[Rezension] [Leserunde]: Stephen King – ES

IMG_20170907_201910_221Das Jahr des Stephen King

2017 scheint das Jahr des Stephen King zu werden. Mir ist kein anderes bekannt, in dem es so viele Umsetzungen zu seinen Stoffen ins Kino oder auf die Streamingportale geschafft haben. Die Verfilmung zu „Der dunkle Turm“, zu dem ich auch ein Projekt gestartet habe, lief unlängst im Kino, „Der Nebel“ ist aktuell auf Netflix zu sehen und dann ist eine Serie zu „Castle Rock“ geplant, eine Stadt aus dem King-Universum (z.B. bekannt aus „Needful Things“ oder „Die Arena“) und auch die Vorgeschichte zu Roland, die in dem vierten Buch „Glas“ beschrieben ist, soll nächstes Jahr eine Serie spendiert bekommen. Doch keine dieser Filme oder Serien wird mit mehr Spannung erwartet als die Neuverfilmung zu „ES“. Allein der erste Trailer, der im Frühjahr veröffentlicht wurde, hat Rekorde gebrochen (klick mich), die Stimmung, die im Trailer angedeutet wird und auch die Schauspieler scheinen perfekt, um dem Buch gerecht zu werden.
Ich lese ja eigentlich gerne Stephen King, aber wie ihr aus den Beiträgen, die ich schon veröffentlicht habe (siehe hier und hier), herauslesen konntet, habe ich um „ES“ seit jeher einen Riesenbogen gemacht. Eine Mischung aus Ehrfurcht und Abschreckung durch Erstlektüre, die nicht über die ersten 100 Seiten hinaus ging, haben mich dazu bewogen, dieses Buch nie anzufassen. Ich hatte immer Angst davor, dass es die Beziehung zwischen mir und Mr. King erschüttern könnte. Doch als Andrea vom Blog Leseblick eine Leserunde ankündigte, die genau dieses Buch zum Thema nimmt, war ich Feuer und Flamme (danke an Kathin von Phantasienreisen, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast). Ich wollte es endlich wissen und dieses Monster von 1500 Seiten anpacken. Und ich muss mich ehrlich fragen, was mich so lange davon abgehalten hat, dieses Buch zu lesen. Ja, es hat Schwachstellen! Ja, es ist ausschweifend! Dennoch zeichnet King hier perfekt eine Kleinstadt wie auf dem Schachbrett auf, bringt seine Protagonisten in Stellung, charakterisiert sie mit feinem Strich, dass man meinen könnte, man hätte sie selber als Freunde gehabt. Früher hat mich das ausschweifende von ihm abgeschreckt. Mittlerweile kann ich davon gar nicht genug bekommen und tauche gerne in seine Welten ab, aus denen man am liebsten gar nicht mehr hervor kommen möchte. Wenn er es selbst schafft einen so seltsamen Ort wie Derry so fabelhaft zu beschreiben, dass man jede Straßenecke meint zu kennen, dann ist man seiner Welt angekommen. Einzig das Finale war mir in gewissen Abstrichen zu kontrastreich zum Rest des Buches, zu viel Krawall, zu wenig Suspense, wie er ihn vorher regelrecht zelebrierte. Dafür bekommt der Leser einen „Kubrick 2001“- Moment in Schriftform geliefert, der einem beim Lesen einen regelrechten Knoten ins Gehirn formt. Alles in allem ein richtig klasse Buch, welches ich jedem ans Herz legen möchte, der gut gemachte Geschichten liebt. Man sollte aber einen sattelfesten Magen mitbringen, denn es sind schon einige Szenen dabei, die wirklich unter die Haut gehen.
Ob die Verfilmung diesem Buch gerecht werden kann? Das werden wir in einigen Wochen sehen. Eine große Änderung wird es auf jeden Fall geben. Die Art, wie die Geschichte erzählt wird, ist im Film komplett anders und auch die Zeitebenen wurden für den Film verschoben. Darauf möchte ich in den nächsten Zeilen ebenfalls eingehen. Seid ihr für den Horrortrip bereit? Dann „Heyho, Silver. Loooos!“

Do you wanna float?

