[Notiz]: Das war 2018

Rückblick – Jedes Jahr nach Weihnachten dasselbe Spiel

Die fetten Braten sind verspeist, der Stollen beziehungsweise anderes traditionelles, ortsabhängiges Gebäck ist auf den Hüften gelandet und die Weihnachtsmusik wird bis zum November 2019 wieder eingemottet. Also ist es nun wieder einmal Zeit auf das zurückliegende Jahr zurückzublicken. Auf das, was war, wie es gelaufen ist und was einem so richtig Freude gemacht hat. An die jeweiligen Monatsrückblicke vom Blog Poesierausch angelehnt möchte ich das ab sofort auch so gestalten, dass ich nicht nur das Lesen, sondern die anderen Medien in diesen Rückblick in den Mittelpunkt stellen will. Das Lesen gehört dazu, aber auch all die anderen Dinge, die nicht unbedingt mit Literatur zu tun haben müssen. Vielleicht werde ich es 2019 auch so machen, dass ich zumindest pro Quartal so einen kleinen Rückblick anbiete. Mal sehen, ob ich mich dazu aufraffen kann.

Gelesenes oder Frauen, Indies und Debüts

In den letzten Jahren habe ich euch immer am Ende meiner Rückschau eine kleine Statistik geliefert. Was wurde am meisten angeschaut? Welche Besprechungen sind so richtige Dauerbrenner oder haben es diesmal auch aktuelle Artikel in die Top 5 geschafft? Das werdet ihr am Ende von diesem Abschnitt sehen.

Dieses Jahr war dem Gefühl nach etwas Besonderes für mich. Auch wenn man es 2018 nicht mehr betonen sollte, so habe ich einiges mehr an Frauen gelesen als sonst bei mir üblich. Zwar haben die männlichen Autoren noch einen Überhang, aber die Bilanz der zumindest ausgelesenen Bücher liegt bei 17:14 fast ausgeglichen. Damit seht ihr auch, dass ich im zurückliegenden Jahr 31 Bücher gelesen habe, was für mich ein richtig guter Wert ist. Sonst lag ich immer bei zirka 20. Dazu kommt noch, dass ich einiges mehr auch angelesen, aber zwischenzeitlich auch wieder beiseitegelegt habe, um es später wieder aufzunehmen. Ein bis vier Bücher sind da bestimmt noch in der Zeit vom Schreiben dieses Textes bis zur Veröffentlichung dazu gekommen. Jedenfalls ist mir in diesem Jahr auch aufgefallen, wenn wir schon das Thema Frauen aufgreifen, dass mir die Bücher der weiblichen Autoren fast alle durch die Bank weg besser gefallen haben und eindringlicher gewirkt haben. Ich kann noch nicht mal ausmachen, woran es genau gelegen hat. Ich werde versuchen, dem im nächsten Jahr genauer auf den Grund zu gehen, denn ich habe mir vorgenommen, die Statistik zugunsten der Frauen umzudrehen. Mal sehen, ob mir das gelingt.

Was mich noch mehr überraschte war, dass ich mich in diesem Jahr intensiv mit den Indieverlagen auseinander gesetzt habe und auch einige Bücher aus diesem Bereich gelesen habe. Insbesondere die Frankfurter Verlagsanstalt, der Verbrecherverlag, der Septime Verlag und der Mirabillis Verlag haben es mir in diesem Jahr mit ihren Büchern angetan. Allen voran liegt bei mir in meinem persönlichen Ranking Bettina Wilpert mit „Nichts, was uns passiert“ unangefochten auf Platz 1. Mit einer klaren, nüchternen Sprache versehen, zeigt die Autorin in dem Buch den Verlauf einer Vergewaltigung auf, ohne diese selbst zu beschreiben. Es geht um das davor und vor allem um das danach und wie Opfer und Täter (!) mit dieser Situation umgehen. Eines zeigt dieses Buch aber ganz deutlich: Vergewaltigung kann auch in einem sehr intimen Nahfeld des Bekanntenkreises passieren und muss nicht immer spontan von Unbekannten induziert werden. Sehr eindrückliche Lektüre. Ebenfalls aus den unabhängigen Verlagen haben mich in diesem Jahr die Werke von Mareike Fallwickl („Dunkelgrün, fast Schwarz“ Frankfurter Verlagsanstalt), Nino Haratischwili („Die Katze und der General“, Frankfurter Verlagsanstalt), Susanne Röckel („Der Vogelgott“, Jung und Jung Verlag), Daniel Faßbender („Die weltbeste Geschichte vom Fallen“, mirabilis Verlag), Jesmyn Ward („Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, Singt“, Antje Kunstmann Verlag) und Myriam Keil („Das Kind im Brunnen“, Septime Verlag) begeistert zurückgelassen. Nicht immer waren das Bücher, zu denen man greift, um sich abzulenken. Dafür sind sie manchmal doch zu aufwühlend. Doch ich lege bei mir einen anderen persönlichen Maßstab an, um am Lesen Spaß zu haben. Da darf es gern auch ein wenig derber zugehen und auch hässlich werden.

