[Debütpreis 2018]: Einarbeiten in die Bücher der Shortlist – Erste Einsichten


Gut drei Wochen ist es nun her, seit die Shortlist für den Bloggerpreis für das beste Debüt 2018 verkündet wurde und mittlerweile liegen alle Bücher zur Begutachtung vor, drei als Hardcover, zwei als eBook. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an die Verlage für das schnelle Zusenden der Rezensionsexemplare beziehungsweise das Bereitstellen des elektronischen Exemplars. Das lief, wie auch schon in den letzten Jahren, ohne jede Komplikation über die Bühne.

Doch was ist nun in der Zwischenzeit passiert? Zwei Bücher habe ich abgeschlossen („Bevor wir verschwinden“ und „Nichts, was uns passiert“), wobei ich das Zweite unabhängig vom Preis schon im Laufe des Herbstes gelesen hatte (Besprechung dazu findet ihr hier – klick). Zwei Bücher habe ich angefangen beziehungsweise bin mittendrin („Orchis“ und „Der letzte Huelsenbeck“). Bei ersterem bin ich über die ersten Kapitel noch nicht hinaus gekommen. Kam ich mit dem ersten Kapitel noch nicht richtig in die Geschichte hinein, wo eine Art Tanz der Toten im Mittelpunkt steht, wird das Bild ab dem zweiten Kapitel klarer und der Einstieg wird ab da gelungener. Ich bin richtig gespannt, was mich da noch erwarten wird. Bei „Der letzte Huelsenbeck“ hat sich nach anfänglicher Euphorie eine kleine Ernüchterungsdelle eingestellt. Waren die ersten Seiten sehr humorvoll und derb, schlichen sich schnell Ermüdungserscheinungen ein, da der Plot irgendwie auf der Stelle tritt. Doch es scheint immer mehr eine Art Hyperrealismus oder Spinnereien durch, die der Hauptfigur durch den Kopf schießen und immer mehr die Rolle übernehmen. Das weckt wieder mein Interesse an der Geschichte. Sprachlich gibt es bei beiden angefangenen Werken nichts auszusetzen. Sie transportiert mit den passenden Mitteln ihre jeweilige Geschichte.

„Bevor wir verschwinden“ werde ich in den nächsten Tagen ausführlich auf dem Blog vorstellen. An dieser Stelle würde ich als Kurzfazit sagen, dass das Buch zwar sprachlich nicht ganz zu begeistern weiß, insbesondere die direkte Rede ohne Anführungsstriche, atemlos in den Text gesetzt, was an manchen Stellen nicht so einfach zu lesen ist, wenn im Stakkato „er sagte“ oder „sagte ich“ und viele andere Formen davon auf einen einprasseln. Doch der Inhalt holt dieses Manko bei weitem wieder heraus. So liest sich dieses dünne Büchlein mit großzügig gesetztem Text zügig durch. Mehr würde man bei dem Thema, so glaube ich jedenfalls, nicht ertragen. Starkes Debüt, welches ich auf Anhieb auf Platz meiner aktuellen Bestenliste für das Debüt 2018 setzen würde.

Somit habe ich eine aktuelle Rangfolge, bei der nur die abgeschlossenen Bücher auftauchen. Also bleibt es spannend:

  • Platz 1 – Bettina Wilpert – „Nichts, was uns passiert“
  • Platz 2 – David Fuchs – „Bevor wir verschwinden“
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5 Kommentare zu „[Debütpreis 2018]: Einarbeiten in die Bücher der Shortlist – Erste Einsichten

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    1. Hallo Eva, deinen anderen Kommentar beantworte ich noch später. Hier kurz: Eine Rezension zu Fuchs habe ich noch gar nicht veröffentlicht. Kommt die nächsten Tage erst.

      Liebe Grüße und einen schönen zweiten Advent

      Gefällt mir

  1. Die Reihenfolge deckt sich mit meiner Einschätzung, ich würde nur die Gamilscheg, die ich für das „zweitbeste§ Buch halten dazwischenreihen und der letzte Huelsebeck ist auch sehr faszinierend, bleibt leider in der Reihung über und meine Eindrucke bezüglich „Orchis“ sind seit Frühlin, seit ich es gelesen habe, sehr verblasst, eine tolle Shortlist mit sehr unterschiedlichen Büchern, wo eigentlich jedes einzelne faszinierend ist, liebe Grüße aus Wien und schönes Weiterlesen, ein Longlistbuch und noch vieles andere steht noch auf meiner heurigen Leseliste, wo ich mich allmählich den Weihnachtsbüchern widmen werde und auf die Eindrücke der anderen und das Fazit bin ich gespannt!
    https://literaturgefluester.wordpress.com/2018/12/08/wuerfelspielereien/
    https://literaturgefluester.wordpress.com/2018/12/04/nichts-was-uns-passiert/
    https://literaturgefluester.wordpress.com/2018/11/23/alles-was-glaenzt/
    https://literaturgefluester.wordpress.com/2018/11/07/bevor-wir-verschwinden/
    https://literaturgefluester.wordpress.com/2018/11/29/der-letzte-huelsenbeck/
    https://literaturgefluester.wordpress.com/2018/04/08/orchis/
    Bin auch sehr gespannt, was du zu „Alles was glänzt“, was hier ein wenig unterzugehen scheint, sagst, ist aber auch ein tolles Buch, sprachlich fein erzählt und der Realismus ist irgendwie trotzdem da und das österreichische Debutpreisbuch ist es auch!

    Gefällt 1 Person

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