ES 1

Ein gelber Regenmantel, ein gefaltetes, mit Paraffin bestrichenes Boot und ein Abfluss, in dem statt dem Boot ein Clownsgesicht herausschaut. So beginnt die Geschichte um den Gruselclown und dem Klub der Verlierer, die sich diesem Clown stellen. Alleine dieses ersten Seiten lassen einen regelrecht verkrampfen. Durch die alte Verfilmung und auch durch den Trailer weiß man auch als Neuling was mit George, das Kind in dem gelben Regenmantel, passieren wird und das lässt die Magenwände enger aneinander rücken, als einem lieb ist. Nach dieser Exposition steigen wir in die Geschichte richtig ein. Neben „Stotter“- Bill Denbrough, den Bruder von George lernen wir noch die weiteren Mitglieder des zukünftigen „Klubs der Verlierer kennen: Ben „Haystack“ Hanscomb, Richie „Schandmaul“ Tozier, Stanley Uris, Beverly Marsh, Mike Hanlon und Eddie Kaspbrak. Denen gegenüber stehen noch die anfänglichen Raufbolde Henry Bowers und Victor Criss gegenüber. All diese Personen spielen im weiteren Verlauf eine gewichtige Rolle und alle werden mit ES in Verbindung treten.
Als erster bekommt Stanley Uris einen Anruf von Mike Hanlon, der als Einziger vom Klub der Verlierer in Derry zurückblieb, um aufzupassen, wann der Horror wieder von vorn losgeht. Und dieser Anruf weckt in Stan Erinnerungen, die längst begraben schienen und an die er nie wieder erinnert werden wollte. Der Anruf erfolgt im Jahr 1985 und Mike erinnert Stan an ein Versprechen, welches sie sich vor 27 Jahren gaben, um das zu Ende zu bringen, was sie 1958 nicht beenden konnten oder wollten. Stan kann diesem Druck nicht standhalten und bringt sich in der Badewanne um. Doch war er es selbst oder war er nur gesteuert, indem etwas anderes in seine Gedanken gedrungen ist, um das Werk zu vollenden? Nach diesem Anruf tätigt Mike fünf weitere Anrufe, um den Klub der Verlierer wieder zusammenzutrommeln. Jeder aus dem Klub der Verlierer ist nach den Ereignissen aus dem Sommer 1958 seiner Wege gegangen und hat auf seine Art Karriere gemacht. Bill wurde Schriftsteller, Eddie erfolgreicher Chauffeur, Richie Moderator und DJ, Bev hat ein erfolgreiches Modelabel und Ben ist ein weltbekannter Architekt geworden. Und auch wenn sich keiner mehr daran erinnern kann, schleppen doch alle auch die Vergangenheit mit sich herum. Nach diesen Anrufen setzen bei allen langsam wieder die Erinnerungen ein, denn nachdem sie alle Derry den Rücken kehrten, befiel sie eine Art übernatürliche Amnesie, die von ES, von Derry oder von beidem gesteuert scheint. Dieselbe Amnesie, die auch alle Erwachsenen in Derry nichts sehen beziehungsweise wegsehen lässt, wenn ES wieder aktiv wird.