Neben den vielen guten Büchern aus den Indieverlagen haben mich dann in diesem Jahr noch die folgenden Bücher gefordert und begeistert: Hannes Köhler („Ein mögliches Leben“, Ullstein), Kathrin Weßling („Super, und dir?“, Ullstein) und Gunnar Kaiser („Unter der Haut“, Berlin Verlag). Ebenfalls allesamt Bücher, die schwierige Themen literarisch auf unterschiedliche Weise zu verpacken verstehen. Insbesondere Gunnar Kaisers Debüt sticht da sprachlich noch einmal heraus. Das Buch ist eines, welches bibliophil veranlagte Menschen in Freundstürme versetzen dürfte.

Doch was macht die Statistik zu all diesen gelesenen Büchern, die ich 2018 verschlungen habe? Wie hat welches Buch durch Klicks abgeschnitten? Letztendlich wird ein Beitrag ja daran gemessen, wie oft er gelesen oder kommentiert wurde. Dafür machen wir als Blogger die Arbeit. Wie jedes Jahr mache ich daraus zwei Mal eine Top 5. Einmal eine allgemeine, blogumfassende, bei der nicht unbedingt die Bücher im Vordergrund stehen müssen, sondern auch allgemeine Artikel, die sich mit der Literatur beschäftigen und eine zweite Statistik zu Beiträgen, die nur 2018 veröffentlicht wurden. In der Statistik über alle Artikel des Blogs erkennt man, dass vor allem Klassiker zu den Dauerbrennern des Blogs gehören. Sowohl das Interesse an Kafka als auch Erich Kästner ist ungebrochen. Auch Jules Verne, den ich auch schon mehrfach besprochen habe, bekam einiges an Aufmerksamkeit, aber nicht mehr so viel, wie die letzten Jahre. Einzig Mareike Fallwickl und John Boyne durchbrechen diese Phalanx. Insbesondere bei Mareike freut mich das besonders, da dieses besondere Buch eben auch besondere Aufmerksamkeit verdient hat. Damit ist sie in der Statistik für 2018 unangefochten und mit Abstand auf Platz 1. Die Anzahl, mit der diese Besprechung angesehen wurde, ist für einen im zurückliegenden Jahr erschienen Artikel bahnbrechend auf meinem Blog. So eine hohe Zahl hatte ich für eine Neuerscheinung noch nie zu verzeichnen.
Doch auch generell habe ich ein erhöhtes Interesse am Blog festgestellt. Zum einen durch mein penetrantes Teilen auf diversen Facebookseiten und auf Instagram, aber auch so zieht es nach und nach mehr Menschen zu meinem Blog. Ist damit der Knoten nun geplatzt? Wir werden sehen, was 2019 bringt. Ich sehe es jedenfalls weiterhin entspannt und ob nun, wie aktuell knapp 12000 Leute bei mir vorbeischauen oder 5000 ist halbwegs egal, Hauptsache es sind ein paar, die meine Eingebungen und mein Geschwafel ertragen und für gut befinden. Ich sage jedenfalls jedem Einzelnen Danke für euren Besuch, eure Likes und eure Kommentare auf meinem Blog. Ich freue mich schon auf die Interaktionen im neuen Jahr, mit vielen neuen spannenden Büchern, die es zu besprechen gilt, auch Neuerscheinungen.

