[Rezension] : Haruki Murakami – 1q84

Ich hasse es! Ich liebe es!

Murakami läuft einem als Bücher- und Geschichtengernhaber zwangsweise über den Weg. Meiner Wahrnehmung nach gibt es eigentlich nur zwei Lager – entweder man liebt seine Art zu Schreiben oder gehört eher zum Team „Ist mir zu viel Getöse um nichts“. Durch die alljährlichen Nobelpreisdebatten ist mir zumindest der Name des Autors immer wieder unter die Augen gekommen, doch bewusst nahm ich seine Werke erst wahr, als ich mit dem Betreiben meines Blogs anfing. Seit dieser Zeit reizte mich aus unbestimmten Gründen immer wieder das Buch „1q84“. Ich kann noch nicht mal sagen, warum. Ich wusste nicht worum es geht, habe mich nie darüber informiert, hatte sogar mehrfach den Ziegel in der Hand, der aus Band 1 und Band 2 besteht und hatte Ehrfurcht vor diesem Werk. Denn über 1000 Seiten, wenn man alle drei Bände zusammen nimmt, lesen sich nicht so einfach weg. So schob ich dieses Buch immer wieder vor mir her. In der Zwischenzeit erschienen immer wieder neue Romane von ihm, die ebenfalls einen eigentümlichen, unbestimmbaren Reiz auf mich ausübten. Doch nie kam ich auch nur ansatzweise dazu, mich mit den Werken detaillierter auseinanderzusetzen. Nun aber, mit Erscheinen des zweiteiligen Commandadore war das Eis bei mir gebrochen und ich ergab mich dem Murakamifieber, woran Sarah Reul alias Pinkfisch nicht ganz unschuldig ist. Sie rief mit dem gerade genannten Buch auf instagram zu einem Countdown auf, der die Tage bis zum Erscheinen des ersten Commandadore- Teils erleichtern sollte. Durch diese Aktion konnte ich nicht mehr nein sagen und stürzte mich auf das Werk, welches mich, seit ich es sah, in Beschlag nahm. Da es aber mit dem Lesen nicht sein sollte, nahm ich mir das Hörbuch vor und lauschte David Nathans angenehmer Stimme, die in ihrer Vielfalt unerschöpfliches Potential aus dieser Geschichte herausholt.

Nun aber, mit Erscheinen des zweiteiligen Commandadore war das Eis bei mir gebrochen und ich ergab mich dem Murakamifieber, woran Sarah Reul alias Pinkfisch nicht ganz unschuldig ist. Sie rief mit dem gerade genannten Buch auf instagram zu einem Countdown auf, der die Tage bis zum Erscheinen des ersten Commandadore- Teils erleichtern sollte. Durch diese Aktion konnte ich nicht mehr nein sagen und stürzte mich auf das Werk, welches mich, seit ich es sah, in Beschlag nahm. Da es aber mit dem Lesen nicht sein sollte, nahm ich mir das Hörbuch vor und lauschte David Nathans angenehmer Stimme, die in ihrer Vielfalt unerschöpfliches Potential aus dieser Geschichte herausholt.

