[Notiz]: Gedanken zum Deutschen Buchpreis und eine Schätzung der Shortlist

13 Gedanken zu “[Notiz]: Gedanken zum Deutschen Buchpreis und eine Schätzung der Shortlist”

  1. Auch mir war die Longlist dieses Jahr ein wenig fremd. Ich habe mich im Vorfeld tatsächlich gar nicht weiter damit beschäftigt. Die Shortlist nun ist aber auch nicht viel interessanter für mich, muss ich leider sagen. Lediglich Robert Menasse möchte ich gerne noch lesen. Viele Grüße (und hoffentlich wird die Shortlist für den Debütpreis spannender 😉 )

    1. Der Debütpreis wird eindeutig spannender. Ich ackere gerade die Leseproben durch und habe bisher ca 12Bücher herausgezogen, die ich persönlich gerne auf der Shortlist sehen möchte. Verstehe auch nicht, warum mehr von diesen Büchern beim Deutschen Buchpreis auftauchten. Ich finde diese Bücher (also die Debüts) weniger verkopft und erfrischender in der Sprache.

  2. Noch ein Nachtrag was den „faden Beisgeschmack“ betrifft, das finde ich ein wenig ungerecht, denn das Buch kann ja nichts dafür, daß es mit zwei anderen bei „Suhrkamp“ erschinen ist.
    Das ist natürlich eine Machtfrage, das stimmt schon, aber wahrscheinlich ist jedes der drei Bücher gut.
    Wie geschrieben, ich habe noch keines von den Drein gelesen, bin aber schon sehr auf den Menasse gespannt und freue mich auf das durch Brüssel rennende Schwein.
    Marion Poschmann war mein Tip und da habe ich die „Sonnenposition“ https://literaturgefluester.wordpress.com/2014/11/01/die-sonnenposition/ gelesen, die mich sehr beeindruck hat, obwohl ich es jetzt auch für konstruiert und unglaubwürdig finden würde, daß einer seine Frau verläßt, nur weil er geträumt hat, daß sie ihn betrügt und Sasha Mariana Salzman steht ja auch auf der Bloggerdebutlonglist, also bin ich darauf auch schon sehr gespannt und das Buch wurde, glaube ich, auch sehr gelobt!

  3. PS III und von den Leseproben kann man, glaube ich, nicht ausgehen, auch wenn das, wie ich merkte, zunehmend einige machen, da bekommt man wahrscheinlich wirklich einen falschen und nicht zutreffenden Eindruck, wenn man da nur ein paar Seiten liest und gleich das Buch beurteilen will.
    Ich habe das einmal 2013, als ich mir noch nicht zutraute alle Bücher zu lesen, auch gemacht und habe damit wahrscheinlich genausowenig anfangen können, mir aber immerhin daraufhin Marion Poschmanns „Sonnenposition“ zum Geburtstag oder Weihnachten gewünscht.https://literaturgefluester.wordpress.com/2013/08/25/die-longlist-leseproben/
    Inzwischen lasse ich die Leseproben vollständig aus und mache mich gleich an die Bücher und fahre damit, wie ich auch hier merken kann, sehr gut dabei!

    1. Hallo Eva,

      ich antworte dir einfach auf das letzte P.S.

      Erst einmal vielen Dank für die umfangreichen Kommentare. Deine Verwunderung ist sicher berechtigt, denn auch ich bin eigentlich kein Freund kurzeiliger Schlüsse. Da jedoch mein Zeitbudget doch sehr begrenzt ist, greife ich eben doch auf die Leseproben zurück, da es mir persönlich einen ersten Eindruck der Bücher vermittelt. Das habe ich jetzt beim Deutschen Buchpreise getan und mache es aktuell auch für die Debütliste, um meine persönlichen Favoriten zu filtern. Was mir im direkten Vergleich zwischen beiden aufgefallen ist, dass mich die Bücher auf der Debütliste bisher mehr ansprechen als die von der Longlist. Ich gebe auch zu, dass mein Beitrag sehr überspitzt und etwas, sagen wir, zu grob geschrieben ist. Es sind ein paar Bücher dabei gewesen, die mich allein durch die Leseprobe angesprochen haben. Leider hat es von meinen Tipps (Nowak, Evangelio, Schreckliche Gewalten, Medusa, Kraft, Bonné) nur das Floß auf die Shortlist geschafft, dafür aber neben Noltes Buch, dass mit der größten Anziehungskraft auf mich.