Top 5 insgesamt:

  • Platz 4: Mareike Fallwickl – Dunkelgrün, fast Schwarz (433/-)

Top 5 Artikel aus 2018:

  • Platz 1: Mareike Fallwickl – Dunkelgrün, fast Schwarz

Gesehen – Endlich die Sachen schauen, die man sich seit Ewigkeiten auf die „Unbedingt Anschauen“- Liste gesetzt hat

Was habe ich in den letzten Jahren alles verpasst. Da gab es zum Beispiel diverse Kinofilme, die ich eben dort dann doch nicht sehen konnte. Allen voran die lang ersehnte Verfilmung zum „Dunklen Turm“, die sich im Nachhinein als Flop herausstellte und ich froh war, es nicht auf der großen Leinwand gesehen zu haben. Oder als Terminator 2 generalüberholt vor 2 Jahren (oder 3?) noch einmal über die große Leinwand flimmerte. Das hätte ich mir in Nürnberg gerne auf der richtig großen Leinwand angesehen. Jedoch muss ich generell bei mir feststellen, dass ich in den letzten Jahren auch nicht die große Lust hatte ins Kino zu gehen. Waren so einige Filme dabei, bei denen ich mit großen Erwartungen hinein und vollkommen enttäuscht wieder raus bin. Das war in diesem Jahr zum Glück ein wenig anders und die Lust am Kino ist wieder geschürt.

Doch was habe ich mir denn nun in diesem Jahr angeschaut? Zum einen den neuen „Avengers: Infinity War“, bei dem ich bei allem Bombast dachte, so muss Action- und Fantasykino heute sein. Ich habe lange Zeit die Marvelfilme gescheut, habe dem Hype darum misstraut und muss doch zugeben, dass diese Filme Unterhaltung in Perfektion sind. Selbst ohne die Filme vorher zu kennen (ich habe mich im Vorfeld nur ein wenig angelesen und das Franchise auch so ein bisschen verfolgt) war man sofort in dem Film drin, alle Welten (Guardians, Avengers, Black Panther, Doctor Strange und vieles anderes) werden sinnvoll und ohne große Hektik miteinander verknüpft. Und, was für mich ein großartiges Indiz ist, dass die Zeit von zweieinhalb Stunden wie im Flug verging. Nun muss ich mich mal an einen Run aller Filme machen, inklusive einer erneuten Sichtung des Infinity Wars, um nächstes Frühjahr den neuen Avengers mit vollem Genuss sehen zu können (Trailer: Klick; dieser ist ebenfalls perfekt – er deutet an, ohne zu viel von der Story zu verraten). Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf diesen Film.

Desweiteren habe ich mir Venom angeschaut. Bei diesem Film wusste ich im Vorfeld schon, dass man seine Erwartungen enorm herunterschrauben muss, da er nicht so gewaltvoll ausfallen würde, wie im Vorfeld angekündigt. Herausgekommen ist eine launige Actionkomödie, die trotz ihrer Kurzweiligkeit (vor allem Tom Hardy und der Symbiont tragen dazu bei) weit unter ihren Erwartungen bleibt. Wenn man dagegen den Avengersfilm hält, liegen da Welten dazwischen.

Und dann war da noch der zweite Teil von Deadpool, dessen Erstling so richtig erfrischend war, zog er doch den Superheldenkosmos, vor allem die X-Men (und dort speziell Wolverine) durch den Kakao, legte sich keinen Maulkorb an und war so richtig derb (was man auch von Venom hätte erwarten können). Daran schließt auch der zweite Teil an und legt den Gang nach dem Motto „It’s Bigger, It’s Better“ ein bis zwei Stufen höher. War der erste Teil mehr darauf bedacht, die Figur einzuführen, ging man nun differenziertere Wege. Mancher Gag saß zwar nicht oder war eine Wiederholung von Einstellungen aus dem Vorgänger. Doch dann gab es noch andere Einstellungen, die einem mehr als ein Schmunzeln auf das Gesicht trieb. Kurz gesagt, dieser Film war ein Fest für Nerds und Fans. So richtig klasse waren die Gastauftritte, zum Beispiel von Matt Damon (wetten, den erkennt ihr nicht) und Brad Pitt in einem 1- Sekunden Auftritt. Und eine Superkraft in diesem Film ist einfach nur genial ausgedacht. Eine Figur mit Glück als Superkraft und das auch noch so gut umzusetzen ist ein richtig guter Clou. Jedes Mal, wenn man denkt, jetzt ist sie dran, kommt eben dieses Glück um die Ecke. Unbedingt anschauen, aber nur mit robustem Magen. Deadpool ist seit langem wieder Actionkino pur ohne zu doof zu sein.