Der Klub der Verlierer findet sich – Die erste Konfrontation

Jedes der Kinder aus dem Klub der Verlierer hat 1958 eine Erscheinung, die ihre größten Albträume widerzuspiegeln scheint. Für Eddie ist es ein Landstreicher, für Mike ein großer Vogel, Stan hat Angst vor Wasserleichen, für Bev manifestiert sich ihre Angst vor der Menstruation aus dem Abfluss, Ben hat Angst vor Mumien. ES nimmt immer die Form des größten Albtraums von jedem Kind an. Dazu nutzt es seine Macht und lockt die jeweiligen Opfer immer in seinen Dunstkreis, wo es am besten zuschlagen kann. Meist gelingt das, doch die Kinder, denen wir bei ihrem Kampf gegen ES beistehen, haben besondere Fähigkeiten, die es ihnen erlauben, den Bannstrahl zu brechen, den ES immer auf seine Opfer wirft, und sich rechtzeitig aus ihrer Starre zu lösen. Durch ihre Erfahrungen und gewisse Zufälle finden alle sieben Kinder zusammen, werden den Sommer ihres Lebens miteinander verbringen und sich ES in den Weg stellen. Es wird ihnen für die Zukunft zum Verhängnis und Segen zugleich. Doch eine Frage steht ganz oben: Was ist ES? Und kann dieses undefinierbare Etwas überhaupt besiegt werden?

1500 Seiten? Ernsthaft? Ja, aber sicher!

ES 2

Wie eingangs erwähnt, habe ich „ES“ immer vor mir hergeschoben. Die Ehrfurcht vor diesem Buch war über die Jahre einfach zu groß geworden. Doch immer wieder stellte ich mir die Frage, warum ich eines der bekanntesten Bücher von Stephen King eigentlich nie wieder anfassen wollte? Für die Leserunde bei Andreas Blog Leseblick habe ich mich nun dem Bösen gestellt, was unter Derry lebt und diese Stadt im Würgegriff hat.
1500 Seiten in der ungekürzten Fassung hat dieses Buch in der deutschen Version. Ein Brocken an Buch. Zum Glück habe ich mich für die eBook- Variante in Kombination mit dem Hörbuch, eingelesen von David Nathan, entschieden, sonst hätte ich beim Lesen verkrampfte Hände bekommen. 1500 Seiten klingt erst einmal nach viel unnötigem Leerlauf. Was will man auf so einer unvorstellbaren Seitenzahl alles erzählen, dass es lohnenswert wäre, diesen langen Weg auf sich zu nehmen? Die Konzeption des Ausschweifendem ist nicht jedermanns Sache und auch innerhalb der Leserunde sind Erfahrungen wiedergegeben, die nicht positiv gestimmt sind. Ich kann verstehen, dass es nicht jedem gefällt, wenn King die große Beschreibungskeule auspackt, für mich persönlich jedoch ist das aber so gut geschrieben, dass es zur Handlung dazu gehört und in den meisten Fällen auch Sinn macht, selbst wenn es mit dem eigentlichen Verlauf des Hauptplots nichts zu tun hat. Man kann nicht nur in die Geschichte, sondern auch in die Stadt und in die einzelnen Charaktere regelrecht eintauchen. Man stellt so Kontakt her, wie man es zu alten Freunden macht. Stephen King erzählt dabei hauptsächlich auf zwei Zeitebenen: 1958 und 1985. In diesen beiden Jahren stellen sich die Mitglieder des Klubs der Verlierer dem Bösen, welches sie ES nennen, weil es einfach zu viele Formen annimmt und nicht eindeutig bestimmbar ist. Dabei wählt King einen geschickten Kniff, um Spannung aufzubauen, der so gut in die Geschichte integriert ist, dass man es als Leser irgendwann annimmt. Er dichtet allen Erwachsenen eine Art kollektive