[Debütpreis 2017]: Sprachlich anspruchsvoll, diverse Themen, schwierige Entscheidung und ein Gewinnspiel

21 Gedanken zu “[Debütpreis 2017]: Sprachlich anspruchsvoll, diverse Themen, schwierige Entscheidung und ein Gewinnspiel”

  1. Die Bücher fand ich auch herausfordernd. Vor allem Still halten und Immer ist alles schön. Doch das ist ja auch mal ganz gut so. Ich brauche inzwischen solche Bücher, sie erweitern einfach meine eigenen schmalen Horizont.
    Aber was meinst du mit „für mich als Freizeitleser“? Sind wir das nicht alle?
    Wenn ich nicht ausgerechnet das dickste der Bücher vorher schon gelesen hätte, weiß ich nicht ob ich durchgekommen wäre. Der Zeitraum ist sehr sportlich, hatte ich mir doch auch vorgenommen jedes der Bücher auf dem Blog zu besprechen.
    Deshalb schwanke ich noch, ob ich nächstes Jahr wieder mitmachen werde, obwohl es auch schön war!
    Ich bin auch gespannt auf Sonntag und die Bewertungen der anderen.
    Grüße
    Silvia

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    1. Hallo Silvia,

      mit Freizeitleser sind wir natürlich alle gemeint 😉, aber bei manchen habe ich immer das Gefühl, dass es mehr durchflutscht als beim Durchschnitt. War vielleicht unglücklich ausformuliert.
      Dieses Jahr war schon extrem, auch wegen den anspruchsvollen Texten. Das empfand ich letztes Jahr als nicht ganz so extrem, außerdem waren die Bücher letztes Jahr insgesamt besser zu lesen, wobei ich zugeben muss, dass ich nur 4 gelesen habe, da ich eines 2016 von vornherein ausgeschlossen habe.
      Ich werde den Vorschlag mal einbringen, die Lesezeit auf 2 Monate anzuheben, damit wir auch wirklich genug Zeit haben, uns mit den Büchern auseinander zu setzen.
      Spaß macht die Juryarbeit, aber es soll ja nicht in Stress ausarten. Deshalb habe ich auch die Interviews nicht mehr weiter verfolgt, da mir das dann doch zu viel wurde.
      Insgesamt finde ich es schön, an so einem Projekt teilhaben zu dürfen, auch wenn die Reichweite nicht so hoch ist, wie beim Blogbuster. Und ich finde es toll, dass sich so viele Blogger für den Preis engagieren, auch wenn man von den meisten nix hört. Ich bin jedenfalls gespannt, wer am Ende das Rennen machen wird.

      Liebe Grüße

      P.S. Soll ich dich für das zu verlosende Buch außen vor lassen?

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  2. Ich würde ja gerne mal mein Glück mit „Still halten“ versuchen. :-)

    Und da „Das Genie“ das einzige der erwähnten Bücher ist, das ich bisher gelesen habe, bin ich auf die letztendliche Meinung dazu sehr gespannt.

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  3. Dann melde ich mich auch, obwohl ich die Bücher nicht gewinnen will, ich wundere mich nur ein bißchen, daß sie als so schwer zu lesen empfunden wurden, denn ich denke, nicht mehr wahrscheinlich, als die vom Vorjahr oder die anderen der Longlist, die ich gelesen habe.
    Ich habe, wie schon geschrieben, Reisinger, Weber, Kalnay sehr poetisch, Zehrer biografisch journalistisch und Bengel politisch empfunden. Meine Wunschlist wäre es auch nicht gewesen und ich finde den Debutpreis und auch die Diskussion darüber sehr interessant, obwohl ich von ihr, da ich ja eine Facebookverweigerin bin, nicht viel mitbekommen habe.
    So bin ich auch noch ziemlich ahnungslos, wer da nächste Woche als Gewinner feststeht und, daß sehr viele der Mitjuroren auf ihren Blogs noch nichts besprochen haben, wundert mich auch ein bißchen, wie auch, daß Juliana Kalnay auf dem Ranking der Debutseite keine Votings hat, denn das halte ich auch für ein sehr gutes Buch und habe es auch auf die Liste setzen lassen.
    Liebe Grüße aus Wien, beziehungsweise Harland bei St. Pölten, wo ich mich über das Wochenende befinde und seien wir auf das Ergebnis gespannt!

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    1. Hallo Eva,

      Jetzt komme ich nochmal zum antworten auf deinen Kommentar. Als schwer empfinde ich persönlich die Bücher meist, wenn ich sie nicht einfach lesen kann, wenn sich die Lektüre nicht in den Alltag integrieren lässt. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich die Bücher schlecht finde, eben nur meiner derzeitigen Leseweise entsprechend als anstrengend empfinde.
      Ich hoffe, ich konnte es dadurch deutlicher machen.

      Ansonsten finde ich es sehr spannend, wie unterschiedlich die Bücher wahrgenommen werden und jeder etwas anderes auf die Rangliste verteilt. Dadurch wirkt die Liste in diesem Jahr homogener und das spricht für alle 5 Kandidaten. Keiner sticht wirklich heraus. Nun bin ich gespannt, welches Buch gewinnt.
      Liebe Grüße
      Marc

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  4. Ich musste über Deine Ehrlichkeit hier stellenweise schmunzeln. Vielen Dank dafür.

    Ich fand das Lesen auch teilweise sehr zäh und bin neben den Weihachtsvorbereitungen und Herumgereise zwischen den Jahren gerade so hingekommen. Die Idealvorstellung wäre ja für mich auch gewesen, die Bücher noch einzeln zu rezensieren, aber das stellte sich schnell als zu viel gewollt heraus.

