[Notiz]: Da bin ich wieder

Hausrenovierung und Urlaub

Über zwei Monate sind nun vergangen, seit ich mich ein klein wenig zurück gezogen habe. Auf der faulen Haut lag ich in der Zwischenzeit nicht. Eine Hausrenovierung musste gestemmt werden und der Urlaub mit aktivem Herumliegen an der polnischen Ostsee war das Gegenprogramm dazu.

Natürlich auch Lesen, was sonst

Zwischenzeitlich habe ich euch ja mit ein paar Besprechungen bei Laune gehalten. Gelesen wurde in der Zwischenzeit ebenfalls viel, wovon einige Besprechungen in der nächsten Zeit Zeugnis ablegen sollen. Es war eine rundherum schöne Zeit. Geruhsam im Urlaub und stressig beim Umbau. Doch nun bin ich wieder mit frischen Ideen, mit neuen Kräften dabei und freue mich schon auf Zukünftiges. Ich könnte jetzt in der Zwischenzeit ein paar Worte dazu verlieren, was ich in nächster Zeit alles angehen möchte. Doch aus der Vergangenheit habe ich gelernt, dass man nicht zu viel verraten sollte, denn die Zeit rennt zu schnell dahin und vieles, was ich früher groß angekündigt habe, ist entweder versandet oder schleppt sich so dahin. Also lasst euch einfach überraschen, was so in den nächsten Monaten aus mir heraus sprudeln wird.

Und nun mache ich es doch: Was bringen die nächsten Monate?

Ich freue mich auf jeden Fall auf die Betrachtungen zur Shortlist des Deutschen Buchpreises, welche am 11.09.2018 verkündet wird. Aktuell lese ich mich durch einige der Bücher durch und habe schon ein paar preiswürdige Anfänge lesen dürfen. Wenn ich nach den ersten dreißig Seiten gehe, die ich mir für jedes Buch vorgenommen habe, stehen bei mir auf jeden Fall „Die Gewitterschwimmerin“, „Vor der Drachenwand“ und „Der Vogelgott“ hoch im Kurs und haben für mich persönlich gute Chancen auf die Shortlist. Bei „Hier ist noch alles möglich“ bin ich mir nicht schlüssig, wie ich den Anfang bewerten soll. Zu viele einfache Sätze prägten das Bild und die Geschichte reizt schon allein deswegen nicht. Doch irgendwie geht auch eine eigenartige Stimmung von diesem Text aus, welche mich doch fasziniert. Kein Shortlistkandidat, dafür ist die Sprache zu simpel, aber definitiv ein Buch, welches ich mir für später beiseitelegen werde.
Definitiv nicht weiter anschauen werde ich mir das Buch von Helena Hegemann, welches mir zu sehr mit der Dampframme geschrieben scheint und von der Form her spricht mich „Lebt wohl, ihr Genossen und Geliebten!“ nicht an. Sprachlich zwar sehr schick und das Versmaß mag ein schönes Stilmittel sein, aber nach den gelesenen 30 Seiten war mir das schon zu viel und bereitete Kopfmschmerzen. Aktuell noch offen habe ich für mich persönlich Maxim Billers „Sechs Koffer“, natürlich Nino Haratischwillis „Die Katze und der General“ (zu diesem Buch will ich unbedingt eine Art Double Feature mit „Das achte Leben“ machen), „Dunkle Zahlen“ und „Gott der Barbaren“. „Heimkehr nach Fukushima“ habe ich angefragt, aber noch keine Bestätigung bekommen, ob mir das Leseexemplar noch zugesandt wird oder nicht.
An dieser Stelle möchte ich dem Portal NetGalley ein großes Dankeschön aussprechen, die wiederholt die meisten Bücher der Longlist zum Deutschen Buchpreis für Rezensionszwecke in ihrem Portal zur Anfrage bereit stellen. Das funktioniert tadellos und man hat meist nach zwei bis drei Tagen das Rezensionsexemplar auf dem ebook-Reader. Auch den Verlagen ein Riesendankeschön, dass ihr das so problemlos bereitstellt.