Amnesie an. Jeder der sich in Derry aufhält und kein Kind ist, sieht die Ereignisse entweder nicht oder wenn er involviert ist und es überlebt, vergisst es ganz schnell wieder. Ebenso die Kinder aus dem Klub der Verlierer vergessen ihre Erlebnisse recht schnell wieder. Durch diesen Kniff in der Geschichte kann King in beiden Zeitebenen die Geschichte vorantreiben und baut nach und nach Spannung auf, da der Wissensstand in beiden Zeitebenen ungefähr der gleiche ist – für die Leser und die Protagonisten. Auf die Spitze treibt King dieses Spiel im fünften Abschnitt des Buches, als er die Zeitsprünge mitten im Satz vollzieht. Das alles liest sich so flüssig und homogen, dass man sich fragt, wie er das wohl geschrieben hat, wie er da den Überblick behalten konnte.
Die Ausgangslage ist dabei relativ simpel angelegt. Schürft man aber tiefer, stellt man fest, dass es hier nicht nur um den Kampf Gut gegen Böse geht, sondern auch die Themen Freundschaft, Angstüberwindung, das Erwachsenwerden, die Angst vor dem Alter und vieles mehr behandelt werden. King breitet hier ein so breites Spektrum aus, dass die Hauptgeschichte fast zur Nebensache wird. Man schaut zum Beispiel den Kindern gern dabei zu, wie sie in den Büschen spielen, Pläne schmieden und erinnert sich an die eigene Kindheit erinnert. Oder wenn die erwachsen gewordenen Charaktere sich zum Essen treffen, alte Anekdoten auspacken und wie es ihnen ergangen ist, hat es etwas von einer Art Klassentreffen. All das versteht King so zu beschreiben, dass er an den eigenen Gefühlen rüttelt. Dazu kommt noch das Metier der Angst, die er nach und nach anfacht, um den Leser frösteln zu lassen. In meinen Augen eine ganz große Kunst, dass auf so einen Brocken so zu verteilen, dass man das Buch eigentlich nicht mehr aus der Hand legen möchte. Besonders in der zweiten Hälfte werden die Zügel nach und nach angezogen.
Doch gibt es auch negatives zu berichten? Irgendetwas, was einen doch von der Lektüre abschreckt? Ja, sicher gibt es diese Punkte, jedoch definiert diese jeder anders. Für mich sind es mehr so ganz kleine Feinheiten gewesen, die ich bemängeln würde. Diese kann ich nicht an einem konkreten Beispiel festmachen, eher von der Gefühlsseite her wiedergeben. Das an manchen Stellen das Bild etwas schief gerückt ist und nicht so recht zum perfekt angenagelten Rest passen will. Auch manche Nebengeschichte ist doch nicht zielführend. Sie zeigen zwar auf, was in Derry alles vonstattengeht und das diese Stadt selbst das Böse verkörpert, jedoch haben sie keinen informellen Mehrwert. Doch einen großen Negativpunkt habe ich: den fünften Abschnitt, in dem King dann auf einmal auf die Pauke haut und die große Katastrophe heraufbeschwört. Dieses Szenario passte leider gar nicht zum subtilen Horror, den er 1300 Seiten vorher zelebrierte und ließ mich nicht ganz so verzückt zurück. Ich verstehe die Intention dahinter und warum es kommen musste, aber gut gelöst ist es nicht. Dem entgegen schreibt er einen ganz großen Moment in die Geschichte hinein, den man als Hommage an das Ende von „2001 – Odysee im Weltraum“ interpretieren kann (jedenfalls habe ich das so gesehen), der mich faszinierte und einige Knoten ins Gehirn formte.