Auf der Suche

Knapp 50 Stunden (oder, wenn man dem Printmedium zugetan ist, 1500 Seiten) beträgt der Hörgenuss (Folter?) aller drei Bücher. Fünfzig Stunden, die ich hörend in der Welt von 1q84 verbrachte. Diese Welt mit ihren zwei Monden, mit Tengo und Aomame. Mit allen anderen illustren Figuren. Mit ihrer mystischen Note, ihrer leicht verrutschten Realität. Mit der umfangreichen Hintergrundgeschichte zu den beiden Hauptfiguren. Diese Welt hat mich fasziniert und abgestoßen zugleich. Haruki Murakami hat sich hier einiges vorgenommen. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, er verhebt sich, als hätten zwei verschiedene Murakamis an dem Buch gearbeitet. In meinen Augen brillant geschriebene Dialoge und Szenen wechseln sich mit banalsten Sexszenen und ziemlich einfachen Allgemeinplätzen ab. Manchmal musste ich immer wieder nur den Kopf schütteln ob der offensichtlichen Triebabfuhr, die da durchgenommen wurde. Auf der einen Seite eine überbordende philosophische Note, auf der anderen banalste Alltagssachen. Doch wollen wir uns kurz mit dem Inhalt beschäftigen, zumindest mit dem Beginn des ganzem Irrsinns.
Vom diesem möchte ich so wenig wie möglich verraten, denn der „Genuss“ des (Hör)- Buches entsteht auch daraus, dass man sich in diese Geschichte hinein tasten, sie in sich aufsaugen muss. Da ist jede Information, die man in einer Besprechung geben will, eine zu viel und verdirbt einem einen runden Einstieg. Das Buch beginnt mit Aomame und einem Stau auf der Autobahn. Sie sitzt in einem Taxi, hört klassische Musik und ist aus noch unbestimmten Gründen angespannt. Sie hat ein Ziel zu einer bestimmten Zeit zu erreichen. Doch der Stau hält sie auf und über ein Gespräch mit dem Taxifahrer erfährt sie, dass es eine Art Nottreppe zu geben scheint. Diesen Hinweis nimmt sie dankend an und verschwindet über eben diese Nottreppe von der Autobahn, um ihren Termin wahrnehmen zu können. Doch etwas passiert mit ihr, während sie die Treppe hinuntersteigt. Eine seltsame Art der Verdrehtheit überkommt sie und sie fühlt sich wie durch eine Mangel genommen. Ein kurzer Moment nur, der aber ihr ganzes Leben verändern wird.
Szenenwechsel. Eine Bar oder ein Café irgendwo in Tokyo. Wie wohnen einem Gespräch bei, welches Tengo mit dem Verleger Kumatsu (ich hoffe, der Name ist richtig geschrieben, da ich ihn in keiner Besprechung finden konnte oder überlesen habe) führt und in dem es um ein Manuskript geht, welches Tengo für einen Debütpreis gelesen hat, der von Kumatsus Verlag organisiert wird. Tengo ist von diesem Werk vollauf begeistert und spricht gerade mit Kumatsu darüber, der es ebenfalls gelesen hat und darin Potential sieht. Sie schmieden einen Plan, um dem Roman „Die Puppe aus Luft“, welcher von einer 17- Jährigen geschrieben wurde, zu mehr Ruhm zu verhelfen. Dabei soll Tengo, der sich immer wieder als Schriftsteller versucht, den Roman als Ghostwriter überarbeiten und in Form bringen, damit er beim Debütpreis eine Chance hat. Auch für diese beiden und einige andere Personen werden durch diese Idee Änderungen hervorgerufen und Lebensentwürfe auf den Kopf gestellt. Und so kommen Dinge in den Gang, die beide Handlungsstränge, die parallel voneinander ablaufen, unablässig aufeinander zutreiben lassen.

Detailverliebtheit bis in die letzte Silbe

Puhhh… Ich muss mal kurz die Luft anhalten und ganz schnell entweichen lassen. Pffffffffff…. Gut, jetzt kann es weitergehen. Dieses Buch ist eine wahre Genussfolter. Ein Klotz der einen anzieht und gleichzeitig abstößt. Klingt komisch, gar widersprüchlich? Ist es auch. Hätte ich das Buch „nur“ in der gedruckten Variante vor mir liegen gehabt, wäre es nach 200 Seiten in hohem Bogen in die Ecke geflogen. Relativ gut geschriebene, aber sich gefühlt endlos ziehende Dialoge und banale Alltagsszenen wechseln sich ab. Da kamen am Anfang noch nicht einmal die sexuellen Dinge ins Spiel, auf die ich auch noch eingehen möchte und die mir selbst beim Hörbuch entweder einen Grinser oder entnervtes Abwinken abnötigten. Und trotzdem ist der Beginn nicht unbedingt zäh, denn Murakami versteht es, den Leser/Hörer bei der Stange zu halten und setzt immer wieder gezielt Informationen, die einen am Ball bleiben lassen, versieht seine Figuren mit Leben und umfangreichen Hintergründen, dass einem Hören und Sehen vergeht. Ganz nebenbei etabliert er eine Welt, die unserer zu 99% ähnlich ist, aber doch eine leicht entrückte Andersartigkeit aufweist, die man nicht unbedingt greifen kann, die aber trotzdem vorhanden ist. Er schreibt diese so selbstverständlich in den Plot, dass man sie einfach so akzeptiert und kaum hinterfragt. Er lässt aber auch Lücken, die man mit seinen eigenen Gedanken und Überlegungen füllen kann. Es ist alles ein Wechselspiel der Gefühle bei diesem Monster an Buch. Die enthaltenen Dialoge, die einen philosophischen Unterbau einbringen, dass einem beim Lesen/Hören die Schädeldecke wegfliegt. Diese Szenen würden andernorts zwei oder mehr Bücher füllen. Murakami packt es einfach alles in diese eine Geschichte, die sich zwar vornehmlich um Tengo und Aomame dreht und doch so viel mehr bietet. In Buch eins und zwei wechseln sich sogar die Kapitel nur aus der Sichtweise dieser beiden Figuren ab. Beide Geschichten umkreisen einander, weisen Parallelen auf, nähern sich immer mehr an, bis die Auflösung der Anspannung nicht entlädt, sondern wie bei einem Reifen mit winzigem Loch ganz schwach entweicht, nur um dann in Band 3 erzähltechnisch weiter anzuknüpfen.
Doch entladen ist das richtige Stichwort, den das andere Gesicht Murakamis in diesem Buch beschreibt und welches man zu großen Teilen mit horizontalen Aktivitäten gleichsetzt und zu einem ebenfalls nicht geringen Anteil mit seinem wiederholendem Erzählen. Leider nimmt der sexuelle Teil in der Geschichte ziemlich viel Raum ein, erschreckend viel. Ich bin ja kein Kind von Traurigkeit und gut geschriebene Sexszenen nehme ich in jeder Geschichte gerne mit, sofern das alles passt und stimmig ist. Aber in was für einer Häufigkeit hier primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale in allerfeinster Form beschrieben und in Nahaufnahme herangezoomt werden, in passiver und aktiver Form, war in manchen Momenten widerlich und in anderen einfach nur noch peinlich. Es sind genau diese Szenen, die Murakamis Schwäche darstellen, sein Anliegen in relativ einfachen Sätzen an seiner Leserschaft zu bringen. Eigentlich hat er es drauf, sein Anliegen so simpel wie möglich aufzuschreiben und einem trotzdem das Gefühl zu geben, etwas sprachlich hochwertiges zu lesen. Doch genau das greift bei den Sexszenen und Geschlechtsbeschreibungsorgien zu kurz und geht nach hinten los. Es sind genau diese endlosen Beschreibungen von Vergewaltigungen, von Verletzungen, von Begierden und Sexspielen, die in diesem Buch irgendwann nur noch langweilen und bei jeder Beschreibung einer Ejakulation Tengos oder den zu kleinen Brüsten von Aomame fast in eine Wut übertreten. Ich weiß, dass der Handlungsstrang von Aomame diese ganzen Szenen und auch Vergewaltigungs- beziehungsweise Unterwerfungsszenen mit sich bringt, aber Murakami dichtet ihr auch eine Schwäche für ältere Männer an, die er in aller Kleinteiligkeit beschreibt, dass es nur noch nervt Oder an anderer Stelle, als es zu einem Sexakt von Tengo kommt, der zwar entscheidend für den Fortlauf der Handlung und auch für das Ende ist, jedoch so ausladend beschrieben und auch immer wieder beschrieben wird, dass mir nur noch Lachen blieb, um es über mich ergehen zu lassen. Später im Buch zuckte ich bei jedweder Erwähnung von Aomames Brüsten oder von Tengos Penis nur noch zusammen und war froh, als es vorbei war und ich in dieser Richtung nichts mehr hören musste. Ich bin mir bewusst, dass das alles mit zur Geschichte gehört, aber es ist in meinen Augen einfach nicht gut geschrieben.
Das zweite Problem in diesem Buch ist Murakamis ewiges Wiederholen von Beschreibungen, mal aus der Sicht von Person A zu Person B oder umgekehrt, manchmal kommt auch noch jemand Drittes ins Spiel und alles geht von vorne los. Das kann man noch nicht einmal an einem konkreten Beispiel festmachen. Vielmehr passiert es ständig und das ist in meinen Augen auch ein Riesenproblem vom Aufbau des Romans. Dadurch, dass ständig in wechselnden Perspektiven erzählt wird und auch alles in dieselbe Richtung strebt, sind Wiederholungen zwangsläufig nicht zu umgehen. Durch Murakamis ausschweifenden Erzählstil jedoch, wird jedem Wort Bedeutung beigemessen und so kommt es auch zu extrem vielen Wiederholungen, die manchmal egal sind, meistens jedoch nur störend der Geschichte im Weg stehen.