Und im Heimkino? Da habe ich vor allem Serien geschaut. Filme spielten eine eher untergeordnete Rolle. So habe ich zum Beispiel den Actionfilm „The Raid“ geschaut, der ultrabrutal einen Polizeieinsatz auf ein Hochhaus zeigt, wo sich eine Drogenbande versteckt hält. Ein einziger Parforceritt mit wunderbaren Kampfeinlagen. Dazu habe ich noch „Split“ eingeschoben, um mich auf die Fortsetzung „Glass“ vorzubereiten, der „Unbreakable“ und „Split“ zusammenführt. Und natürlich habe ich die Verfilmung zum „Dunklen Turm“ gesehen und im Rahmen von meinem „Projekt Dark Tower“ eine vernichtende Kritik dazu geschrieben (siehe hier: klick). Apropos Dark Tower, nachdem ich den Film gesehen hatte, war die Lust am Vierten Durchlauf der Romane ein wenig verflogen. Nun aber, nach über einem Jahr habe ich mich wieder in die Waste Lands begeben und ihr könnt euch auf 2019 freuen, da werde ich das Projekt wieder aufnehmen.

Bei den Serien liebäugelte ich schon seit einiger Zeit, „The Walking Dead“ weiter zu schauen. Vor acht Jahren, als die erste Staffel heraus kam, dachte ich noch, endlich wird so etwas im Serienbereich umgesetzt. Die erste Folge war in Spielfilmlänge ein richtig guter Einstieg, aber auch die restlichen fünf Folgen wussten zu begeistern. Hart umgesetzt, mit genau der richtigen Menge an Zombieaction, aber auch viel Drama drum herum, was ich aber als passend empfand. Doch dann kamen die Kinder ins Leben und mit Zombies wollte ich erst einmal nichts am Hut haben. Doch das Interesse war latent immer wieder vorhanden, endlich weiter zu schauen. Nun bin ich mittlerweile mitten drin und schaue aktuell die fünfte Staffel. Und ich muss salopp sagen, meine Fresse, was die dort aufziehen ist in meinen Augen erste Sahne. Schockmomente wechseln sich mit ruhigen Szenen ab. Die letzte Folge der vierten Staffel und die erste der fünften schlagen dem Fass dabei bisher den Boden aus, was die Gewalt angeht. Ich finde es bisher richtig gut umgesetzt, bis auf wenige Ausnahmen kein bisschen langweilig oder langatmig und bin gespannt, wohin sich die Sache entwickelt, wobei ich schon grob weiß, was kommen wird. Insgesamt bin ich begeistert, wie das umgesetzt wird, schonungs- und erbarmungslos, manchmal aber auch etwas hanebüchen.

Weiterhin habe ich die dritte Staffel von Lucifer verschlungen. Auch wenn die im Vergleich zu „The Walking Dead“ eher handzahm ist, hat sie doch ihren ganz persönlichen Charme. Schade war, dass die dritte Staffel ein wenig zu aufgeblasen war und vor allem zu Beginn nicht richtig wusste wohin mit sich. Als sie sich dann aber auf den Hauptplot konzentrieren konnte, war es Unterhaltung allererster Sahne. Diese Serie kann ich nur empfehlen. Ich bin gespannt, wie die vierte Staffel aussehen wird, nachdem sie nun bei Netflix untergekommen ist.

Und sonst? Es flimmerten noch „The Americans“ (Spionageserie, in den Achtzigern angesiedelt und sehr spannend), „Life in Pieces“ (typisch amerikanische Sitcom in Episoden pro Folge gegliedert, anfangs sehr lustig, nutzt sich das im Laufe der dritten Staffel leider ab und die Figurenentwicklung tritt auf der Stelle) und „Unreal“ (sehr bissige Serie über eine Show, dem Bachelor ähnlich und dabei hinter den Vorhang schaut und so manches offenbart, was man dann am Ende im Fernsehen gar nicht zu sehen bekommt) über den Bildschirm.
Angefangen habe ich etliches, was aber bis 2019 warten muss. Generell ist es Wahnsinn was in den letzten Jahren an Serien entwickelt wurde und wie professionell alles gemacht ist. Wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich um Filme in den letzten Jahren einen Bogen gemacht habe.