      Liebe Grüße
      Marc

      1. Ja natürlich ist es ein Zeitproblem und man kann nicht alle Bücher lesen, die erscheinen. Ich habe das früher auch so gemacht, würde aber jetzt sagen, daß ich ein Buch wirklich erst beurteilen kann, wenn ich damit fertig bin!
        So lese ich mich jetzt nicht mehr durch die Proben, sondern durch die Bücher, die ich bekomme und ich kann sagen, ich lerne jedesmal sehr viel dabei!
        Bei dem Debutpreis, wo wir in der Jury sind würde ich sagen, ist das anders, da würde ich mir wünschen, daß die dabei beteiligten Blogger, die fünf Bücher auch lesen.
        ch würde dazu zwei Wochen brauchen, um da einigermaßen qualifiziert urteilen zu können und die Longlist dort, durch die ich mich fregelmäßig clique, finde ich auch sehr spannend und habe da meine Favoriten, die ich gerne lesen möchte.
        So würde ich mich sehr freuen wenn „Liebwies“ und „Reibungsverluste“ die beide auf der österreichischen Debutshortlist stehen, darauf kommen, ansonsten Juliana Kalnay,https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/02/18/eine-kurze-chronik-des-allmaehlichenverschwindens/ Tijan Sila https://literaturgefluester.wordpress.com/?s=tierchen+unlimited, auch Sasha Mariana Salzmann, bei „Kraft“ bin ich mir nicht sicher, denn das war ja eigentlich, obwohl Novelle schon 2013 für den dBp nominiert und „Sieben Nächte“ https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/08/04/sieben-naechte/ hat mir persönlich nicht so gefallen.
        Also ich bin gespannt und wir werden dann sicher wieder mehr voneinander hören oder lesen, bis dahin liebe Grüße und schönes Lesen, auf die Debutshortlistschätzung bin ich gespannt und ich hoffe, ich kann sie bald hier finden

      2. Weil du Tierchen Unlimited erwähnst. Bei diesem Buch war mir nach knapp 5 Seiten klar, dass es auf meine persönliche Shortlist für den Debütpreis kommt. So stark geschrieben schon zu Beginn, Wahnsinn.

  4. Darf ich mich in die Diskussion auch einschalten und meiner Verwunderung Ausdruck geben, denn seltsam habe ich diese Liste eigentlich nicht empfunden und auch nicht kitschig, sondern, wie auch im letzten Jahr manchmal ein wenig konstruiert, vor allem bei den schon bekannteren Autoren, Bonne https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/08/31/lichter-als-der-tag/ und Lüscher https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/08/26/kraft/ würde ich das so sagen, dann ungewöhnlich vom Thema „Katie“ https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/08/30/katie/ beispielsweise her, vier Autoren waren mir unbekannt, einen habe ich allerdings schon in Leipzig vor zwei Jahren gesehen, weil er dort nominiert war und offensichtlich vergessen und wieder einen guten Mix durch die Neuerscheinungen.
    Sehr viel Österreichisches, vielleicht der Juryvorsitzenden geschuldet, überrascht war ich Robert Prosser https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/09/07/phantome/, den ich als Wiener Slamer kenne, darauf zu finden und erstaunt, wie realistisch er auf einmal schreibt, seit er bei „Ullstein“ verlegt.
    Gelesen habe ich inzwischen neun Bücher und bin jetzt beim zehnten, interessanterweise war bis jetzt noch keines der Shortlist dabei und als Sieger hätte ich mir „Evangelio“ https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/03/26/evangelio/ gewünscht.
    Wird jetzt nicht so sein, habe inzwischen aber in Sven Regener https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/09/14/wiener-strasse/ ein Buch gelesen, das ich auf die Shortlist getan hätte und sonst lesen lesen lesen, würde ich empfehlen und das Schöne ist ja, daß man selber alles lesen kann und daher auch nicht auf das Nominierte angewiesen ist, also schauen über den Tellerrand und wenns ein Selfpublisherbuch sein sollte, was man dann findet, kann das ja auch schaden.
    Ich lese mich seit zwei Jahren durch die LL https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/08/11/archivnachtrag-und-listenschaetzung/ durch soweit es geht und jetzt haben wir ja auch noch einen österreichischen Buchpreis https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/09/05/die-oesterreichische-lange-liste/, der dazukommt, da sind auch Debuts dabei und da bin ich auch schon auf die Bloggerdebutshortlist gespannt und hoffe, daß ich dann schon viel, wenn möglich, alles gelesen habe!
    Wie steht es da mit den Tips? Ich bin gespannt und liebe Grüße aus Wien!

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