[Notiz]: Im Plüschgewitter – Ein Gedicht zu Ehren eines bestimmten Feuilletonredakteurs

In der letzten Woche erschienen in einer bekannten Zeitung, die ich hier Voldemortmäßig nicht nennen möchte, zwei Artikel eines Herren Redakteurs, dito, an denen sich die Blogger mal wieder reiben konnten und die elende Diskussion Blogger versus Feuilleton drehte eine neue Runde. Auch ich hatte meine Griffel schon über den Tasten und wollte meine Gedanken kanalisieren. Doch dann dachte ich mir, wozu? Lass gut sein, morgen wieder vergessen und Lebenszeit verschwendet. Doch mit einem kleinen Gedicht zum Thema muss ich euch doch nerven. Viel Spaß. 

P.S. Wer ergänzen möchte, darf dies gerne in den Kommentaren tun.

P.P.S. Auf Satzzeichen und Rechtschreibkontrolle habe ich bewusst verzichtet. Es soll doch Kunst sein, oder?

P.P.P.S. Und bevor sich noch die eine oder andere Seite auf den Schlips getreten fühlt: Lesen soll Freude beteiten und ein bisschen Spaß, wie dieser hier, muss auch mal sein.

Ach was wär das für ne feine Sache
Wenn ich was über Blogger mache
Solche, die über Bücher schreiben
Und dabei ganz bei sich bleiben
Ich schau mir das mal im Internet an
Nehme ein paar youtube- Videos dran
Das soll alles an Recherche sein
Mein Chef stellt den Artikel ein
Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten
Die Blogger kommentieren den Artikel in Scharen
Wut, Resignation und Kopfschütteln überall
Ich liege unter dem Tisch krieg nen Lachanfall
Mit ein paar Sätzen alte Diskussionen aufgekocht
So einfach die Blogger aus der Reserve gelockt
Dabei nebenbei die Provision eingestrichen
Den Tagessoll erreicht nun ein Bierchen zischen
Doch nicht genug ein zweiter Artikeln muss her und zwar schnell
Die Kommentare waren mir zu intellektuell
Die Blogger bringen doch wohl nicht Belege
Dass ich gar nicht recherchierte
Erdreisten sich über Zusammenhänge
Meinen ich hätte in dem ganzen Gedränge
Mir nur heraus gegriffen diese Seiten
Mit Feenstaub und Nichtigkeiten
Doch der Welttag des Buches kommt mir wie gerufen
Ich gleite sarkastisch darüber wie auf Kufen
Feuere Aussage um Aussage heraus
Gelungen ist der bunte Strauß
An Nickligkeiten und gemeinen Sätzen
Um die Blogger zu vergrätzen
Doch na heu kein Schwein ruft mehr irgendwas
Wächst da schon das Gras
Über die Sache Blogger vs Feuilleton
Heißt es etwa das war es schon
Und die Gemeinschaft der Blogger ruft
Jawohl das war zuviel der heißen Luft


Wir richten unsere Blogs derweil mit Glitzer ein.

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16 Kommentare zu „[Notiz]: Im Plüschgewitter – Ein Gedicht zu Ehren eines bestimmten Feuilletonredakteurs

Gib deinen ab

    1. Anders kann man diesen seltsamen Artikeln aus der Journalie auch nicht entgegnen. Einer der beiden Artikel war an allgemeinen Aussage nicht zu überbieten. Der Ndr hat da gleich noch mit einem Radiobeitrag nachgelegt, ebenso schlimm in seinen Verallgemeinerung, aber da muss man wenigstens anerkennen, dass sie den Blogbusterpreis erwähnen.

      In diesem Sinne, noch fröhliches Bibbern. Ab nächster Woche wird es wärmer

      Gefällt mir

  1. Ach, wohl noch in 100 Jahren,
    werden Redakteur´ in Scharen,
    abschätzig auf die Blogger blicken
    und gönnerhaft das Haupte nicken,
    denn nach ihrem Selbstverständnis,
    welches unumstößlich fest is´,
    sind nur sie selbst dazu imstande,
    für die Leser hier im Lande,
    angemessen zu beurteilen,
    welch´ Lektüren eher langweilen.

    Die Blogger nun, die armen Leute,
    werden schnell zur wütend´ Meute,
    welche nun in wahren Scharen
    den Redakteur mit Kommentaren
    versuchen, darauf hinzuweisen,
    dass auch sie sehr oft beweisen,
    dass Rezension kein Hexenwerk,
    und man mit diesem klein´ Vermerk
    die Aufmerksamkeit nun dahin lenkt,
    dass sie in ihrer Ehr´ gekränkt.

    Was daraus folgt,
    das ist ein Streit
    für 100 Jahr´
    bis Ewigkeit.

    :-)

    Gefällt 1 Person

  2. Chapeau, lieber Marc! Sehr toller Beitrag und herrlich pointierte Zeilen, die sich ihren Scherz mit der ganzen Geschichte erlauben, ohne jemandem wirklich auf den Schlips zu treten. Ich habe dein Gedicht heute beim Frühstück gelesen und mich herrlich amüsiert – ein guter Start in den Morgen. :D

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      1. Dann bin ich beruhigt :-)
        Hach, wieder so hohe Erwartungen geschürt. Na mal schauen, wann uns das Feuilleton wieder den Gefallen tut und meine Kreativität kitzelt :D

        Liebe Grüße

        Gefällt 1 Person

    1. Hallo Lilly,
      hatte es schon heute Vormittag gesehen. Vielen Dank fürs Teilen des Gedichts. Hat auch Spaß gemacht, dass zu schreiben.

      Ein schönes verlängertes Wochenende

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  3. Ganz wunderbares Gedicht! Danke dafür. Ich rege mich über so etwas schon lange nicht mehr auf, auch wenn es natürlich in der #litnetzwerk-FB-Gruppe dann immer wieder hochkocht. Humor ist da wirklich die beste Waffe!
    LG
    Lena

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Lena,

      auch bei mir kochten kurz die Emotionen hoch. Das Gedicht war dann doch die bessere Wahl den Frust über die Artikel zu verarbeiten. Und: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

      Gefällt mir

  4. Pingback: Klick mich

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