Gehört oder Techno fetzt

Wer mir schon eine Weile folgt oder mich persönlich kennt, der weiß, dass ich der elektronischen Musik verschrieben bin und in diesem Bereich war auch 2018 wieder ein Jahr, welches mir ein paar schöne Hörmomente beschert hat. Zum einen sind wieder fantastische Alben erschienen, die mich durch das ganze Jahr begleiteten oder zum Ende hin begeistert haben. Zum anderen bin ich auf eine neue Mixserie namens cercle auf youtube gestoßen, die bekannte DJs und Liveacts an sehr schöne Orte irgendwo in Frankreich einladen, um dort vor einer ausgewählten Menge an Leuten zu spielen. Darauf aufmerksam wurde ich, als ich nach neuen Gemischtwaren von Dominik Eulberg gesucht habe und dabei diesen wunderbar genialen Mix von ihm fand (klick – da muss man gleich mittanzen, nicht wahr?).
Doch welche Alben waren es nun, die mich so begeistert haben und durch das Jahr trugen. Eines ist gewiss, in den Charts findet ihr davon garantiert kein einziges. Den Anfang machte in diesem Jahr ein Album welches die Seite residentadvisor angepriesen hatte, zwar schon im Novmeber 2017 erschienen, aber erst 2018 gekauft. Das Album „Exhilarator“ von Claro Intelecto ist ein buntes Techno- Potpourri verschiedener Gangarten dieser Musik. Parallel dazu war auch „Playground“ von Kink im Warenkorb, welches gegenüber seinem Debüt leider etwas abbaut. War sein Erstling von Experimentierfreude geprägt, geht er auf der neuen Scheibe etwas konventionellere Wege, aber immer noch unverkennbar KiNK. Im Frühjahr lief mir dann die Scheibe „Hunchin‘ all night“ von Hunee über den Weg. Leider konnte ich die Musik darin noch nicht so vertiefen, weil mich andere Sachen davon abgebracht hatten, aber die ersten Durchläufe habe ich als sehr einprägsam in Erinnerung und die Scheibe wird 2019 definitiv noch öfter abgespielt. Dann kam DJ Koze mit seinem Album „Knock Knock“ daher, welches mit zu einem der besten des Jahres gehört, wenn nicht sogar der letzten Jahre. Auf dieser Scheibe trifft man viele Stile unterschiedlicher Art an und es bis auf ein zwei Ausnahmen wird einem bei Cosy Koze nie langweilig. Unbedingt anhören, auch wenn man mit elektronischer Musik nicht so viel am Hut hat. Dann war lange Zeit Ruhe, weil etwas wichtigeres dazwischen kam (siehe Gemacht) bis ich auf den letzten Drücker doch noch ein Album gekauft habe, welches mich atemlos zurückgelassen hat, denn einer meiner Lieblingsliveacts hatte seinen dritten Longplayer angekündigt und das ausgerechnet auf dem Label von Modeselektor (die 2019 übrigens ein neues Album herausbringen). Die Rede ist von Redshape und die Scheibe heißt „A Sole Game“ mit Techno in Reinform, eine Referenz an das Früher und ein Blick in die Zukunft. Eine Review dazu habe ich für die Booknerds geschrieben (siehe hier: klick).

Zu diesen Alben habe ich auch wieder sehr viele einzelne Tracks gehört, von denen ich vor allem einen hervorheben möchte, da er von einem meiner absoluten Lieblingsdjs stammt: Dominik Eulberg. Der Track heißt „Oleanderschwärmer“ und ist ein in sich schon ein Fünzehnminütiges Kunstwerk. Doch warum erwähne ich diesem Künstler gleich zweimal? Einfach weil dieser Mensch nicht nur wunderbare Sets macht, noch schönere Musik, sondern sich auch extrem für den Naturschutz engagiert. Schaut mal auf seiner Seite vorbei und holt euch die Infos dort ab. Für mich einer der faszinierendsten Menschen in dieser Szene (auch er mit neuem Album 2019).

Gemacht: Brot backen und Haus renovieren

Im zurückliegenden Jahr gab es zwei Dinge die ich groß angepackt habe: Das eigene Haus renovieren und das Brot backen intensiveren.
Bei Ersterem bin ich mit meiner Familie nach fünfjähriger Suche endlich am Ziel angekommen. Es ist nicht das Traumhaus, aber genau das, was zu unserer aktuellen Situation passt. Wir haben es im Sommer mit der Hilfe vieler Hände auf Vordermann gebracht und fühlen uns ganz behaglich da drin. Es gibt zwar noch viel zu tun, was aber normal ist in einer gebrauchten Immobilie.
Das Brot backen ist dabei neben dem Lesen nicht zu kurz gekommen. 2017 habe ich damit begonnen, mit Hefe Brot zu backen und 2018 bin ich den Schritt zum Sauerteig gegangen. Das habe ich vor allem Claudio Del Principe und seinem Buch „A Casa” zu verdanken (siehe hier:
Klick). Eine Bereicherung ist dieses Buch nicht nur beim Brot backen, es hat nur jedoch den nötigen Tritt in den Hintern verpasst, um endlich damit anzufangen. Aber auch abseits dessen hält dieses Buch sehr viele leckere Rezepte bereit.

 

Ausblick: Was wohl kommen mag?

Auch 2019 hält sicher wieder einige spannende Sachen bereit. So läutete es schon vor Weihnachten von den Dächern, dass der Blog „We read Indie” neue Betreiber sucht, worauf ich mich ganz kühn darauf gemeldet habe. Drückt die Daumen, dass das klappt und ein neues Team zusammengestellt werden kann. Des weiteren bin ich schon auf die vielen neuen Titel aus dem Frühjahrsprogramm gespannt. Ich wälze keine Vorschauen und lasse mich jedes Jahr von neuem überraschen, was da kommen mag, jedoch habe ich schon einige spannende Autorennamen vernommen. Pläne für den Blog habe ich diesmal keine, außer, dass das Projekt Dark Tower endlich weiter geführt wird. Ansonsten lasse ich mich überraschen, was das Jahr 2019 so für mich bereit hält.
Rutscht gut rein ins neue Jahr und wir sehen uns dann ab der zweiten Januarwoche wieder. Bis dahin wünsche ich euch allen eine schöne und entspannte Nachweihnachtszeit.

Werbeanzeigen

2 Kommentare zu „[Notiz]: Das war 2018

Gib deinen ab

  1. Lieber Marc, ich wünsche dir einen guten Jahresanfang und ein tolles neues Jahr. Was deinen Plan mit „We read indie“ betrifft, drücke ich dir ganz fest die Daumen. Das kann ich mir mit dir an der Spitze sehr gut vorstellen. Wenn du dann inhaltliche Unterstützung benötigst, kannst du gerne auf mich zurückgreifen. Das eine oder andere Indie-Buch steht auch auf meiner Leseliste. LG, Petra

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Petra,

      ich wünsche dir auch einen guten Start und ein schönes neues Jahr.
      Was We read Indie betrifft, bin ich gespannt, wohin sich das entwickelt. Das Interesse, es zu führen und mit anderen zu übernehmen ist definitiv vorhanden. Schaun mer mal.

      Ganz liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen - Mit dem Absenden des Kommentars geben Sie gleichzeitig ihr Einverständnis zur Datenschutzerklärung auf dieser Seite

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑

Gassenhauer

Literaturblog

Bookster HRO

Unabhängig | subjektiv | ehrlich

glasperlenspiel13

bücher / libros / livres

The Blog Cinematic

Film als emotionalisierende Kunstform

MonerlS-bunte-Welt

(zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie beim Buchhändler Ihres Vertrauens)

Der Leiermann

(zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie beim Buchhändler Ihres Vertrauens)

Der Schneemann

Blog zur Krimi-Radiosendung

Sören Heim - Lyrik und Prosa

Website des Schriftstellers Sören Heim

Der Hotlistblog

UNABHÄNGIGE BÜCHER – UNABHÄNGIGE VERLAGE

Literatur.denken

von Samuel Hamen

mscaulfield

gib mir kaffee und bücher und ich bin friedlich.

Angelika liest

Ein Leben ohne Bücher ist wie ein Garten ohne Rosen

the lost art of keeping secrets

Ich will keine Schokolade, ich les' lieber Thomas Mann! (frei nach der Stunksitzung 2014)

Die dunklen Felle

Krimis, Thriller und Science Fiction

Anonyme Köche

(zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie beim Buchhändler Ihres Vertrauens)

Leckere Kekse & mehr

Kekse backen, Bücher lesen und mehr

%d Bloggern gefällt das: