[Debütpreis 2017] [Rezension]: Klaus Cäsar Zehrer – Das Genie

6 Gedanken zu “[Debütpreis 2017] [Rezension]: Klaus Cäsar Zehrer – Das Genie”

  1. Ja das war ein spannendes Buch, weil es ja nicht nur literarisch sehr beeindruckend war, sondern was den Genie- und Wunderkindkult betrifft viele Fragen aufwirft.
    Meiner Meinung nach war ja schon der Vater ein Genie, hochbegabt und sozial einsam auch ohne seine Wunderkindmethode, die er ja nur sich selber beibringen hätte können und daß man vereinsamt, wenn man schon mit zehn oder zwölf an der Harvard Universität studiert ist eigentlich auch ganz klar, denn was soll man mit den normalen Gleichaltrigen reden, denn die interessieren sich wahrscheinlich nicht für die mathematischen Formeln, verstehen sie auch nicht und die alten Mathematikprofessoren, die wahrscheinlich auch ein wenig wunderlich sind, sind wohl auch nicht der richtige Umgang und dann gibt es auch noch die Frauen und da kann man den Sex wohl auch wissenschaftlich erklären, kommt bei den jungen Mädchen aber höchstwahrscheinlich nicht gut damit an, heute wie vor hundert Jahren. Vor hundert Jahren war das wohl auch noch viel ärger und so hatte ich auch viel psychologischen Spaß beim Lesen und die kleine „Revolte“, die die Blogger da praktizierten, als sie sagten, wir entscheiden uns für das verständlichste und nicht für das sprachlich anspruchvollste Buch war auch sehr spannend.
    Ich lese übrigens gerade auch was sprachlich anspruchsvolles von einem heutigen amerikanischen Wunderkind, die Zahlen und die Mathematik kommen auch darin vor und tue mir beim Lesen und das noch dazu elektronisch entsprechend schwer und habe keine Ahnung, wie ich das in ein paar Tagen besprechen soll, liebe Grüße aus Harland bei St. Pölten wo es momentar sehr schneit!

    1. Hallo Eva,

      ich fand viele der angerissenen Fragen auch sehr spannend und sie laden zum weiterüberlegen ein.

      Lass mich raten: Cohen mit seinem Buch der Zahlen? Das habe ich schon auf dem Schirm. Da bin ich gespannt, wie das ist.

      Liebe Grüße.

  2. Hallo Marc,
    die Ambivalenz merkt man schon beim Lesen der Rezension. Es ist etwas faszinierendes an dieser Biographie, aber gleichzeitig auch verstörend. Grad, wenn der Protagonist so distanziert bleibt, das mag ich nicht so.
    Danke für die Vorstellung
    Daniela
    (#litnetzwerk)

    1. Hallo Daniela,

      ja, diese Ambivalenz ist der ausschlaggebende Grund, warum mir das Buch nicht ganz so gut gefallen hat. Das Identifikationspotential fehlte. Faszinierend auf einer gewissen Ebene, aber es fehlte etwas, im es zum Hit werden zu lassen.

      Liebe Grüße

  3. Hatte ähnliche Probleme: Konservative Struktur unterminiert die besseren Momente, Roman schwankt zwischen lächerlich Machen der Figuren & Nutzen der beiden Sidis als politisches Sprachrohr, Konflikte werden berichtet, nicht entwickelt. Dennoch gut zu lesen, ein Autor der hoffentlich weiter schreiben wird.

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