[Notiz]: Ein Abschied! Kein Abschied!

Zeit für eine Veränderung

pixlr_20190306114718554.jpgSechs Jahre betreibe ich nun diesen Blog. Sechs Jahre, in denen mir viele Bücher durch die Finger flutschten, ich viele Leute zumeist digital kennengelernt habe und sechs Jahre in denen sich viel eingeschliffen hat. Ich habe in der Zeit meinen Stil gefunden, der wiederum ein paar Fans gefunden hat, habe vielleicht dem ein oder anderen einen schönen Lesegenuss beschert, indem meine Tipps zum Buchkauf verleitet haben und vieles mehr. Eine ereignisreiche Zeit, die mir viel gegeben hat und in der viel passiert ist. Doch wenn man es sich bequem gemacht hat in seinem Sessel, soll man aufstehen, weitergehen und neue Dinge ausprobieren, um sich fit zu halten und das werde ich ab diesem April tun.

I read Indie mit ein paar anderen zusammen

IMG_20190302_142720_095.jpgAb diesem Zeitpunkt werde ich mit sieben anderen Buchverrückten den Blog „We read Indie“ von den alten Hasen übernehmen, inklusive einem alten Haserl (now you’ll know who), welcher dabei bleiben möchte. Von da an werden wir diesem Blog wieder neues Leben einhauchen. Meine Überlegungen waren erst, beide Blogs parallel laufen zu lassen. Doch die Zeit, in der ich das alles stemmen könnte, wird ja nicht mehr. Im Gegenteil, ich habe eher das Gefühl, dass es immer weniger wird. Auch wenn es zu Beginn des Jahres eine gute Zeit gab und ich einige Bücher in relativ kurzer Zeit schnell lesen und besprechen konnte, weiß ich ganz genau, dass im Sommer wieder bei mir etwas mehr Ruhe in diesem Metier einkehrt. Das liegt nicht daran, dass ich dann keine Lust mehr habe zu Lesen, aber die Aktivitäten im Freien werden wieder zunehmen und wenn man mit zwei Kindern unterwegs ist, dann kommt man kaum zum Lesen, jedenfalls ich nicht. Auch das Bloggen wird da sicher kürzer treten und da ab April innerhalb eines Autorenkollektivs geplant werden muss, steht die Konzentration für dieses Projekt im Fokus. Aus diesen Gründen habe ich für mich beschlossen, mich auf das Abenteuer Indielesen einzugehen und das Projekt Glückliches Lesen sehr kurz treten zu lassen.
Mit der Teilhabe an We read Indie geht nun eine Art kleiner Traum in Erfüllung, den ich seit dem relativ zeitgleichen Start von diesem und meinem Blog vor rund sechs Jahren hatte. Immer wieder habe ich zu dem Blog geschielt und gedacht, dass es schön wäre, ab und zu mal dort einen Beitrag mit einstellen zu dürfen. Zu zwei Gastbeiträgen hat es immerhin schon gelangt. Ich habe auch gemerkt, dass ich in den letzten Jahren vermehrt zu den Indieverlagen gegriffen habe, wenn ich mir neue Bücher gekauft habe und das möchte ich nun intensivieren, denn diese Bücher sind meist sperriger, diskussionswürdiger und experimentierfreudiger als die von den großen Verlagen (denen ich die genannten Attribute aber damit nicht absprechen möchte, sie dort meinem Gefühl nach aber weniger vertreten sind). Ich werde sicher auch Bücher aus den großen Verlagen in mein Buchreich aufnehmen, aber sie werden in der Minderheit sein und somit ist der Schritt zum Blog We read Indie eigentlich nur logisch. Der Grad an Hibbeligkeit steigt jedenfalls schon mächtig an und ich bin gespannt, wohin die Reise insgesamt gehen wird.

Es ist aber nicht das Ende

Bevor jetzt aber alle Schnappatmung bekommen. Nein, der Blog wird nicht geschlossen und ja, er wird weiterhin mit Inhalten gefüttert. Jedoch vorrangig mit Besprechungen und Interviews aus meiner Feder, die ich für We Read Indie schreibe und hier quasi noch einmal in gekürzter Form einstelle. Einzig mein „Projekt Dark Tower“ wird es weiterhin in gewissen Abständen als frische Beiträge geben. Und vielleicht ab und zu mal einen kleinen, persönlichen Statusbeitrag über das, was mich in der Buchwelt gerade bewegt und die Tätigkeiten bei We Read Indie nicht direkt berührt. Und nun geht es weiter mit den intensiven Vorbereitungen für We read Indie. Ein paar der Frühjahrbücher wollen gelesen werden und auch eine Besprechung sollte zeitnah eingestellt sein. Ich bin dann mal weg! Lesen!

 

4 Kommentare zu „[Notiz]: Ein Abschied! Kein Abschied!

Gib deinen ab

  1. Lieber Marc,

    zum Glück schließt du deinen eigenen Blog nicht – er ist doch einer meiner Lieblinge!

    Auf Facebook hatte ich am Rande mitbekommen, dass du dich als Blogger für We Read Indie gemeldet hattest und habe mich einerseits gefreut, andererseits mir die Frage gestellt, was das für deinen eigenen Blog bedeutet. Zwei Blogs mit Leben zu füllen, ist alles andere als einfach. Manchmal ist man ja schon froh, wenn man eine Seite aufrecht erhalten kann zwischen all den Verpflichtungen des Alltags und Unwägbarkeiten des Lebens.

    Ich bin gespannt, wie du We Read Indie bereichern wirst und bin aber auch sehr glücklich, dass auch hier hin und wieder etwas erscheinen wird (wenn auch weniger oft bzw. mit anderen Schwerpunkten als bisher).

    Viele Grüße
    Kathrin

    Liken

  2. Irgendwann hat alles mal ein Ende. So schnell kann es gehen, dass ein guter Bücherblog auf Eis gelegt wird. We read Indie ist natürlich eine sehr gute Alternative, Glückwünsche! Man sieht sich also dort!
    Ihr
    Thorsten J. Pattberg, Autor der Lehre vom Unterschied

    Gefällt 1 Person

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