Meisterwerk? Ja! Bestes Buch in meinem persönlichen Ranking? Knapp Nein!

In der Leserunde bemängeln viele, dass viel zu wenig Pennywise vorkommt, dafür umso mehr andere Monster. Das ist ein Punkt, den ich für mich als passend einstufe, denn ES ist nicht nur Pennywise. Dadurch, dass ES immer die Form der größten Ängste der Kinder annimmt, ist es nur logisch, dass ES verschiedene Gestalten annimmt. Das macht dieses Wesen vielschichtig und interessant. Auch zum Ende hin, als man das letztgültige Gesicht von ES sieht, welches der menschliche Verstand annehmen kann, ohne selbigen zu verlieren, bleibt es die wohl interessanteste Figur im Universum von Stephen King neben Randall Flagg und Roland Deschain. Ist dieses Buch nun ein Meisterwerk? Ja ist es und es wird ewig in den Köpfen der Menschen wiederhallen, in jeder Generation gelesen werden. Der Stoff ist zeitlos und trotzdem an den Zeitgeist gebunden. King gibt zwei unterschiedlichen Zeitepochen ein Gesicht und beschreibt sie auf das Genaueste (wobei der 1958er Part detaillierter beschrieben ist). Der Kampf von Gut gegen Böse ist spannend umgesetzt und trotz des Umfangs nicht langatmig geraten. Ist man mit dem Schreibstil Kings und insbesondere seinen Ausschweifungen vertraut, erhält man eine fantastische Geschichte und besondere Figuren, deren Lebensweg man gerne noch ein wenig länger verfolgt hätte. In der allgemeinen Meinung wird dieses Buch auf ewig das wohl beste Buch Kings sein, jedoch nicht in meinem persönlichen Ranking. Dort muss es sich hinter der Turmreihe und „The Stand“ einreihen. Diese zwei konnte es leider nicht überholen, landet aber knapp auf Platz drei dahinter und ich verstehe nun, warum so viele dieses Buch lieben (und auch hassen).

Ab jetzt bin ich gespannt, wie die Filmumsetzung gelingt. Die Bilder des Trailers sehen fantastisch aus, die Charaktere sind gut getroffen und die Stimmung wird im Trailer perfekt wiedergegeben. Ich hoffe nur, dass sie nicht zu sehr auf Effekte aus dem PC eingebaut haben und das die Schockmomente nicht durch Musik, sondern durch die Handlung herbei geführt werden. Zwei große Unterschiede zum Buch wird es aber auf jeden Fall geben. Es wird linear nur die Kinderseite erzählt und diese Kindheit wird in die achtziger Jahre gelegt. Da ein zweiter Teil geplant ist, der dann den Part der Erwachsenen zeigen soll, und dieser dann sich in unserer Jetztzeit spielen wird, ist das Potential vorhanden, einiges zu verändern, um auch die Vorlagenkenner überraschen zu können, und dem Original treu zu bleiben. Ich bin gespannt.

Weitere Rezensionen zum Buch, die innerhalb der Leserunde erschienen sind, wurden bei den folgenden Blogs veröffentlicht (wird laufend ergänzt):

13 Kommentare zu „[Rezension] [Leserunde]: Stephen King – ES

Gib deinen ab

  1. Ein Herz für den King und ein Herz für deinen Beitrag! :)
    Ich bin Pennywise vor zwei Jahren verfallen und obwohl seit der Kindheit mit einer gewissen Angst vor Clowns befallen, war ES ein Buch, welches ich zugeklappt habe und wusste: Das musst du nochmal lesen. Ich fühle mich nach wie vor so sehr mit den Kindern aus Derry verbunden, dass es sich nicht wie 2 Jahre und zig Bücher Abstand anfühlt. Für dieses Gefühl würde ich gern nur noch 1500 Seiten starke Bücher lesen 💕

    Liebe Grüße!
    Gabriela

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    1. Hallo Gabriela,

      habe meinen Dank, Sai.
      Da ich das Hörbuch nur teilweise gehört habe, werde ich mit diesem ebenfalls noch einmal nach Derry zurück kehren. Diese Stadt und die Kinder lassen einen nicht mehr los. Was erwartest du vom neuen Film?

      Gefällt 1 Person

      1. Eine gute Frage! Ich erwarte vom Film, dass er sich an das Buch hält, dass er die Beziehungen der einzelnen Charaktere zeigt, dass er in die Tiefe geht und nicht nur an der Oberfläche kratzt, wie der aktuelle Turm. Aber nach dem Trailer bin ich recht guter Dinge. Im Gegensatz zu scheinbar vielen anderen fand ich die erste Verfilmung nämlich nicht sonderlich überragend. :/

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      2. Ein paar kleinere Abstriche wird man trotzdem machen müssen, aber die Darsteller passen perfekt in die Rollen und die Stimmung, die der Trailer andeutet passt perfekt. Ich denke, dass dieser erste Teil grandios wird.
        Die TV-Verfilmung hat doch eigentlich nur von Tim Curry als Pennywise gelebt, der Rest ist vergessenswert.

