[Notiz]: Der erste Geburtstag rückt näher

Diesmal gibt es wieder einen Beitrag in allgemeiner Angelegenheit. Mein erster Bloggeburtstag rückt immer näher, denn am 26.06. erblickte zwar dieser Blog nicht das Licht der Welt, das war ein paar Tage eher, aber dafür habe ich damals mit Paul Austers „New York Trilogie“ meinen ersten Beitrag eingestellt. Seitdem hat sich einiges getan. Nach anfänglich … Weiterlesen [Notiz]: Der erste Geburtstag rückt näher

[Rezension]: Rike Drust – Familiensafari

Wie ein Aufguss in der Sauna das Leben einer Familie auf den Kopf stellt oder Familientherapie auf die etwas andere Art

Rike Drust hat nach Muttergefühle.Gesamtausgabe, welches ich letztes Jahr in meinem Blog vorgestellt habe, ihren ersten Roman geschrieben. Einen Familienroadtrip, den die Familie Wischer, um die es hier geht, in einer Weise verändert, wie sich es alle Beteiligten vorher nicht hätten träumen lassen. Eine gelungene Sommerkomödie, die man nicht allzu ernst nehmen sollte und die wie geschaffen ist, um sie in den kommenden Sommerwochen zu verschlingen. Sei es im Urlaub oder zu Hause bei einer Tasse Kaffee oder Limonade auf der Terrasse.

Jutta Wischer, Mama von 2 Kindern, Anna und Lars, und Ehefrau von Alexander, arbeitet in einer Bank. Diese wird überfallen, wobei das Wort Überfall schon stark übertrieben ist. Dieser Vorfall, der im eigentlichen Sinne gar nicht statt gefunden hat, lässt Jutta nicht mehr los und die sonst sehr konservative und auf Planungssicherheit bedachte Frau möchte mit ihrer Familie eine kleine spontane Reise unternehmen, denn es stehen ein paar Pflichten auf dem Programm, die bald zur Nebensache werden, da andere Ereignisse aus der Vergangenheit die Gegenwart beeinflussen und das Bild, welches die Wischers zu Beginn abgaben, gehörig verändert.
Da wäre zum einen das 25-jährige Absolvententreffen von Alexander, auf das er sich akribisch vorbereitet hat und bei dem er so richtig auftrumpfen will. Von demjenigen, der das Treffen organisiert hat, wurde Alexander immer nur als „Greis“ verspottet, was ihm einen Jugendwahn eingebrockt hat mit dem er seine Familie nur nervt, da es nicht zu ihm passt. Doch dieses Absovententreffen soll anders verlaufen, als es sich Alexander im Voraus ausgemalt hat.
Dann ist da Lars, der durch einen Sprachfehler in seinen Kindertagen zu einem sehr schüchternen Jungen heran gewachsen ist. Durch seine hohe Stimme wurde er nur gehänselt und lässt jegliches Selbstvertrauen vermissen, wenn er vor größeren Menschenansammlungen auftreten muss. Das es ihn größte Überwindung kostet, sich bei einem Skateboardwettbewerb anzumelden, ist offensichtlich. Er möchte dort seine Flamme, Steamy genannt, beeindrucken und für sich gewinnen. Auch dabei läuft im Vorfeld nicht alles, wie es geplant war.
Anna möchte ins Fernsehen, um dort als Moderatorin zu arbeiten. Leider ist sie wegen ihren Körpermaßen bei den meisten der Produzenten nur dafür gut sich an ihren Vorurteilen abzuarbeiten. Einen Job bekommt sie entweder deswegen nicht oder wegen ihrem losen Mundwerk, die sie bei den Castings nie unter Kontrolle hat, wenn sie mit gemeinen Sprüchen konfrontiert wird. Die ganze Familie möchte sie zu einem Casting für einen Moderationsjob begleiten. Auch da wird nicht alles so laufen, wie gedacht.
Zum Schluss des ganzen Reigens dürfen wir nicht die Mutter von Jutta vergessen, Rose. Diese alles beherrschende Frau wird während der Familiensafari auf Omanorm zurecht gestutzt und hat ein paar Fakten auf Lager, die das gesamte Familienleben auf den Kopf stellen werden und die sie bei der erwähnten Saunafamilientherapie auftischt. Weiterlesen „[Rezension]: Rike Drust – Familiensafari“

[Rezension]: Elmore Leonard – Road Dogs

Eine Pulp Fiction Variation

„Als sie draußen waren, knöpfte sich der Kubaner Foley vor.
‚Hast du mich gerade einen schmierigen Kubaner genannt?‘
Knallhart jetzt, der Zwerg.
Foley sagte: ‚Wenn du dich nicht mit den Brüdern anlegen willst, stellst du dich am besten genau so blöd, wie die tatsächlich sind, dann finden sie dich lustig. Hast du gehört, wie die gelacht haben? Und die lachen nicht oft. Das verstößt gegen ihren Verhaltenskodex.‘
So kam es, dass Foley und Cundo Freunde wurden.“

So möchte ich die Besprechung für dieses Buch namens Road Dogs einleiten, indem es um Freundschaft und Verrat geht, um Verbrechen und die Leute, die diese begehen.
Wie in dem Zitat angedeutet, werden die titelgebenden Road Dogs Jack Foley und der Kubaner Cundo Freunde unter besonderen Umständen. Sie sind beide inhaftiert. Der eine, Cundo, wegen Totschlags und Jack wegen Banküberfällen. Jack hat es dabei besonders hart erwischt, denn er bekam die Höchststrafe von 30 Jahren aufgebrummt, um an ihm eine Exempel zu statuieren und weil ein FBI- Beamter namens Lou Adams eine Aussage getätigt hat, laut der Foley an die 200 Banken überfallen haben soll. Da Cundo Jack gerne hat und ihn im Gefängnis auch braucht, um über die Runden zu kommen, stellt er den Kontakt zu seiner Anwältin her, die sein Strafmaß erheblich zu reduzieren weiß, indem sie den vorangegangenen Prozeß wieder aufrollt und einige Unstimmigkeiten an den Tag legt und natürlich so einige Tricks auf Lager hat. Somit kommt Jack Foley sogar noch vor Cundo frei und wird von ihm dazu eingeladen, bis er wieder auf freiem Fuß ist, bei ihm in LA einzuziehen und ein Auge auf seine Frau Dawn zu haben, die Cundo zwar abgöttig liebt, ihr aber auch aufs äußerste misstraut.
Als Jack seine Haftstrafe abgesessen hat, kommt der schon genannte FBI- Agent Lou Adams mit der Drohung auf ihn zu, dass er ihn auf Schritt und Tritt beobachten wird, denn er weiß, dass Jack nichts anders kann und irgendwann wieder eine Bank überfallen wird. Mit dieser Warnung im Gepäck begibt sich Jack nach LA, wo er auf Dawn trifft und sich sofort in sie verguckt. Da sie sich als Medium sieht und vermeintlich Gedanken lesen kann, begreift sie die Situation als Chance, um ihren Mann Cundo endlich loszuwerden und den ganzen Reichtum, den er sich aufgebaut hat, für sich zu besitzen. Dabei hofft sie auf Jacks Hilfe, die er anfangs auch bereit ist zu geben. Doch er überlegt es sich anders, als Cundo endlich auch auf freien Füßen ist. Daraus entsteht eine explosive Mischung, denn Dawn wartet nun schon 8 Jahre darauf, Cundo alles abzujagen, was er besitzt und da sie auf Jacks Hilfe nicht bauen kann, versucht sie die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und ist bereit bis zum Äußersten vorzugehen.

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[Kurz und Knapp]: Bonnie Nadzam – Lamb

Ein fragwürdiges Pärchen Worum geht es? Bonnie Nadzams Roman handelt von einer Beziehung eines einsamen 55-Jährigen Mannes namens David Lamb und einer 11 Jährigen namens Tommie, bei der man sich mehrmals während des Lesens fragt, wo die Entwicklung hingehen soll. Bei einer Mutprobe beziehungsweise Wette, soll Tommie, durch ihre Freundinnen angestiftet, dem titelgebenden Mr.Lamb um … Weiterlesen [Kurz und Knapp]: Bonnie Nadzam – Lamb

[Rezension]: Martin von Arndt – Tage der Nemesis

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Es ist nicht nur ein Krimi – Geschichtsstunde in Romanform

Der Beginn des 1.Weltkrieges jährt sich 2014 zum 100.Mal und die Bücherwürmer unter uns erwartet eine große Schwemme an Literatur, die sich mit diesem als Urkatastrophe des 20.Jahrhunderts bezeichneten Krieg beschäftigt, der alle politischen Entwicklungen in den darauf folgenden Jahrzehnten beeinflusste und es, wenn wir ehrlich sind, auch heute noch macht. Das vorliegende Buch von Martin von Arndt beschäftigt sich ebenfalls mit dieser Thematik, wenn auch nur im Hintergrund. Es präsentiert dem Leser nicht den 1.Weltkrieg direkt, sondern die Folgen dieser Material- und Menschenschlacht, indem der Autor mit Andreas Eckart eine Figur installiert, die die Grausamkeiten auf den Schlachtfeldern Frankreichs miterlebt hat und durch diese traumatisiert wurde. Nach dem Krieg steht er in Diensten der Berliner Polizeibehörde und ermittelt in einem Fall, der sich tatsächlich so zugetragen hat – eine Mordserie an Türken, die von einer armenischen Untergrundgruppe, die unter dem Decknamen „Operation Nemesis“ tätig ist, durchgeführt wird. Diese Untergrundgruppe möchte den Genozid rächen, der an ihrem eigenen Volk von den Türken unter dem Deckmantel einer Zwangsumsiedelung durchgeführt wurde. Martin von Arndt verbindet in diesem Roman Fiktion, in Person der Ermittler, und dokumentarisch belegte Geschehnisse, die die Anschläge an den Türken betreffen. Wenn man dieses Buch liest, sollte man vorher so wenige Informationen wie möglich über die Operation Nemesis und deren Taten an sich heran lassen, um die Spannung zu halten. Nach der Lektüre fördert die Recherche einige Überraschungen zutage und zeigt einem, wie viel von der Wirklichkeit von Arndt in seinen Roman hat einfließen lassen und die eine enorme Recherchearbeit von ihm vermuten lässt.

„Seit drei Jahren war dieser Weltkrieg nun vorbei, aber er hörte einfach nicht auf. […] Ich beneide den Tod jedenfalls nicht darum, dass er sich jetzt von so vielen armen Teufeln ins Auge blicken lassen muss. Ich erst recht nicht! Auch dieser Obsthändler ist wahrscheinlich ein Kriegstoter, aber in die Statistiken wird er‘s nicht mehr bringen.“

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[Notiz]: Blogger schenken Lesefreude – Gewinnmitteilung, die Zweite

Die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ ist für 2014 nun Geschichte und ein paar versprengte Blogger, zu denen ich auch gehöre, losen noch die Gewinner aus. Bevor ich die 2 nenne, die die Graphic Novel und den Roman gewonnen haben, die ich in der zweiten Gewinnrunde zur Verlosung angeboten habe, möchte ich an dieser Stelle noch, … Weiterlesen [Notiz]: Blogger schenken Lesefreude – Gewinnmitteilung, die Zweite

[Notiz]: Blogger schenken Lesefreude – Gewinnmitteilung, die Erste

Der Welttag des Buches 2014 ist Geschichte und das erste Gewinnspiel, welches ich dazu angeboten habe, endete ebenfalls an diesem Tag. Insgesamt 12 Leute konnte ich mit meinem Dreierpack zu einer Teilnahme begeistern und die glückliche Gewinnerin, durch meine Glücksfee Rika ausgelost ist: Sandra. Herzlichen Glückwunsch an Sie und eine Email geht heute noch an … Weiterlesen [Notiz]: Blogger schenken Lesefreude – Gewinnmitteilung, die Erste

[Notiz]: Blogger schenken Lesefreude – Jetzt geht es richtig los!

  An alle Mitleser, heute ist nun endlich der Welttag des Buches und die Aktion Blogger schenken Lesefreude läuft zu Hochtouren auf. Während mein erstes Gewinnspiel heute abend ausläuft (ran halten;-)), gehen zwei andere an den Start. Beim ersten Gewinnspiel könnt ihr das Buch „Das halbe Haus“ von Gunnar Cynybulk gewinnen, dass mir freundlicherweise von … Weiterlesen [Notiz]: Blogger schenken Lesefreude – Jetzt geht es richtig los!

[Rezension]: Pedro G. Ferreira – Die perfekte Theorie

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Philosophie und Physik werden eins – Die größte gedankliche Meisterleistung der Menschheit

Auch wenn ich mit diesen Worten vielleicht ein wenig zu hoch greife, so finde ich doch, dass diese unfassbare Relativitätstheorie eines der größten Meisterleistungen menschlichen Denkens ist, die je zu Papier gebracht wurde. Selbst heute verzweifeln oder erfreuen sich Studenten, Gelehrte und Professoren an dieser Theorie, die vor knapp 100 Jahren von Albert Einstein erdacht wurde und die durch vielfältige Tests und Nachweise bestätigt wurde. Pedro G. Ferreira, seinerseits selber in der Relativitätsforschung tätig und begeisterter Anhänger dieser Theorie hat nun eine Biographie dieser Relativitätstheorie heraus gebracht, die ihre Entstehung und vor allem ihre Weiterentwicklung näher betrachtet.

Physik, Mathematik oder Astronomie war für viele sicher ein rotes Tuch in der Schule und die meisten haben sich damit bestimmt auch nicht weiter beschäftigt, als sie eine Ausbildung gemacht haben oder zur Uni gingen. Mir haben diese Fächer immer zugesagt und mich in den Ingenieurberuf geführt und auch die Relativitätstheorie und ihre ganzen Ableger, die sich mittlerweile in der Astronomie und anderswo tummeln, um mehr über die Anfänge unseres Universums zu erfahren, haben es mir immer wieder angetan und gelegentlich lese ich auch gerne ein Buch darüber. Es muss ja nicht mit Formeln und abstrakten Herleitungen gefüllt sein, sondern soll zum Nachdenken anregen, über unser Dasein und wie unsere Welt und das schwarze Etwas über unseren Köpfen funktioniert. Diese Voraussetzungen haben mich zu diesem Buch geführt, was eine Art Biographie der allgemeinen Relativitätstheorie darstellt, die Albert Einstein 1915 veröffentlichte und das Ganze, bis dahin existierende physikalische Verständnis, welches auf die Mechanik von Newton zurück zu führen ist, in Frage stellte beziehungsweise in einem Maß erweiterte, wie es die wenigsten Menschen zur damaligen Zeit erfassen konnten. Vor allem finde ich faszinierend, dass er sich diese Theorie allein durch Gedankenexperimente herleitete und zu Papier brachte. Erste Bestätigungen konnten erst im Jahre 1919 vorgenommen werden, als eine Sonnenfinsternis die Erkenntnis brachte, dass das Licht, welches ein Himmelsobjekt abstrahlt, durch die Gravitation von Planeten und Sternen, abgelenkt wird.

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