bei der von dir zitierten Passage etwa, dachte ich auch kurz „Warum dat denn?“, habe solche Dinge im Nachhinein gekonnt überhört(überlesen).

      1. Zusammenfassend bleibt zu sagen: Kann man lesen, muss man aber nicht. (was auch auf deutsche Filmkomödien zutrifft)

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