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  2. Eine wirklich gelungene Besprechung und ich kenne die „alte“ Verfilmung – freue mich wahnsinnig auf die neue und all das ohne das Buch zu kennen :D *duck Ich liebäugle immer mal wieder damit aber mich bremsen die 1500 Seiten echt aus … Aber nach deiner Rezi ist die Lust auf das Buch wieder immens gestiegen!

    Liebe Grüße
    Janna

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Janna,

      danke für die Lorbeeren :-)
      Man muss ja nicht unbedingt das Buch kennen, um den Film genießen zu können. Im Gegenteil, es ist sogar interessanter, wenn man halbwegs unvorbereitet hinein geht.

      Falls du es trotzdem mal liest, was definitiv kein Fehler ist, dann bin ich auf deine Meinung gespannt.

      Gruß
      Marc

      Gefällt 1 Person

  3. Hallo Marc,

    nachdem „IT“ beendet ist, konnte ich deine Rezension nun endlich einmal in Gänze lesen. Und ich bin beeindruckt, wie du all die vielen Facetten und Themen dieses gigantischen Werkes so kompakt und nachvollziehbar in einem Beitrag unterbringen konntest! Ich tu mich bei so seitenreichen und komplexen Werken immer sehr schwer, alles in einem Text zu bündeln – irgendetwas würde ich immer vergessen und mich hinterher drüber ärgern. ;)

    Du beschreibst so ziemlich genau auch, was mir beim Lesen durch den Kopf ging und ich kann vieles, was du hier aufführst, nur bestätigen. Wie du liebe die Ausschweifungen von King und finde sie keineswegs überflüssig. Für mich sind sie sogar eine der Stärken von King, da er so immer wieder schafft, eine ganze Epoche, eine ganze Stadt zum Leben zu erwecken – mit all ihren unterschiedlichen Charakteren, kleinen und großen Problemen. So wie es im realen Leben ja auch ist – auch hier erleben wir nicht nur das Relevante, sondern auch Nebensächlichkeiten. Im Gegensatz zum realen Leben erhalten bei King aber auch diejenigen eine eigene Geschichte, mit denen nur ein Satz gewechselt wird – und das wiederum erinnert mich als Leserin auch daran, dass wir nie wissen, was in anderen Menschen vorgeht, warum sie handeln, wie sie handeln und dass jeder seine ganze eigenen Erlebnisse hat, die ihn prägen und damit auch beeinflussen, was er sagt und tut.

    Ich bin froh, „ES“ endlich gelesen zu haben. Es ist kein perfektes Buch, hat mich insgesamt aber doch deutlich positiver überrascht, als ich erwartet hatte – die Kombination aus Freundschaft, Kindheit, Unschuld und dem ständigen unterschwelligen Horror fand ich ideal und macht für mich auch den besonderen Reiz dieser Geschichte aus.

    Nachdem ich in den letzten Wochen aber bei dir und anderen immer wieder so viel Gutes über „The Stand“ gelesen habe, werde ich dieses Werk wohl auch bald angehen – ich bin gespannt, ob es mich genauso überzeugen wird wie dich. :)

    Viele Grüße
    Kathrin

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Kathrin,

      vielen Dank für die lieben und lobenden Worte zu meiner Besprechung. Es freut mich, wenn du dich darin wiederfindest. Gerade bei so dicken Wälzern fällt es mir oft einfacher, loszuplaudern, um meinen EIndrücken Herr zu werden. Gerade bei ES, welches ich so lange vor mir hergeschoben habe, war es mir eine Riesenfreude, dieses Buch zu lesen und zu besprechen – nach all den Jahren.

      The Stand steht auch noch irgendwann auf dem Plan. Jetzt ist aber erst einmal der Dark Tower wieder dran.

      Gruß
      Marc

      Liken

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