Wie hält man das alles aus?

Warum ich es nicht aufgegeben habe liegt an zwei Dingen. Einmal an den schon erwähnten philosophischen Dialogen und Gedankengänge, die in das Buch vielfach eingestreut werden (Stichwörter: Stadt der Katzen, Wenn eine Waffe vorkommt wird sie auch abgefeuert, Little People, Der Leader etc.) und meine Gedanken vielfach am Rotieren hielten. Auch die Ansätze des magischen Realismus haben es mir angetan und mich durchhalten lassen. Dazu bringt Murakami einiges an Zitaten mit oder erwähnt Geschichten/Bücher, die sich fließend in das Gefüge des Buches einfügen.
Doch noch ein zweiter Aspekt war es, der mich nicht zum Verzweifeln brachte und ich die volle Zeit des Hörbuches mitnahm (mal abgesehen davon, dass ich dafür bezahlt habe) und der hört auf den Namen David Nathan. Aufmerksame Leser des Blogs werden schon letztes Jahr diesen Namen bei mir vernommen haben, als ich Stephen Kings „Es“ besprochen habe. Doch auch allgemein ist dieser Mann als Sprecher vieler Hörbücher bekannt (oder als Synchronsprecher von Johnny Depp) und, wie eine kurze Recherche zeigt, nicht nur Stammsprecher von Büchern aus dem Hause King, sondern auch aus Murakamis Feder. Nathan bringt feinste Nuancen zum Vorschein, die den Figuren zu eigen sind und hält diese über die komplette Laufzeit. Sei es die Schüchternheit Tengos, das Spröde bei Aomame, das Zerbrechliche der „Alten Dame“, die Blasiertheit des Detektivs oder die Tonlosigkeit des Killers (bzw. Leibwächters der Alten Dame). Sie alle spricht er mit solchen Unterschieden, so dass man sie immer sofort erkennt. Es ist ein Genuss, diesem Mann beim Sprechen zuzuhören. Ich habe mir „1q84“ immer auf den Fahrten zur und von der Arbeit weg angehört und musste mich regelrecht zwingen, aufzuhören, was zu großen Teilen David Nathan geschuldet ist, der diese große Liebesgeschichte, die in diesem Buch enthalten ist, so in Töne übersetzt, dass man gebannt zuhören muss. Wäre ich in den „Genuss“ gekommen und hätte mir die gedruckte Variante angetan, wäre ich nicht über Teil 1 hinaus gekommen. Das wurde mir selbst über das Hören des Hörbuches klar.

Fazit und Ausblick auf weitere Werke von Murakami

Mein ursprünglicher Gedanke, warum ich diesem Buch den Vorzug gegenüber anderen von Murakami gab, war diese ominöse Jahreszahl, die wohl einen Bezug zu Orwells Werk 1984 herstellen sollte. Dieses Buch wird sogar an einer Stelle zitiert, doch Gemeinsamkeiten weisen diese beiden Werke kaum auf. Eher sind es die Gegensätze, die man herausschälen könnte, was ich aber an dieser Stelle nicht machen möchte. Doch war ich enttäuscht, dass dieser Bezug sich als keiner herausstellte? Nein, denn dazu wurde einiges anderes geboten. Sowohl schlechtes, als auch Gutes. Die Anzahl von 1500 Seiten sind eindeutig zu viel für diese Geschichte, die man locker auf der Hälfte hätte erzählen können. Doch Murakami versteht es, eine Stimmung zu zaubern, die einen dran bleiben und mit dem ganzen Figurenensemble mitfiebern lässt. Ich vermute mal, dass dieses Buch eines der schwächeren von Murakami ist und er auch einige seiner Fans damit enttäuscht hat. Doch für mich selber, bei allen Hürden und geschmacklosem Sex, war es ein guter Einstieg in seine Art zu schreiben und ich werde mir definitiv weitere Bücher von ihm zu Gemüte führen.

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8 Kommentare zu „[Rezension] : Haruki Murakami – 1q84

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  1. Hallo!
    Du sprichst mir vollkommen aus der Seele! Ich hatte mich vor einigen Monaten ebenfalls diesem Mammutwerk gewidmet, mit ebenfalls völlig widerstreitenden Gefühlen. Auf der einen Seite faszinierte mich die Geschichte um die little people durchaus sehr, doch die schier endlosen Wiederholungen in den Dialogen á la Ich habe das getan – Also hast du das getab?- Ja, ich habe das getan – nervte mich mit wachsender Seitenzahl. (ja, ich habe es in gedruckter Form😄) Bisher konnte ich mich auch noch nicht zu Teil 3 aufraffen. Aber tolle Besprechung!
    Liebe Grüße!
    Gabriela

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    1. Hallo Gabriela,

      danke für die lieben Worte. Das du dann immerhin Band 1 und 2 durchgehalten hast, ist bemerkenswert. Dann wird aber der innere Schweinehund für Band 3 zu stark sein, denn es wird ja nicht besser, wenn du die Wiederholungen schon vorher nicht mochtest.

      Liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

  2. Hallo Marc,
    schön, deine Eindrücke zu lesen, die so abweichen von dem, was ich sonst immer über Murakami vernehme. Ich selbst habe zu Murakamis Werken ein ebenso gespaltenes Verhältnis wie du zu deinem Einstiegswerk. Es gibt Kurzgeschichten Murakamis, die ich grandios finde (z.B. „Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah“), aber auch viele Texte, die ich einfach nur oberflächlich, banal und gähnend langweilig finde. Mit „1Q84“ wollte ich es irgendwann auch einmal probieren, um ein neueres Werk Murakamis kennenzulernen. Dank dir weiß ich nun, worauf ich mich einlassen muss. 😉
    Viele Grüße und einen noch schönen Sonntag!
    Kathrin

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Kathrin,

      schön, dass du wieder da bist 🙂

      Dieses Buch vereint galt beide Murakamis und ich finde, dass man selbst bei diesem eher mäßigen, ausufernden Buch schon sieht, was dieser Schriftsteller eigentlich kann. Nur hat er es hier mit seinen Wiederholungen und banalen Szenen einfach übertrieben.
      Vielleicht solltest du Murakami auch über die Hörbücher weitere Chancen einräumen, Nathan hält einen wirklich bei Laune 😉

      Liebe Grüße

      Gefällt mir

      1. Hallo Marc,

        ich habe Murakami bisher tatsächlich nur gehört (und die Verfilmung von „Naokos Lächeln“ gesehen). Aber selbst ein David Nathan kann nicht alles retten. 😀 Ich gebe Herrn Murakami nicht auf und gerade „1Q84′ klingt so außergewöhnlich, dass ich mir davon selbst ein Bild machen möchte. Deine differenzierte Sicht auf das Buch hat Murakami bzw.das Buch aber von dem Thron der Unberührbarkeit genommen, wodurch ich entspannter (also mit weniger hochgeschraubten Erwartungen) an die Lektüre gehen werden. Daher danke – Besprechungen wie deine geben mir den nötigen Anstoß, mich doch noch den gehypten Büchern zu widmen. 🙂

        Gefällt 1 Person

  3. Hey,
    deine Besprechung finde ich toll geschrieben. Mir zeigt sie allerdings auch, dass Murakami immer noch nicht mein Ding ist. Ich habe zwei Bücher von ihm gelesen und als drittes Buch 1q84 irgendwann abgebrochen. Seit dem habe ich es aufgegeben mit ihm warm zu werden. Und das bereue ich auch nicht, wie ich jetzt gerade wieder feststelle.
    LG
    Julia

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Julia,

      vielleicht probierst du mal eines seiner kürzeren Bücher als Hörbuch? David Nathan macht einen wirklich guten Job und hält einen bei Laune. Hätte ich 1q84 lesen müssen, wäre ich da auch irgendwann frustriert stecken geblieben.

      Liebe Grüße

      Gefällt mir

      1. Hi Marc,

        auch wenn David Nathan wirklich toll liest und ich seine Stimme mag, passiert es mir bei Hörbüchern immer wieder, dass ich dabei einschlafe. Wäre das nicht, wäre das aber eine gute Idee, sich dem Autor noch einmal über dieses Medium zu nähern. Vielleicht finde ich ja auch so in ein paar Jahren nochmal einen Zugang zu ihm, manchmal ändert sich sowas ja auch.

        LG
        Julia

        Gefällt 1 Person

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