    Ich habe ja das erste Mal dieses Jahr mitgemacht. Jetzt im Nachhinein kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man sich das Jury-Engagement bewusst als Aufgabe setzt, um sich mit neuem auseinandersetzen zu müssen. Es hat mich in jedem Fall bereichert.

    Christian Bangel als ersten Platz finde ich spannend. Ich habe mich zwar darüber beim Lesen gefreut und amüsiert, ja, das Buch sogar jemandem zu Weihnachten geschenkt, aber nachgehallt hat es bei mir irgendwie dann gar nicht mehr. War nur kurzweilig. Vom „Genie“ habe ich hingegen jedem der hören wollte oder auch nicht, ausgiebig erzählt. Und Fand Boris Sidis übrigens von Beginn an nachvollziehbar, und in seiner Nachvollziehbarkeit sympathisch. ;)

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    1. Hallo Andrea,
      „Oder Florida“ ist mir über die Zeit wirklich ans Herz gewachsen und hat mich am meisten beschäftigt, auch weil ich manche Situation aus meiner eigenen Lebenssituation wieder erkannte und gerade dieses Ost/West- Denken ist immer noch nicht überwunden, weder in West noch in Ost. Deshalb und wegen dem aktuellen Rechtsruck in der Gesellschaft empfand ich dieses Buch als meinen persönlichen ersten Platz.
      Aber das ist in meinen Augen das Spannende am diesem Preis. Durch die unterschiedlichen Geschmäcker und Interessen entsteht eine vielfältige Meinung. Deshalb sind wir keine Fachjury, sondern eine Jury, in der jeder seine eigene kleine Leseerfahrung einbringt und in die Waagschale wirft, was man auch an den unterschiedlichen Ranglisten sieht, die veröffentlicht wurden.
      Nun schauen wir mal gespannt, wer das nun geringen wird.

      Liebe Grüße
      Marc

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  5. Wenn ich mich nicht verzählt habe, liegt Zehrer eindeutig vorn und das ist sehr interessant, wenn man es auf das bezieht, was Angelika meinte, daß die Buchhändler mit den „schweren“ sprachlich experimentellen Buchpreisbüchern so meist nicht einverstanden sind, weil sie nicht das sind, was die Leute kaufen und lesen wollen und da habe ich mir gedacht, daß ich, die ich ja meistens solche Bücher lese, das schon so gewohnt bin, daß es mir gar nicht mehr auffällt, daß das ja eine spezielle Art von Literatur ist, die da als preiswürdig gilt.
    Deshalb finde ich es auch sehr spannend, daß die Bloggerjury da nicht mitmachte und nicht natürlich Weber oder Kalnay sagte, sondern auf das Lesbarere und Verständlichere überging, was sicher ein sehr gutes Zeichen der Emazipation ist!
    Ich bin ja irgendwie auch diesen Weg gegangen, denn meine erste Reaktion war ja Weber, Kalnay, Reisinger zu sagen, dann habe ich aber gedacht, halt, ist das wirklich so gut, die beiden anderen Bücher einfach wegzulassen?
    Das war glaube ich gar keine so reflektierter Schritt, sondern ist intuitiv passiert, jetzt werde ich auch beim deutschen oder österreichischen Buchpreislesen mehr darauf achten und beim ersteren fiel mir heuer auf, daß da soviele Männer mit ihren sprachlich schönen Midlifekrisisromanen draufstanden, von denen man bei allen sagen konnte, daß sie nichts Neues waren!
    Aber offenbar akzeptiert man automatisch, die schöne abgehobenene Sprache und denkt, das muß so sein und geht nicht anders, was aber natürlich nicht stimmt!
    Deshalb finde ich die Diskussion sehr schön und freue mich schon auf das nächste Jahr!

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    1. Mich wundert nicht, dass ausgerechnet die zwei am einfachsten zu lesende lesbarsten Romane vorne stehen. Wenn da nicht noch Stimmen dazu kommen, die bisher nichts gesagt haben. Fehlen noch 5 Jurystimmen, wenn ich mich nicht verzählt habe.

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    2. Ich hab ja einerseits auf Leseerfahrung und Thema geachtet, und da war mir Zehrer einfach spannend.

      Bangel hingegen ist auch leicht zu lesen, aber fiel bei mir halt subjektiv als Thema durch, weil ich wiederum dachte „Och nö, wer braucht denn noch Ost-West-Bücher?“. Das wird halt am Alter liegen. Da hab ich mich bestimmt sehr verschätzt.
      Du, Marc, zum Beispiel findest es ja ein wichtiges Thema und die Denke noch nicht überwunden.

      Bei der Chronik des Verschwindens frage ich mich nachdem ich die anderen Bewertungen gelesen habe, ob ich nicht einfach unfähig bin. Jemand fand das sogar kurzweilig. Ich wusste da stellenweise nicht wer ich bin und wo ich bin und wann ich bin, und konnte nur aus den wenigen Geschichten was ziehen, die ich zu verfolgen geschafft habe.

      Ich fand zum Beispiel das Vorletzte Kapitel dann super, da hätte es aufhören sollen.
      Und im letzten kam dann wieder so ein Ich-Erzähler Marke „ich weiß nicht wer Du bist, das Kapitel hätte man sich leider auch sparen können.“

      Entschuldigt die ungeordneten Gedanken. Aber ich hab mich ja die ganze Zeit zurückgehalten, eure zu lesen, um mich nicht beeinflussen zu lassen, und jetzt muss es irgendwie raus. :D

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