Ein zweites großes Ereignis wirft auch schon seine ersten zarten Fühler aus und findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt – der Debütpreis, ausgerichtet vom Blog „Das Debüt“. Hier stehen schon wieder einige aufregende Romane zur Auswahl und ich habe es in diesem Jahr sogar geschafft, immerhin schon drei Titel von dieser langen Liste zu lesen. Eine gute Zahl, bisher war es immer nur ein Buch. Auf diesen Preis und die Beschäftigung mit den fünf nominierten Büchern freue ich mich besonders, da die drei Mädels, die den Blog betreiben, bisher immer eine gute Auswahl getroffen haben und einen guten Querschnitt durch den Jahrgang zusammenstellen. Ich bin gespannt, was sie uns Bloggern, die in der Jury sitzen diesmal auftischen werden. Letztes Jahr war ja vom experimentellen Text bis zum Mainstream alles in irgendeiner Form vertreten.

Ansonsten möchte ich weiterhin mein Projekt Dark Tower pflegen. Wenn ich schon keine weiteren Mitstreiter finde, so will ich doch wenigstens selber etwas präsentieren. Ich komme langsam voran, was aber nicht der Qualität der Bücher dieser Reihe geschuldet ist, sondern der Quantität der Bücher, die ich mir aktuell selber in einer Unmenge aufhalse. So geht es mit dem dritten Band schleppender voran, als ich es eigentlich wollte. Immerhin laboriere ich schon knapp ein Jahr an dem dritten Teil, lese mal ein paar Seiten und habe wieder etwas anderes zu lesen. Das bedeutet aber nicht, dass mir diese Reihe nicht am Herzen liegen würde. Im Gegenteil freue ich mich über jede Sekunde, die ich in dieser Geschichte verbringe und wenn es nur kurz ist. Jedes Mal, wenn ich eine Seite aufschlage, ist es, als würde ich nach Hause kommen. Es fühlt sich sofort alles vertraut an und so, als wäre ich nie weg gewesen. Ihr könnt euch also freuen, es wird auch an dieser Stelle weitergehen.

Zum Abschluss noch ein Gedicht von Erich Kästner, der mit seinen Worten, egal zu welchen Zeiten, immer irgendwie einen Kern zu treffen scheint und immer aktuell ist. Diese Tage, die meine Heimat wiederholt von ihrer hässlichen Seite zeigen (ich komme ursprünglich aus Meißen), geben einem zu denken. Ob das hier eigentlich totaler Nonsens ist, ob es noch Sinn macht. Doch man muss all dem Wahnsinn auch immer die Kultur entgegenstellen, vielleicht ein wenig mehr aus sich heraus gehen, mehr Widerstand wagen, mehr Meinung wagen. Vielleicht werde ich das machen, wenn es mir die Zeit erlaubt.
Doch nun Erich Kästner:

Ihr liebt den Haß und wollt die Welt dran messen.
Ihr werft dem Tier im Menschen Futter hin,
damit es wächst, das Tier tief in euch drin!
Das Tier im Menschen soll den Menschen fressen.

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen - Mit dem Absenden des Kommentars geben Sie gleichzeitig ihr Einverständnis zur Datenschutzerklärung auf dieser Seite

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑

Gassenhauer

Literaturblog

Bookster HRO

Unabhängig | subjektiv | ehrlich

glasperlenspiel13

bücher / libros / livres

The Blog Cinematic

Film als emotionalisierende Kunstform

MonerlS-bunte-Welt

(zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie beim Buchhändler Ihres Vertrauens)

Der Leiermann

(zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie beim Buchhändler Ihres Vertrauens)

Der Schneemann

Blog zur Krimi-Radiosendung

Sören Heim - Lyrik und Prosa

Website des Schriftstellers Sören Heim

Der Hotlistblog

UNABHÄNGIGE BÜCHER – UNABHÄNGIGE VERLAGE

Literatur.denken

von Samuel Hamen

Angelika liest

Ein Leben ohne Bücher ist wie ein Garten ohne Rosen

the lost art of keeping secrets

Ich will keine Schokolade, ich les' lieber Thomas Mann! (frei nach der Stunksitzung 2014)

Die dunklen Felle

Krimis, Schafe - und Felle.

Anonyme Köche

(zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie beim Buchhändler Ihres Vertrauens)

Leckere Kekse & mehr

Kekse backen, Bücher lesen und mehr

%d Bloggern gefällt das: