[Notiz]: 12 Autorinnen für 2022 (mindestens)

Neues Jahr, neue Vorsätze

Was den Bereich des Leselebens angeht, lasse ich mich eigentlich immer treiben. Da reiht sich ein Buch ans nächste, ohne einen festen Plan, vielmehr, wonach mir gerade ist. Das geht zum Glück auch, weil ich innerhalb der letzten Jahre einen schönen Stapel an ungelesenen Büchern zugelegt habe, aus dem ich auswählen kann. Doch die Auswertung meines Leseverhaltens aus 2021 hat gezeigt, dass ich in einem bestimmten Punkt doch ein wenig Planung benötige, um an dieser Stelle das zu erreichen, was ich mir schon seit einiger Zeit vorgenommen habe – eine ausgeglichene Lesebilanz in meinem Buchregal von Autorinnen und Autoren.

Angeregt durch ein Sachbuch

Nicole Seifert hat im letzten Jahr das Buch FrauenLiteratur veröffentlicht und damit eigentlich nur ihren Weg gekrönt, den sie vor Jahren schon mit dem Blog Nacht und Tag begann. Sie hat sich eines Tages gesagt, dass sie nur noch Bücher von Frauen lesen und besprechen will, zumindest für einen damals festgelegten Zeitraum. Aus diesem Lesevorhaben hat sich dann nach und nach die Idee für dieses Buch herausgeschält, in dem sie darstellt, wie Frauen über Jahrhunderte von der ernsthaften Literatur ausgeschlossen wurden und, wenn es Versuche gab, ernsthafte Literatur zu vertreiben, lächerlich gemacht und klein gehalten wurden. Ein ungerechtes Verhalten, dass sich selbst heute noch in unseren aufgeklärten Zeiten hält, obwohl es schon Besserungen zu verzeichnen gibt. Zu diesem Buch hatte ich vor ein paar Tagen eine Besprechung veröffentlicht: klick mich!
Es hat sich aktuell anscheinend viel gebessert, doch sah vor ein paar Jahren die Bilanz noch ganz anders aus, als Nicole Seifert zusammen mit der Autorin Berit Glanz die Aktion #frauenzählen ins Leben gerufen hat. Dabei haben beide in den  Vorschauen der Verlage und den Rezensionen im Feuilleton nachgezählt, wieviele Frauen in den Vorschauen auftauchten beziehungsweise in den großen Zeitungen besprochen wurden. Das Ergebnis war im Jahr 2018/2019 sehr ernüchternd und hat auch bei mir einen Prozess in Gang gesetzt, den ich nun in diesem Jahr endlich präziser umsetzten möchte. Das bewusstere Lesen von Autorinnen.

12 Bücher von Autorinnen für 2022 (mindestens)

Eigentlich lese ich schon seit einiger Zeit um einiges bewusster und schaue, dass sich in meine Lektüre immer wieder Frauen untermischen. Angestrebt ist für mich persönlich ein Verhältnis von 50:50, was ich aber Jahr für Jahr nicht schaffe, vielmehr pendelt es immer um die 30% Frauenanteil. Für 2022 habe ich mir nun vorgenommen, einen Lesestapel von mindestens 12 Frauen zu lesen. Dazu habe ich Anfang des Jahres in mein Buchregal nachgeschaut und 12 Autorinnen heraus gezogen, deren Bücher ich noch nicht gelesen habe, die sich innerhalb der zurückliegenden Monate angesmmelt haben.ä und die nun gelesen werden wollen. Das dieser Stapel natürlich nur eine reine Momentaufnahme darstellt, sollte klar sein und doch habe ich mir vorgenommen, zumindest ein paar von diesen Titeln zu lesen und hier oder, sollte es ein Buch aus einem unabhängigen Verlag sein, auf We read Indie vorzustellen. Und natürlich möchte ich die Zahl 12 nicht als starre Größe verstanden wissen, sondern diese vielmehr als Inspiration nehmen, noch viel öfter über dem Tellerrand zu schauen. Und die Frühjahrsvorschauen der Verlage haben mir außerdem noch gezeigt, dass einige wunderbare Autorinnen mit ihrem Büchern auf mich warten. Dazu folgt bald noch ein gesonderter Beitrag mit den Titeln aus dem Frühjahr, die mich besonders angesprochen haben.

Folgende Titel sind in dem ausgewählten Stapel enthalten:

  • Waltraud Schwab – Brombeerkind (Ulrike Helmer Verlag)
  • Ute Cohen – Satans Spielfeld (Septime)
  • Pia Klemp – Entlarvung (Ventil Verlag)
  • Lucia Faulerova – Staubfänger (Homunculus Verlag)
  • Nadine Schneider – Wohin immer ich gehe (Jung und Jung Verlag)
  • Ava Farmehri – Im düsteren Wald werden unsere Leiber hängen (Nautilus)
  • Nina Bouraoui – Geiseln (Elster&Salis)
  • Ana Felnhofer – Schnittbild (Luftschacht Verlag)
  • Natascha Berglehner – Im Zimmer ist Winter (Weissbooks)
  • Maiken Brathe – Tilda (Ulrike Helmer Verlag)
  • Jasmine Keles – Und dann wurde ich endlich jung (Zygotte)
  • Katharina Höftmann Ciobotaru – Alef (Ecco Verlag)

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